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THE WEATHER STATION
 
Mehr Farben auf der Palette
The Weather Station
Tamara Lindeman ist angekommen. Mit ihrer sagenhaften vierten, selbstbetitelten LP unter dem Namen The Weather Station hat sich die im kanadischen Toronto beheimatete Singer/Songwriterin mit dem betörenden Joni-Mitchell-Timbre gewissermaßen auf die Suche nach sich selbst gemacht und stellt sich nun ohne Scheu ins Rampenlicht, auch wenn das bedeutet, dass sie den fragilen Laurel-Canyon-Folk ihrer vorherigen Gänsehaut-Platten "All Of It Was Mine" und "Loyalty" ein Stück weit hinter sich lässt. Selbstsicherer, mutiger, lockerer sind die Arrangements jetzt, die Melodien sind weiter gefasst, Streicher und sogar Bläser ergänzen bei einer ganzen Reihe Songs das bekannte Instrumentarium, und auch textlich stürzt sich Lindeman wortreich in neue Zusammenhänge, ohne dass ihr dabei ihre beeindruckende Präzision verloren gehen würde. Natürlich fehlen die stillen, ja fast ein wenig verhuschten Folk-Momente auch hier nicht vollends, im Mittelpunkt aber stehen Songs, die merklich ungezügelter klingen. So wartet etwa "Thirty" mit Patti-Smith- und Jim-Carroll-Anwandlungen sowie spürbar mehr unmittelbarem Rock'n'Roll-Feeling auf, während Lindeman bei "Kept It All To Myself" einem Pop-Ohrwurm so nah kommt wie nie. Die musikalische Evolution fällt zuerst ins Auge, aber auch im persönlichen Gespräch wirkt die liebenswerte 33-jährige Kanadierin nun gefestigter und entspannter als noch vor 18 Monaten. Gaesteliste.de sprach mit ihr über die Gründe ihrer konsequenten, aber deswegen nicht weniger bemerkenswerten künstlerischen Weiterentwicklung, bevor sie am 29. Oktober ihren vorerst einzigen Deutschlandauftritt im Berliner Monarch absolviert.
The Weather Station
GL.de: Tamara, wenn man deine neue Platte hört, kann man schnell das Gefühl bekommen, dass du dieses Mal etwas entspannter an die Arbeit gegangen bist und die Songs auf der neuen LP deshalb lockerer und freier klingen. Ist da was Wahres dran?

Tamara Lindeman: Oh ja, absolut! Das ist eine sehr gute Beobachtung. Ich habe mir dieses Mal zugestanden, Fehler zu machen und freier an das Schreiben und das Arrangieren der Lieder heranzugehen und einfach den Geist des Kreativseins zu genießen, anstatt Perfektion anzustreben.

GL.de: Anders ist sicherlich auch, dass nun feststeht, dass die Musik keine flüchtige Sache für dich ist, sondern sich mit etwas Glück sogar zur Lebensaufgabe mausern könnte. Ändert das deine Herangehensweise?

Tamara Lindeman: Ja, ich denke, dass eine bestimmte Art von Selbstbewusstsein und der Mut, mehr Wagnisse einzugehen, damit einhergehen. Wenn ich zuvor Musik gemacht habe, hieß das, Konzerte in Kanada zu geben, aber da gab es wenig, um mein Selbstvertrauen zu stützen, zumal ich auf mich allein gestellt war. Es fühlt sich viel besser an, nun ein Team zu haben und zu wissen, dass es Menschen in der großen weiten Welt gibt, die sich wünschen, dass ich das hier weitermache (lacht). Das hat dazu geführt, dass ich die neue Platte viel risikofreudiger angegangen bin.

The Weather Station
GL.de: Bei unserem letzten Gespräch haben wir vom langwierigen Prozess des Kürzens und Editierens der Texte gesprochen. Dieses Mal reicht allein ein Blick auf die auf dem Cover abgedruckten Texte, um festzustellen, dass sie viel länger und wortreicher sind. Ist auch das ein Resultat des gerade Gesagten, dass du dieses Mal entspannter warst, wenn es darum ging, die Texte zusammenzustreichen?

