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Bloc Party - A Weekend In The City

Platte der Woche

KW 05/2007


Bloc Party - A Weekend In The City
Wichita Recordings/V2/Rough Trade
Format: CD

Vor zwei Jahren, ebenfalls im Februar, erschien hierzulande eine Platte, die einen mehr als nur bleibenden Eindruck hinterlassen sollte - "Silent Alarm" von Bloc Party avancierte zum Liebling im Plattenregal, überall wurde es gerne gehört und die Band live abgefeiert. Absolut gerechtfertigt, wie wohl kaum jemand bestreiten kann. Nach einer schier endlosen Tour durch sowohl immer größer werdende Konzertsäle als auch sämtliche Medien, mussten sich Kele Okereke (Gesang, Gitarre), Russel Lissack (Gitarre), Gordon Moakes (Bass) und Matt Tong (Drums) auch mal wieder zusammen setzen und neue Songs schreiben - schließlich musste ein Nachfolger her. Im Gespräch mit Gaesteliste.de Ende 2005 orakelte Kele Okereke: "Wir setzen die Messlatte für uns selbst immer sehr, sehr hoch, und ich denke, wir haben mit 'Silent Alarm' ein sehr gutes Stück Arbeit erschaffen - vielleicht werden in ein bis zwei Jahren weitere Platten erscheinen, die so ähnlich klingen, aber dann sind wir schon weiter, denn unser zweites Album wird sicherlich keine Kopie des ersten werden." Und sollte mit dieser Aussage vollkommen richtig liegen. "A Weekend In The City" will gar nicht erst versuchen, wie "Silent Alarm" zu klingen - denn es klingt zigmal besser.

Dabei sind auch Bloc Party teilweise der Versuchung erlegen, die sich so oft in der Musikgeschichte wiederholt: Eine Band liefert ein sensationelles erstes Album ab, erlebt anschließend alles im rasanten Tempo und wenn es Zeit für neue Songs und neue Themen für Songtexte ist, macht man es sich einfach und schreibt einfach darüber, was man in den letzten Monaten nach der Debüt-Veröffentlichung erlebt hat. Viele Bands scheitern, Bloc Party glücklicherweise nicht. Auch wenn man sehr viel durch die Texte nachvollziehen und erahnen kann, was mit der Band seit Anfang 2005 geschehen ist, driften sie nicht in Beliebigkeit ab - und wenn dabei so liebenswerte Aussagen wie "I love you in the morning, when you're still hung over / I love you in the morning, when you're still strung out" entstehen, oder auch selbstreflektierende Feststellungen wie "I am hopeful, and stutter-free" an den Tag gelegt werden, oder man sich komplett in den Song "Kreuzberg" verliebt, dann ist die Welt doch mehr als nur in Ordnung. Stimmungsmäßig geht es wie im Titel angedeutet an einem Wochenende zu: Von Euphorie über Ernüchterung bis hin zur Ausnüchterung. Und wenn das ganze Drumherum auch noch stimmt, Keles Gesang sich enorm verbessert hat, die Gitarren mit Effekten beladen brillieren, Matt Tongs Schlagzeugspiel immer noch unfassbar ist, dann kann man sich sicher sein, etwas absolut Wundervolles in den Händen zu halten.



-David Bluhm-




 
 
 

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