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BEATSTEAKS
 
Popstars
Beatsteaks
Die Beatsteaks sind jetzt Popstars. Mit ihrem vierten Album "Smack Smash" haben sich die Berliner in die Charts geschlichen, ihre Musik findet plötzlich auch im Fernsehen und in den Massenmedien statt und irgendwie jeder scheint die sympathischen Punkrocker zu mögen. Und jeder will mit ihnen sprechen.
"Wir geben jetzt schon mehr Interviews", sagt Gitarrist Peter. Zusammen mit Basser Thorsten sitzt er im Hamburger Grünspan. Und die beiden finden das mit den vielen Interviews gut. Thorsten: "Das macht ja auch voll Spaß, wenn da jemand kommt und etwas über deine Musik wissen will. Man würde ja schön bescheuert sein, wenn man irgendwann sagen würde, dass man keinen Bock mehr hat. Auch wenn alle irgendwie die gleichen Fragen stellen, nervt es nicht. Die wollen eben alles über uns erfahren und dann fragen auch schon mal fünf Leute das Gleiche, aber das ist nun gar nicht schlimm." Ein Klassiker ist natürlich die Frage nach dem Bandnamen. Peter: "Aber die stirbt langsam aus. Denn selbst wenn jemand wirklich wissen will, warum wir so heißen, traut er sich nicht, uns das zu fragen, weil er selber weiß, wie doof die Frage ist. Aber wenn dann jemand Sachen fragt, die gar nichts mehr mit der Musik zu tun haben, wenn er unsere Lieblingsfarbe oder unsere Leibspeisen wissen will, dann kann ich das gar nicht mehr nachvollziehen." Vermutlich hofft jeder Interviewer, er hätte die besten Fragen gestellt, ein Interview geführt, das die Band so schnell nicht vergessen wird. Nur die wenigsten schaffen es aber. "Ich versuche mich jetzt mehr dran zu erinnern, als früher", zeigt sich Peter engagiert. "Aber ich bin nicht so gut, was das Merken von Namen oder Gesichtern angeht, da kann man schon mal was vergessen. Man erinnert sich schon an besonders gute Interviews und besonders daneben gegangene. Aus was für Gründen auch immer." - "Doof ist es auch, wenn sich jemand gar nicht auf das Gespräch vorbereitet hat", wirft Thorsten ein. Weniger doof ist es natürlich, dass überall etwas über die Beatsteaks zu lesen ist. Die Promomaschine läuft ausgezeichnet, die Band ist in aller Munde. "Wenn jemand ein Interview mit uns in der Zeitung sieht, dann bringt er es mit", so Peter. Und Thorsten lacht: "Ich habe in letzter Zeit extrem viel Geld für Zeitungen ausgegeben. Und gute Interviews lesen wir dann auch schon bis zu zehn mal. Und ich geh jetzt sogar immer zum Kiosk und frage verschämt, wo denn die Young Miss Brigitte liegt, für die haben Thomas und Peter mal ein Interview gegeben. Das ist mir schon fast etwas unangenehm." - "Es ist ja auch immer interessant, was die Leute aus den Gesprächen machen, wie sie deine Musik verkaufen und was die vermitteln. Schließlich entstehen einige Geschichten am selben Tag, an dem wir uns ja nun nicht wirklich verändern und dann ist es spannend, was aus verschiedenen Blickwinkeln für Geschichten entstehen."
Beatsteaks
Geht man in den Kiosk, findet man die Beatsteaks nicht nur in der Brigitte Young Miss, sondern auch auf den Titelbildern vieler anderer Magazine. Und schaut man in den Videotext stehen die Beatsteaks in den Charts, im Fernsehen läuft ihr fantastischer Clip zu "Hand In Hand". Und auch das mögen der Gitarrist und der Basser. "Wenn man sich selber in den Zeitungen sieht, denke ich immer nur, wie beschissen ich da wieder aussehe. Müssen die denn das Foto nehmen?", lacht Thorsten. "Wenn man aber dann unsere Musik bei Viva oder MTV hört, ist das schon ein tolles Gefühl. Klar, es ist doof, die eigene Musik als ernst zu bezeichnen, aber ich finde es gut, dass es endlich mal wieder ernste Musik in den oberen 20 Rängen gibt." Wie anfangs schon erwähnt, die Beatsteaks sind jetzt Popstars. Aber solche, von denen man sich mehr wünscht. Keine Allüren, keine sichtbaren Macken, noch immer wird kein Laufbursche zum Automaten geschickt. Nein, die Jungs ärgern sich noch persönlich, dass eine Packung Zigaretten jetzt vier Euro kostet. "Wir sind davon soweit weg, wie man nur sein kann", sagt Peter zum Thema Star-Sein. "Es kommt natürlich immer drauf an, was man damit verbindet, aber wir haben so gar nichts damit zu tun mit dem, was heutzutage als Popstar verkauft wird. Aber teilweise reicht es schon, wenn du jemandem nicht extrem freundlich 'Guten Tag' sagst, dass der sagt, du bist abgehoben. Aber da kannst du nichts gegen machen. Wir sind jedenfalls noch alle in einem Bus unterwegs und nicht mit fünf, daher ist also noch alles im Rahmen."

Vor zehn Jahren gründeten sich die Beatsteaks (Thorsten: "Damals war der Grüne Pfeil noch überall und das Ampelmännchen sah auch besser aus!"), damals wusste keiner, wie sich die Sache entwickeln würde. Thorsten: "Kurz vor der 'Living Targets' kam dann so der Punkt, an dem wir alle merkten, dass wir eben die Band haben. Vorher mussten wir alle arbeiten und sahen die Beatsteaks als Hobby." - "Genau, es ging uns darum, CDs aufzunehmen und Konzerte zu spielen", wirft Peter ein. Und Thorsten: "Als dann der Promorummel losging und man sich auch um so viele andere Dinge kümmern musste, war klar, dass wir für einen anderen Job oder das Studium einfach keine Zeit mehr hatten. Es war unser Beruf. Plötzlich ist man nur für einen Tag mal nach Köln zum Fernsehen gefahren, um seine Band zu promoten. Und als einem dann bewusst wurde, dass es die eigene Band ist, um die es geht, dann ist das schon super!"

Weitere Infos:
www.beatsteaks.de
Interview: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigabe / Mathias Frank-
Beatsteaks
Aktueller Tonträger:
Smack Smash
(Epitaph/WEA)




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