Tamara Lindeman (lachend): Ja, auf jeden Fall! Als ich anfing, die neuen Songs zu schreiben, kam mir die Idee, mich mal am Langform-Songwriting zu versuchen. Ich sagte mir: "Warum sparsam sein?" Schließlich ist es ein Riesenspaß, eine Menge Worte in einem Song zu verwenden. Wenn du nicht so fokussiert arbeitest wie ich zuvor, kannst du ja das große Ganze in den Blick nehmen.

GL.de: Gab es dafür Vorbilder? Hast du irgendetwas gehört und dir gedacht: "Oh, das könnte ich auch mal probieren?", oder wie kommen diese Veränderungen zustande?

Tamara Lindeman: Dazu gibt es eine interessante Geschichte: Als ich 2016 zum ersten Mal in Europa unterwegs war, trat ich gemeinsam mit einem Drummer aus Belgien namens Eric auf. Natürlich sprach er vier Sprachen, aber besonders sein Englisch war phänomenal und zudem hatte er auch noch einen tollen Musikgeschmack. Wir fuhren also kreuz und quer durch Europa und hörten rund um die Uhr Musik, und es war total spannend, ihm dabei zuzusehen, wie er englischsprachige Musik und ihre Texte verinnerlichte. Er war vollkommen fasziniert von einzelnen Wörtern, bisweilen gerade von denen, die er nicht kannte. Ich hatte mir über die Sprache so noch nie Gedanken gemacht, und es war großartig zu sehen, wie er sich an der Sprache erfreute, gerade für jemanden wie mich, die als Nordamerikanerin leider nur Englisch spricht. Letztendlich waren es wohl zu viel Bob Dylan, Kurt Vile (der auch eine sehr idiosynkratrische Herangehensweise an die englische Sprache hat, wenn er manche Wörter zieht und andere verkürzt) und eben die Erfahrung, mit jemandem abzuhängen, der kein Muttersprachler ist, was meine Beziehung zur englischen Sprache ganz neu entfacht hat. Als ich dann nach Hause kam und anfing, die Lieder zu schreiben, hatte ich einfach großen Spaß daran, bestimmte Wörter anders zu benutzen, einen anderen Sprachrhythmus zu verwenden und ganz allgemein auf mehr Worte zurückzugreifen.

GL.de: Zuvor standen deine Stimme und dein Instrument stets im Mittelpunkt und der Rest war nur - wenngleich sehr hübsches - Beiwerk. Jetzt trittst du öfter mal einen Schritt zurück und überlässt den Streichern und dem Klavier die Führungsrolle. Ist auch das ein Resultat der "neuen Lockerheit"?

Tamara Lindeman: Ja, absolut! In gewisser Weise ist das ironisch, weil dieses Album ja das erste seit einer Weile ist, bei dem ich wirklich die Zügel in der Hand hatte und alle Entscheidungen zu den Arrangements und der Auswahl der Musiker selbst treffen konnte. Beide Partner, die ich bei den vorangegangenen Alben hatte, besaßen einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und haben peinlich genau darauf geachtet, dass ich stets im Zentrum stehe. Jetzt, da ich selbst das Sagen hatte, war ich stärker daran interessiert, auch all die anderen Dinge nach vorn zu kehren, damit man sie hören kann. Weil ich dieses Mal alle Arrangements selbst gemacht habe, fühlten sich aber auch die Parts, die ich nicht selbst eingespielt habe, wie ein Teil meines künstlerischen Ausdrucks an.

GL.de: Kannst du dich vielleicht auch deshalb dieses Mal ein wenig mehr austoben, weil du das Gefühl hast, dass du inzwischen deine Duftmarke hinterlassen hast und dein - wenngleich nach wie vor leider nur überschaubares - Publikum inzwischen weiß, worum es dir geht? Gewissermaßen hast du mit den vorherigen Platten das Fundament gelegt, auf dem es jetzt aufzubauen gilt?

Tamara Lindeman: Oh ja, auf jeden Fall. Ich habe das Gefühl, viel mehr Freiheit zu haben, mehr ich selbst sein zu können und sozusagen meine Flügel ein wenig mehr ausbreiten zu können.

