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NEW ORDER
 
"Nie zu sehr überrascht"
New Order
Noch lassen uns New Order auf neues Material warten. Derzeit nehmen die ersten wirklich neuen Studiosongs ohne den vor einigen Jahren ausgestiegenen Bassisten Peter Hook langsam Form an, zur Überbrückung der Wartezeit veröffentlichen Bernard Sumner, Stephen Morris, Gillian Gilbert, Phil Cunningham und Tom Chapman den Mitschnitt des letztjährigen Bestival-Open-Airs auf der Isle Of Wight. Die Einnahmen von "Live At Bestival 2012" kommen dabei karikativen Zwecken auf der britischen Insel zugute. Passend zu dieser Veröffentlichung hatte Gaesteliste.de kürzlich die Chance, dem im Jahr 2000 zur Band gestoßenen Gitarristen Phil Cunningham einige kurze Fragen zu stellen.
GL.de: Wie ist es, im Jahre 2013 ein Teil von New Order zu sein?

Phil: Oh, es macht wirklich Spaß! Ich bin ja seit 2000 in der Band und seitdem hatten wir viele Höhen und Tiefen, aber im Moment fühlen sich alle in der Band sehr wohl. Die letzten anderthalb Jahre haben wir ja vor allem auf Tour verbracht und dabei vor allem Festivals gespielt, und jetzt sind alle wieder voll drin. Als Gillian vor anderthalb Jahren wieder zur Band zurückkehrte, wussten wir zunächst nicht, wohin die Reise für uns gehen würde. Die erste Idee war, lediglich zwei Konzerte zu spielen, aber dann gab es eine Kettenreaktion, die letztlich zu einer kompletten Welt-Tournee führte, hat und nun arbeiten wir sogar an neuen Songs.

GL.de: Hat dich die plötzliche Rückkehr von New Order überrascht?

Phil: Oh ja, dass es so gekommen ist, hat mich sehr überrascht, aber inzwischen habe ich auch gelernt, dass man in dieser Band nie zu sehr von irgendwas überrascht sein sollte. Man weiß bei New Order nie, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt (lacht). Genau das macht es interessant!
GL.de: Was du sagst, klingt um einiges entspannter, als das, man das von anderen Bands kennt, die es seit mehr als 30 Jahren gibt. Wie kommt's?

Phil: Wir haben das Glück, dass wir uns alle gut verstehen. Viele andere Bands, die so lange zusammen sind, haben ja schon Probleme damit, zusammen in einem Raum zu sein. Eine Band ist schließlich so etwas wie eine Heirat mit vier, fünf Partnern, und natürlich führt das bisweilen zu Spannungen. Deshalb gehen wir die nächste Platte mit kleinen Schritten an, aber im Moment haben wir einen Lauf, und deshalb schauen wir einfach, wo uns das hinführt. Heute eine Platte mit New Order zu machen, ist natürlich etwas vollkommen anderes als früher. Die technischen Möglichkeiten, die Sounds, die Synths und all das haben sich seit den 80ern schließlich rasant weiterentwickelt. Die Möglichkeiten heute sind ja unglaublich groß - vielleicht sogar zu groß.

GL.de: Der Aufhänger für unser Gepräch ist ja die neue Live-Platte "Live At Bestival". Was gibt für dich den Ausschlag, ob ein Festival gut oder schlecht ist?

Phil: Ich denke, das Wichtigste ist das Wetter. Einen der fürchterlichsten Auftritte in jüngster Zeit hatten wir letztes Jahr ausgerechnet beim Hurricane-Festival bei euch in Deutschland. Gleichzeitig spielte Paul Weller beim Jodrell-Bank-Festival hier in Großbritannien, und die Veranstaltung musste abgebrochen werden, weil das komplette Gelände unter Wasser stand. Unser Auftritt beim Hurricane-Festival ging wie geplant über die Bühne, aber am Ende stand nur noch ein kleines Häufchen Zuschauer vor der Bühne, während alle anderen vor dem Unwetter geflüchtet waren. Es war allerdings schon toll zu sehen, dass die besonders hartgesottenen Fans dem Wetter getrotzt haben! Ich mag die Unberechenbarkeit von Festivals, die Tatsache, dass man nie genau weiß, was einen erwartet.

GL.de: Das scheint ja auch auf New Order im Allgemeinen zuzutreffen. Im Frühjahr hieß es noch, die neuen Songs, an denen ihr gerade arbeitet, sollten voll elektronisch sein, jetzt ist aber plötzlich die Rede davon, auf der kommenden US-Tour viel Joy Division zu spielen und die Gitarren auch in die neuen Aufnahmen einzubinden?

Phil: Tja, wie ich anfangs schon sagte, das ist mal wieder typisch New Order! Wir haben mit den elektronischen Sachen angefangen, aber inzwischen sind wir so weit, dass wir auch wieder Gitarre ins Songwriting mit einbauen wollen. Wir widersprechen uns ständig selbst, aber auch das macht New Order aus!

Weitere Infos:
www.neworderonline.com
Interview: -Simon Mahler-
Foto: -Pressefreigabe-
New Order
Aktueller Tonträger:
Live At Bestival 2012
(Sunday Best/Pias/Rough Trade)




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