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Captain Planet - Wasser kommt Wasser geht

Captain Planet - Wasser kommt Wasser geht
Unterm Durchschnitt/Broken Silence
Format: CD

Schön, dass es neben Muff Potter oder Turbostaat immer wieder Nachschub in Sachen unpeinlichem, deutschsprachigem Punk gibt. Warum solche Bands momentan fast komplett aus Norddeutschland kommen, verstehe wer will? Ist aber eigentlich auch egal. Wenn man seine Band nach einem reichlich uncoolen Superhelden benennt, hat man entweder 'ne Menge ironischen Humor oder eine verdammt gute Platte am Start. Captain Planet haben beides. Mit "Wasser kommt Wasser geht" haben die Jungs mal so eben ein perfektes Debütalbum aus dem Ärmel geschüttelt, das "Vormann Leiss", dem jüngsten Output von Turbostaat, locker das Wasser reichen kann. Und das will was heißen. Gerade mal ne halbe Stunde brauchen die Jungs für ihre elf Songs, nach denen man erst mal wieder Luft holen muss. Ohne doofe Sauf- und Funpunk-Anleihen, also ganz in der Tradition von EA 80 oder den Boxhamstern, lassen es die Hamburger gehörig krachen. Dabei sind Captain Planets Songs nicht nur druckvoll, sondern haben diese Feinsinnigkeit, die anderen Punkbands oft abgeht. Klar verwurzelt im Punk und doch offen für Indie und Pop. So soll es sein. Vor ein paar Jahren noch hätte man das Ganze tatsächlich noch Emo nennen dürfen, was insofern richtig wäre, weil es auf "Wasser kommt Wasser geht" im Kern um Gefühle und Veränderung geht. Ein großes Debüt von einer Band, von der wir sicherlich noch einiges hören werden.


-Carsten Wilhelm-




 
 
 

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