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Kat Frankie - Pocketknife

Kat Frankie - Pocketknife
Solaris Empire/Broken Silence
Format: CD

Berlin ist ein seltsames Pflaster. Nicht genug, dass immer mehr Musiker aus der deutschen Provinz sich vom Flair der Hauptstadt inspirieren lassen, nein, auch aus diversen Ländern dieser Welt zieht es junge Kreative in die Stadt an der Spree. Die in Berlin ansässige kanadische Szene ist legendär, auch Schweden hat Einiges zu bieten (u.a die großartige Bobby Baby) und mit Kat Frankie hat auch das ferne Australien ein musikalisches Schwergewicht in der Stadt. Kat Frankie stammt aus Sidney, musiziert aber seit 2004 lieber in Berlin und hat sich zwischenzeitlich in hiesigen Clubs einen großartigen Ruf als Live-Musikerin erspielt.

Das Debütalbum hat lange auf sich warten lassen, dafür ist "Pocketknife" richtig gut geworden. Man stelle sich eine junge Frau mit glockenklarer Stimme und der Zornigkeit eines Riotgirls vor. Sie braucht oft nicht mehr als eine Akustikgitarre oder ein Cello, manchmal etwas E-Gitarre und ein hämmerndes Schlagzeug. Langweiliger, oberflächlicher Wohlklang ist Kat Frankies Sache übrigens nicht. Sie fordert vom Zuhörer einiges. Ihre Songs sind oft unrhythmisch, abgehackt und seltsam, finden aber doch immer wieder zu erstaunlichen Melodien. Das erinnert dann irgendwie an Chan Marshall alias Cat Power, die es ja auf ihren diversen Cover-Alben auch schafft, so ziemlich jedes Stück der Popgeschichte zu zersägen und dabei so unglaublich gut zu klingen. Vielleicht ist Kat Frankie so eine Art kleine Schwester im Geiste. Zumindest klingt sie so.



-Carsten Wilhelm-




 
 
 

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