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CATS ON TREES
 
Reise hinter die Realität
Cats On Trees
Das Duo-Format hat sich ja in den letzten Jahren durchaus als gängiges Band-Konzept durchgesetzt. Dennoch stellt Cats On Trees, das gemeinsame Projekt von Nina Goern und Yohan Hennequin, eine Besonderheit dar, denn Nina und Yohan arbeiten nicht - wie die meisten ihrer diesbezüglich ausgerichteten Kollegen - mit Gitarren, sondern mit Piano und Gesang, machen Pop Musik und stammen zudem aus Frankreich. Gegründet wurde Cats On Trees dereinst in Toulouse , wo sich Yohan und Nina bereits kurz nach der Schule kennenlernten, bevor sie dann - nach eigenen musikalischen Erfahrungen - 2007 beschlossen, es ein mal gemeinsam zu versuchen. Während sie sich Schritt für Schritt auf die Produktion ihrer ersten CD vorbereiteten, wurden sie gleich mehrfach als hoffnungsvolle Newcomer entdeckt, was ihnen eine positive Presse-Aufmerksamkeit bescherte, so dass das Album, als es in Frankreich dann schließlich erschien, sofort zu einem Chartserfolg führte.
Die erste Single "Sirens Call" mauserte sich zudem zu einem soliden Radio-Hit. Seither sind Yohan und Nina ständig unterwegs - was unter anderem dazu führte, dass die Veröffentlichung des Albums bei uns gleich mehrfach verschoben wurde. Freilich: Was lange währt, wird endlich gut. Cats On Trees bieten abwechslungsreich inszenierten, intelligent und humorvoll aufbereiteten Piano-Pop, der in dieser Konsequenz seines gleichen sucht. Was macht denn Cats On Trees aus? "Nun, vielleicht der Umstand, dass wir alles zusammen machen", meint Yohan Hennequin, "wir machen alles mit beiden Händen. Wir schreiben die Texte zusammen, wir schreiben die Musik zusammen und arbeiten zusammen an den Arrangements. Es war insgesamt eine spannende Reise für uns, unsere Familien, die Leute, die uns unterstützen, das Leben und die Fans. Wir reisen eine Menge, wir lieben das was wir tun, wir treffen dauernd interessante Leute und ich hoffe, die Reise geht immer weiter." Wie kam es zu dem Duo-Projekt? "Nun, Nina und ich trafen uns kurz nach der Schule und hatten zunächst eine andere Band mit zusätzlichen Musikern. Das war eigentlich eine klassische Rockband. Es wurde aber schnell offensichtlich, dass wir uns wie Bruder und Schwester verstehen und etwas gemeinsam machen mussten. Wir fanden nämlich schnell heraus, dass wir gut zusammen arbeiten konnten."
Das hört man dem fertigen Projekt auch durchaus an: Das Album klingt wie eines von Leuten, die das ihr ganzes Leben lang zusammen machen. Es brauchte freilich wohl einige Zeit, das heutige Konzept auszuarbeiten, denn Cats On Trees sind ja schon seit 2007 aktiv. Wie entstehen die einzelnen Tracks heutzutage? "Wir lieben Melodien", erklärt Yohan, "wir nehmen uns viel Zeit, die Songs zu arrangieren und die richtigen Ansätze für einen guten Song zu finden. Manchmal müssen wir dabei einen langen Prozess durchlaufen - auch, wenn der fertige Song am Ende recht einfach klingt. Es ist ein mühevoller Prozess, einen guten Song zu entwickeln. Es gibt dabei keine Regeln. Das Haupt-Ziel ist, uns auszudrücken, so, wie wir sind, und dabei aufrichtig zu sein. Es ist dabei ganz egal, ob Nina oder ich die erste Idee hatten - am Ende arbeiten wir zusammen daran und fügen beide unsere Ideen dazu. 'Sirens Call' z.B sollte eigentlich gar nicht auf dem Album sein, bevor wir ganz gegen Ende die richtige Art fanden, den Song zu spielen. Es kommt dabei darauf an, die Verbindung der Musik zu den Texten zu finden. Am Ende muss alles in die selbe Richtung zeigen, wenn du weißt, was ich meine. Man muss dabei seine eigenen Empfindungen ausdrücken können, auch wenn es z.B. schwierige Emotionen sein mögen, die zugrunde liegen." Am Ende scheint es aber doch so, dass die positiven Aspekte überwiegen, denn die Musik von Cats On Trees birst sozusagen vor positiven Vibes. "Ja, auf gewisse Weise schon - und zwar in dem Sinne, dass wir uns bemühen, in unseren Songs auszudrücken, dass