GL.de: Ist auch die Tatsache, dass das Album selbstbetitelt ist und dass du erstmals für das Cover ein Foto ausgewählt hast, bei dem du direkt in die Kamera bzw. in die Augen des Publikums schaust, Erweiterung dessen, was wir bisher gesagt haben?

Tamara Lindeman: Dass die Platte selbstbetitelt ist, liegt nicht zuletzt daran, dass sich keiner der Titel, die ich im Kopf hatte, richtig anfühlte. Ich hatte eine lange Liste mit Namen zur Auswahl, aber dann merkte ich, dass die Platte keinen Namen haben und einfach ihr eigenes Ding sein wollte. Zudem habe ich dieses Mal einfach ein anderes Selbstbewusstsein an den Tag gelegt. Ich habe die Musiker aus meinem Umfeld - und das sind zumeist Männer - beobachtet und dabei festgestellt, dass sie mit unglaublicher Freude an die Arbeit gehen, mit dieser Art Genießertum, die sagt: "Ich mache das jetzt, schlicht und ergreifend, weil ich es machen will!" Diese Herangehensweise war mir bisher immer vollkommen fremd. Ich hatte stets ein Gefühl der Unzulänglichkeit und fragte mich, was wohl passieren würde, wenn ich alles mutiger angehen würde. Dass ich auf dem Coverfoto in die Kamera schaue, war wichtig, weil ich damit unterstreichen wollte: "Hier bin ich, ich habe nichts zu verheimlichen!"

GL.de: Schön ist auch, dass das Coverfoto sehr spontan wirkt, als sei es gar nicht Teil des Shootings gewesen.

Tamara Lindeman: Ja! Natürlich hatte ich etwas Bestimmtes im Kopf, ein Bild in einem Fotostudio, mit Beleuchtung und Backdrop, aber das Foto, das ich letztlich ausgewählt habe, war eines der ersten, die wir gemacht haben. Ich stand einfach da, so nach dem Motto: "Ist das gut so, oder was soll ich tun?" Deshalb wirkt das Foto nicht so gestellt, und genau das hat mich angezogen. Es fängt mich gewissermaßen zwischen zwei Gefühlsregungen ein, man weiß nicht genau, ob ich nun traurig oder glücklich bin. Es fängt einfach einen Moment ein, an dem ich nicht wirklich damit gerechnet habe, dass ein Foto von mir gemacht
wird.

GL.de: Der veränderte Sound wird sicherlich einige Hörer überraschen. Wie kam es dazu? Hat dir jemand eine schöne Stromgitarre und ein paar Effektpedale zu Weihnachten geschenkt und das hat die Richtung vorgegeben?

Tamara Lindeman (lachend): Nee, ich habe ja auch vorher schon elektrische Gitarre gespielt, weil ich plötzlich viel auf Tour war und es einfach nicht sinnvoll erschien, im Bandkontext eine Akustikgitarre zu spielen - oder zumindest hätte es vieles verkompliziert. Also hatte ich diese seltsame Stromgitarre, in die ich mich richtig verliebt habe, und letztlich sind alle neuen Songs auf ihr entstanden.

GL.de: Wir sprechen des Öfteren mit Musikern, die richtig vernarrt in ihr Equipment sind und ständig nach neuen Instrumenten suchen. Kennst du dieses Gefühl, dass alle neuen Songs sich in einer bestimmten Gitarre zu verbergen scheinen?

Tamara Lindeman (lachend): Es ist schon witzig, aber es ist wirklich so, dass Instrumente eine Seele zu haben scheinen. Du hast ein ganz bestimmtes Gefühl, wenn du sie in die Hand nimmst - und natürlich hat das mehr mit dir als mit der Gitarre zu tun. Ich habe ein paar Versuche gestartet und mir ein besser spielbares Instrument geliehen, aber letzten Endes bin ich immer wieder zu der unpraktischen Gitarre zurückgekehrt, weil sie mir einfach das beste Gefühl beim Spielen vermittelte. Mit der Zeit begriff ich, wie wichtig das ist: Wenn deine Gitarre seltsam und temperamentvoll ist, aber du es liebst, sie zu spielen, dann ist sie einfach die richtige für dich. Allerdings bin ich just dabei, mich mal wieder nach einer anderen umzuschauen, denn meine ist wirklich zu lebhaft, um mit ihr guten Gewissens auf Tour zu gehen, aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen.

