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Russel Allen - Russel Allen's Atomic Soul

Russel Allen - Russel Allen's Atomic Soul
InsideOut/SPV
Format: CD

Wer von einem Soloalbum des Symphony X-Sängers "Sir" Russell Allen eine stilistische Fortsetzung des edel-feingliedrigen ProgMetals seiner Stammband erwartet hat, aus dessen Ohren dürfte nach den ersten Takten des Openers "Blackout" weißer Rauch aufsteigen - Habemus Atomic Soul! Und diese Seelenbeichte enthält eine Verbeugung vor den musikalischen Vorbildern des sympathischen Sängers, die er mit u.a. Rainbow, Led Zeppelin, Black Sabbath, Badlands und Alice In Chains angibt. Mit dem Beweis von Stoner Rock-Qualitäten legt das Album los, langsames Riffing und entfesseltes, wütendes Gebrüll kennzeichnen "Unjustified", das bluesrockige "Voodoo Hand" nutzt u.a. lateinamerikanische Rhythmik, das soulige "Angel" könnte auch von Glenn Hughes stammen und "Gaia" hebt wie eine Wiedergeburt von "Stargazer" an.

Respekt auch für Allens Gesamtleistung, der viele der Gitarren- und Bass- sowie Keyboard-Spuren selbst einspielte und auch produziert hat. Weitere Beiträge stammen von den SX-Kollegen Michael Romeo und Michael Pinella sowie von Keyboardwizzard Jens Johansson (u.a.: Stratovarius, Dio, Malmsteen, T. MacAlpine, Spastic Inc., Kamelot). Einziger Kritikpunkt: Bei fast allen der elf Aufnahmen mit Ausnahme des ruhigeren "We Will Fly" drückt, ja presst der Sir so auf seine Stimme, dass sie teils nur schwer wiederzuerkennen ist. Das vermittelt zwar erfolgreich den Eindruck von Härte und Ungekünsteltheit, nimmt seinem Gesang aber gerade die Weite und das Jubelnde, das einen Sänger wie ihn sonst auszeichnet.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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