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The Subways - All Or Nothing

Platte der Woche

KW 27/2008


The Subways - All Or Nothing
Infectious/Warner Music
Format: CD

War ihr Debüt schon eine wunderbare Scheibe, haben The Subways auf "All Or Nothing" noch mal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und eine Platte am Start, die von vorne bis hinten begeistert. Hinter der man keine drei Jungspunde aus England, sondern gestandene Musiker und Songwriter vermuten wurde. Die so gut ist, dass man sich um die Band große Sorgen machen muss. Denn was soll als nächstes kommen?

Gab es auf "Young For Eternity" schon tollen Indie-Rock mit Pop-Einflüssen und einigen Lärm-Ausflügen, gehen es Billy Lynn, Charlotte Cooper und Josh Morgan drei Jahre später merklich extremer an. Weil sie sämtliche Inhalte ihres Sounds radikalisiert haben. Der Punk kommt stärker durch, der Metal tritt immer wieder in den Vordergrund, ihr Pop ist so cheesy, wie Pop nur sein kann. Die Melodien bleiben noch stärker hängen, ihre stimmlichen Kreuzungen klingen noch harmonischer. Und besonders das ist es, was für die Gänsehaut sorgt. Das beste Beispiel ist "Girls & Boys". Es beginnt mit deftigen, lärmenden, verzerrten Gitarren, es rockt und scheppert. Billy singt, es ist toll. Aus dem Hintergrund kommt plötzlich Charlotte, ihre Stimmen verschmelzen, es passt, es wird noch toller, es sorgt für ein kribbelndes Lächeln. Ein weiteres Highlight der Platte ist "Turnaround". Hier kreischt und schreit Billy mehr, als das er singt, die (Punkrock-)Riffs preschen nach vorne, Charlottes Refrain ist zum Verlieben schön, der Song hat alles, was man braucht. Doch sie können auch anders, "Alright" oder der Titeltrack sind feinste Indie-Songs für die Hitlisten, "Shake! Shake" ist purer Pop mit Power und "Obsession" kommt in Phasen schon einer Ballade nahe, ohne nur eine Sekunde schmalzig zu klingen. Bei "Move To Newlyn" ziehen es sie dann durch, stromlose Gitarren und eine kleine Portion Melancholie sorgen für Herzschmerz, "Strawberry Blonde" zum Ende ist der schönste Kuschelrocker seit "Blonde On Blonde". Auf diesem Album gibt es die Hits im Dutzend, kein Ausfall ist zu vermelden. The Subways sind super. Ende und aus.



-Mathias Frank-


Video: "Always"

 
 
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