GL.de: Du hast ja heute Morgen getwittert, dass du dir erstmals eine Telecaster ausgeliehen und darauf gleich einen Song geschrieben hast, der sich wie ein Top-40-mäßiger Popsong anhörte…

Tamara Lindeman (lachend): Ja, ein Freund hat sie mir geliehen! Um ehrlich zu sein: Ich bin keine echte Gitarristin, ich mogel mich irgendwie durch, und eine Telecaster hatte ich einfach noch nie zuvor gespielt. Ich wollte einfach ausprobieren, wie es sich anfühlt, gerade weil es die Standardgitarre ist, die alle spielen. Sie ist auch wirklich total leicht zu handhaben, aber der Song, den ich darauf geschrieben habe, klang überhaupt nicht nach mir (lacht). Vermutlich einfach deshalb, weil die Gitarre, die ich sonst spiele, von 1961 ist und die Telecaster erst 1999 hergestellt wurde."

GL.de: Gab es denn auch schon während der Aufnahmen zur LP Lieder, die dich überrascht haben?

Tamara Lindeman: Um ganz ehrlich zu sein, haben mich eigentlich alle Songs überrascht. Ich fragte mich ständig: "Was sind das denn für Lieder, wo kommen sie plötzlich her?" Ich fand sie allesamt etwas furchteinflößend (lacht)!

GL.de: Du hast uns beim letzten Mal gesagt, dass du eigentlich nur per Zufall zum Folk gekommen bist. Ist diese neue Platte nun ein Schritt weg davon?

Tamara Lindeman: Ich habe keine Ahnung! Es gibt ja immer noch Elemente des Folk auf dem Album, zum Beispiel gehört es ja zur Folk-Tradition, sehr lange Songs mit viel Text zu schreiben, Geschichten zu erzählen oder politisch engagierte Lieder zu verfassen. Abgesehen davon: Was ist Folkmusik überhaupt? Das, was wir heute in der Regel so bezeichnen, ist im engeren Wortsinn gar keine Folkmusik. Vermutlich wird sie bei Wikipedia ganz anders definiert. Trotzdem glaube ich: Egal, was ich mache, ich werde immer eine Folkmusikerin sein, allein schon, weil ich eine sehr sanfte Stimme habe.

The Weather Station
GL.de: Themenwechsel. Zu "Thirty" hast du ein sehr interessantes Video gedreht. Wie kam es dazu?

