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Franz Ferdinand - You Could Have It So Much Better

Platte der Woche

KW 39/2005


Franz Ferdinand - You Could Have It So Much Better
Domino Records/Rough Trade
Format: CD

Die wollten doch bloß nur ein bisschen Tanzmusik machen - und dann sowas. Feature über Feature, Preise über Preise, Gekreische, Hysterie, große Diskussionen darüber, ob der ganze Rummel denn überhaupt gerechtfertigt sei, zig Bands ähnlicher musikalischer Ausrichtung wurden flugs von den Labels dieser Welt unter ihre Fittiche genommen, das Marketing freute sich diebisch. Viele Bands waren gut, viele schlecht. Jetzt gibt es endlich Nachschub vom "Original" - wobei natürlich Franz Ferdinand die Musik auch nicht neu erfunden haben, sondern es einfach verstanden haben, die einzelnen Bestandteile der Rock-Geschichte geschickt und mitreißend zusammenzufügen. "You Could Have It So Much Better" - ein wahrer Ausspruch, denn diese Platte schlägt mal wieder alles.

Alleine schon der Album-Opener "The Fallen" zieht wieder alle FF-Register - Alex Kapranos erzählt wieder abstruse Geschichten, die Rhythmus-Sektion ist auf der Höhe, Stakkato-Attacken hier und dort, auch ein "La La La"-Teil ist dabei. Wie so oft fügen FF viele Elemente, die eigentlich für sich genommen schon ausreichen würden, um viele einzelne Songs zu schreiben, zu einem einzigen Song zusammen, anscheinend ohne große Probleme. Tempo-Wechsel, Songs mit verschiedenen Refrains?!? Alles kein Thema. Und dabei klingen sie noch nicht mal bemüht, auch nicht nach anscheinend pausenlosem Tour- und Media-Stress tauchen keinerlei Ermüdungserscheinungen auf. Dass es dennoch nicht immer funktioniert, ist nur menschlich und verständlich - so ist z.B. "Well That Was Easy" eine recht nutzlose Angelegenheit, die man auch bequem auf eine B-Seite hätte packen können. Aber ansonsten? Wieder einmal Hits, Hits, Hits. Und nicht nur mit hohem Tempo, sondern Franz Ferdinand lassen es auch mal gemütlich angehen - "Eleanor Put Your Boots On" mit seinem Beatles- / Kinks-Charme ist einfach umwerfend, "Fade Together" schließlich eine lupenreine FF-Ballade. Auf der anderen Seite steht mit "Evil And A Heathen" eine 1A-Rock-Nummer auf dem Programm. Abwechslung ist angesagt, keine bloße Wiederholung des Debüts. Auch wenn man immer wieder hört, dass Bekanntheitsgrad und Ego gleichermaßen bei Franz Ferdinand angestiegen seien - musikalisch haben sie mal wieder alles richtig gemacht.



-David Bluhm-




 
 
 

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