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Tonträger-Review
 
Diane Cluck - Countless Times

Diane Cluck - Countless Times
Voodoo-Eros/Cargo
Format: CD

Diane Cluck kommt aus dem Antifolk-Movement, dem neben ihr und vielen anderen so illustre Gestalten angehören wie Devendra Banhart, Herman Düne oder die Band CocoRosie (von dem überall bereits abgefeierten Adam Green gar nicht zu reden). Mit Herman Düne stand Diane Cluck vor kurzem erst zusammen auf der Bühne, und man hört sie auch auf dem wunderbaren Album "Not On Top" von eben dieser Band. Wie viele Vertreter der Antifolk-Bewegung ist Cluck in Europa noch ein völlig unbeschriebenes Blatt, obwohl "Countless Times" mittlerweile schon ihr fünftes Soloalbum ist - und es ist beileibe so anti, wie es nur anti sein kann. Mehr als eine nackte akustische Gitarre und Clucks Stimme, die sich zwischen Suzanne Vega und einer vom Punk verführten Joan Baez bewegt, benötigen diese Songs nicht. Cluck sei in der Nähe von Amish-Menschen in Pennsylvania aufgewachsen, heißt es im Pressetext, und deren Klarsicht und Einfachheit versucht sie wohl in die moderne Welt hinüberzuretten. Mit ihrem Album allerdings macht es Diane Cluck dem Hörer nicht leicht. Die Töne, die sie mehr anleiert als anschlägt, scheinen kaum die Kraft zu haben, die Luftmoleküle in Schwingung zu bringen, so zaghaft operiert dieses Songwriting. Eine Melodie will sich nur sehr schwer aus den Saiten herauslösen, dazu verfällt ihre Stimme gern zu einem (wenn auch gewiss authentischem) Jammern. Man benötigt also gute Nerven, und sicherlich wird man die Platte nicht unzählige Male direkt hintereinander hören können. Aber der genuine Antifolker hat, wenn auch nicht viel, so doch eines: Zeit. Und die darf man sich als Hörer ruhig auch nehmen.


-Tina Manske-




 
 
 

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