Tamara Lindeman: Ich habe ein Menge Zeit auf YouTube verbracht und mir Videos meiner liebsten Künstler von früher angeschaut. Das sind zumeist alte Fernsehauftritte, die oft sehr witzig sind, weil du da Künstler wie Smokey Robinson allein stehen hast, ohne Band, und er offensichtlich zum Playback mimt, und wenn es eine Gitarre gibt, dann ist sie nirgends eingestöpselt. Für mein Video wollte ich diese Idee spielerisch umsetzen. Dass im Publikum ausschließlich Männer sind, war eher ein Scherz. Ich schätze mich glücklich, dass es eine Reihe großartiger Männer in meinem Leben gibt, gleichzeitig spürte ich aber auch eine Menge Gegenwind, weil ich die neue Platte selbst produzieren wollte, und hatte des Öfteren das Gefühl, dass mir einige Männer Vorschriften machen wollten. Das war eine der Herausforderungen, der ich mich stellen musste. Herauszufinden, wie ich mir diese Art von Autorität aneignen kann, die viele Männer, die ich kenne, von Natur aus zu haben scheinen, war wirklich schwierig für mich. Selbst so einfache Sachen wie: "Kannst du das bitte noch einmal spielen?" oder "Benutze bitte mal ein anderes Mikro für die Snare!" waren total kompliziert, obwohl ich nur mit den besten, nettesten Musikern kollaboriert habe. Wenn du dir anschaust, mit wem du für eine Platte zusammenarbeiten kannst, sind das zu 95% Männer. Du findest dich da in dieser Gender-Nummer wieder und das ist völlig ok, aber ich musste erst einmal herausfinden, wie ich den Männern klipp und klar vermitteln kann, was ich will und was ich brauche. Deshalb war es gut und wichtig, dass ich mir den Titel der Produzentin gegeben habe, auch wenn selbst das nicht immer genützt hat. Ich habe zum Beispiel in einem Studio Overdubs durch einen Musiker aufnehmen lassen, und nach zwei Takes fing der Studiotechniker an, dem Musiker Anweisungen zu geben (lacht)! "Moment mal!", habe ich gesagt, "bis gestern kanntest du den Song noch nicht einmal. Ich sage hier, was gemacht wird. Warum machst du hier meinen Job?" Als ich die Platte abmischen wollte, habe ich herumgefragt, wer jemanden kennt, der erfahren mit analogem Kram ist und gleichzeitig ein offenes Ohr für meine Wünsche haben würde, und alle meinten nur: "Uih, das ist nicht leicht!" Viele kannten Leute mit Erfahrung oder gute Zuhörer, aber beide Kriterien zusammenzubringen, war nicht leicht. Das ist doch verrückt. Am Ende habe ich dann allerdings doch jemanden gefunden, der einfach großartig war. Abgesehen davon habe ich mich in der Vergangenheit als Performerin des Öfteren in Situationen wiedergefunden, in denen ich mich völlig fehl am Platze fühlte, und glaubte, keiner dort versteht mich. Mit dem Video wollte ich auch diese Art von Verletzlichkeit ansprechen.

GL.de: Ist das inzwischen eher ein Ding der Vergangenheit, oder passiert dir das heute auch noch, dass du denkst: Hier bin ich komplett falsch?

Tamara Lindeman: Ich finde mich immer öfter in Situationen wieder, in denen ich das Gefühl habe, dass ich nur versagen und allein nichts dagegen tun kann. Erst vor einigen Tagen habe ich ein Konzert gespielt. Kurz vorher wurde ich gefragt, ob ich schon nachmittags kommen und auch noch auf der Veranda spielen könnte - wer auch immer dann dort anwesend sein würde. Es gab eine Gage dafür - und Geld kann ich immer gebrauchen. Also habe ich zugesagt. Das Ganze war ein Witz! Es war kaum jemand dort, und die paar Leute, die doch da waren, haben demonstrativ weggeschaut, als hätten sie Angst, mich anzuschauen und wenn ein Song endete, gab es natürlich keinen Applaus. Damit kann ich umgehen, aber diese Situationen gibt es immer wieder. Manchmal verstehen die Leute einfach nicht, was ich mache, und denken: Sie macht Musik und wir wollen Musik! Sie schnallen nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, was ich mache, und etwa einem Jazz-Pianisten, der im Hintergrund spielt.

GL.de: Letzte Frage: Was macht dich derzeit als Musikerin am glücklichsten?

Tamara Lindeman: Mit meiner Band zu spielen! Ich liebe meine Mitstreiter und ziehe so viel daraus, die neuen Songs mit ihnen zu spielen. Es macht viel mehr Spaß, die neuen Stücke zu spielen, weil wir nicht so vorsichtig sein müssen! Wir müssen sie nicht so behutsam behandeln, weil sie richtige Muskeln haben und sich selbst behaupten können. Das ist ein Riesenspaß! Natürlich spielen wir auch ältere Lieder, aber wenn es Freitagabend ist und wir in einer Bar auftreten, dann haben wir jetzt auch die passenden Nummern dafür. Wir haben jetzt einfach mehr Farben auf der Palette!

Weitere Infos:
the-weather-station.com
theweatherstation.bandcamp.com
en.wikipedia.org/wiki/The_Weather_Station
Interview: -Carsten Wohlfeld-
Fotos: -Shervin Lainez-
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Aktueller Tonträger:
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