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Compilation - Fusion For Miles - A Tribute On Guitar

Compilation - Fusion For Miles - A Tribute On Guitar
Mascot/Rough Trade
Format: CD

Und wieder einmal ein volltönendes Lebenszeichen von Grenzgänger Jeff Richman. Nachdem er für "A Guitar Supreme - Giant Steps In Fusion Guitar" gemeinsam mit fast allen verfügbaren Gitarren(halb)göttern als Gaststars die Songs von DEM Jazz-Saxophonisten John Coltrane umarmt und für "Visions Of An Inner Mounting Apocalypse" in ähnlicher Besetzung und Manier John McLaughlins unvergänglicher Arbeit mit dem Mahavishnu Orchestra gehuldigt hatte, war nun Miles Davis an der Reihe.

Abermals arrangierte Richman das Material für seine Zwecke (also gitarrenverträglich) um und lud ein: Jimmy Herring (u.a.: Project Z, Aquarium Rescue Unit, Jazz Is Dead, Derek Trucks Band), Eric Johnson, Mike Stern (u.a.: Blood, Sweat & Tears, Brecker Brs., Billy Cobham, Miles Davis!), Bill Connors (Chick Corea, Jan Garbarek, Stanley Clarke, Paul Bley), Pat Martino (u.a. John Patitucci, Joe Pesci, Michael McDonald), Warren Haynes (Gov't Mule, Allman Brs.), Steve Kimmock (u.a. Zero, KHVW, Bruce Hornsby, Phil Lesh, Bob Weir, Jerry Garcia, Sonny Landreth, Jorma Kaukonen, Steve Winwood, Bonnie Raitt), Bill Frisell, und Birélli Lagrène (u.a. Gil Evans, Jaco Pastorius, Larry Coryell). Man sieht schon, höher geht's nimmer. Und bis auf Haynes und Johnson waren nur Superschwergewichts-Jazzer bei diesem "Davis-Cup" zugelassen. So auch die Backing Band aus Vinnie Colaiuta (drms, u.a. Zappa), Alphonso Johnson (bss), Larry Goldings (key: großartig!), Dave Liebman (sax, u.a. Miles Davis) und natürlich Richman selber an der Gitarre.

Dieses Monsteraufgebot nähert sich nun den Kompositionen des weltberühmten Jazz- und Trompeten-Pioniers, und das tut es mit einer Mischung aus Pietät und neugierigem Mangel an Berührungsängsten. Wie schön. Dennoch werden nicht-Jazz-Liebhaber schon nach den ersten Takten von "Black Satin" Fersengeld geben. Auch den Rezensenten erinnern die teils klaustrophobischen Kakophonien daran, dass man schon früher mit Miles' "Agartha" eigentlich noch jede Fete sprengen konnte. Besonders beeindruckend wie immer Bill Frisell, aber auch Haynes' Anverwandlung von "It's About That Time" ist so originell wie einfühlsam. Etwas abfallen tut ausgerechnet Mister "Wunderton" Johnson, der etwas an "Jean Pierre" (von "We Want Miles") zu verzweifeln scheint.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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