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Tonträger-Review
 
Kevin Ayers - The Unfairground

Kevin Ayers - The Unfairground
Tuition/Alive
Format: CD

Kevin Ayers gehört ja nun wirklich zum Urgestein britischen Musikschaffens. Als Gründervater von Soft Machine (zusammen mit Robert Wyatt) war er einer der ersten, der Crossover betrieb und in den 70ern schwamm er ganz oben auf der Welle psychedelischen Songwritings. Seit 1969 macht er auch Solo-Scheiben - allerdings nicht gerade regelmäßig: Für das neue Werk brauchte der Bonvivant ganze 16 Jahre und es ist insofern ein bemerkenswerter Zufall, dass Robert Wyatts neue Scheibe "Comicopera" fast zeitgleich erscheint. Im direkten Vergleich ist (und war) Ayers immer schon der "normalere" Songwriter. Wenn sich heutzutage noch Psychedelisches findet, dann eher als ironisches Zitat, denn als wirklich stilbildendes Mittel. "The Unfairground" ist vielmehr eine solide, zeitlose Songwriter-Scheibe mit klassischem, britischem Gitarrenpop-Flair geworden. Ayers versteht etwas von Harmonielehre, Komposition und Arrangements. Dass die Scheibe so ungemein frisch und jugendlich kommt, liegt daran, dass Ayers Stimme kaum gealtert erscheint und er obendrein das neue Material mit einer Schar nachgeborener Verehrer - von Teenage Fanclub über Bill Wells und Euros Childs bis zu Phil Manzanera - einspielte, die ehrfürchtig, aber auch unbeschwert aufspielten und sich hervorragend mit den alten Recken verstanden (neben Ayers ist noch Soft Machine-Bassist Hugh Hopper und Duett-Partnerin Bridget St. John dabei und Robert Wyatt ist stellvertretend über sein Wyattron vertreten). Ähnlich wie im Fall von Vashti Bunyan ist dies ein bemerkenswert rundes und schlüssiges Stück Vergangenheits-Transplatation geworden...


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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