man an seinen Erfahrungen - auch negativen - wachsen kann. Heutzutage ist unser Leben auf vielerlei Art großartig und das möchten wir auch vermitteln, dabei aber gleichzeitig dem Bemühen Ausdruck verleihen, dass wir versuchen, zu wachsen und uns zu verbessern." Das soll nicht heißen, dass die Songs von Cats On Trees in gutgelaunte Schlagermucke umkippen. Eine gewisse Balance - auch mal mit melancholischen Untertönen - ist da durchaus vorhanden. "Natürlich, denn immerhin singen wir ja über das Leben, darüber wer wir sind und was wir tun und da gehört das eben dazu. Man durchlebt ja auch mal schlechte Zeiten, muss aber am Ende nach vorne schauen. In der Tat haben auch wir unsere Fehler und unsere schlechten Erfahrungen. Diese lassen uns aber das, was wir erreicht haben, mehr wertschätzen."
Cats On Trees
Was inspiriert Yohan und Nina musikalisch? "Oh, wir fühlen uns von vielen Dingen inspiriert - der Kunst, dem Leben als solchem, Gemälde, Filme, Soundtracks - eigentlich allem inspiriert, was um uns herum passiert. Ich gebe mein ganzes Geld für CDs aus und entdecke ständig neue Künstler. Man kann die Leute ja durch das, was sie tun kennenlernen. Das versuchen wir auch auf unserem Album zu vermitteln. Und wir arbeiten ständig an neuen Projekten. Zur Zeit überlegen wir zum Beispiel, wie wir unsere Musik mit Bildern in Einklang bringen können. Wir haben noch so viel gemeinsam vor, dass dieses Album für uns nur der Anfang sein kann." Die Musik von Cats On Trees ist ziemlich reichhaltig inszeniert - mit Streichern, Chören und Keyboards. Muss Musik größer als das Leben sein? "Nun vielleicht nicht größer als das Leben. Aber ich mag die Tatsache, dass Künstler in ihrer Arbeit auf emotionale Weise etwas ausdrücken können, das über die sichtbare Realität hinausgeht. Das gilt auch für meine Gemälde, in denen ich mich von den Expressionisten beeinflusst fühle. Kunst ist ein großartiges Medium, um Gefühle auszudrücken und darum soll es auch bei unserer Musik gehen: Gefühle stehen immer an erster Stelle. Gefühle bewegen dich ja auch. Es ist wie eine Art innere Reise, die wir anstoßen müssen." Was ist diesbezüglich die beste Erfahrung, die man als Musiker machen kann? "Sich mit anderen Leuten auszutauschen", antwortet Yohan, "wir legen sehr viel Wert darauf, uns nach den Konzerten mit den Leuten zu treffen und durch diese Bewegungen und das, was sie mit uns teilen, auch weiter zu wachsen. Dass das durch unsere Musik ermöglicht wird, ist natürlich großartig. Es ist ein regelrechter Kreis, in dem wir uns bewegen. Das hilft, unsere Unterschiedlichkeiten auszugleichen und uns einander näher zu kommen." Und was ist die größte Herausforderung dabei? "Das ist sehr einfach", antwortet Yohan, "einen guten Song zu schreiben mit einer guten Melodie und dem richtigen Feeling. Eine gute Balance zwischen Melodie und Inhalt zu finden. Das ist eine nie endende Suche, die dich auch immer wieder zu neuen Taten anstachelt. Man wünscht sich ja immer, dass der nächste Song noch besser werden soll als der letzte. Das ist eine nie endende Geschichte."

Wie geht es musikalisch weiter für Cats On Trees? "Musikalisch werden wir uns so weiterentwickeln, wie wir uns als Menschen weiterentwickeln", meint Yohan. "die neuen Sachen, denen wir ausgesetzt sein werden, was uns inspiriert, was wir mögen und was nicht, neue Dinge - alles inspiriert uns. Wir schreiben gerade an neuem Material und es scheint schwieriger zu sein, als beim letzten Mal. Mit Sicherheit können wir das aber erst sagen, wenn wir fertig sind, denn erst dann machen die Dinge Sinn. Wie gesagt: Es ist eine Art Kreislauf." Momentan touren Cats On Trees in Frankreich und sind damit auch bis zum Ende des Jahres gut beschäftigt. Es bleibt also abzuwarten, wann wir in den Genuss kommen werden. Cats On Trees auch auf unseren Bühnen bewundern zu dürfen.

Weitere Infos:
www.catsontrees.com
www.facebook.com/catsontrees
twitter.com/Catsontrees
instagram.com/catsontrees
soundcloud.com/cats-on-trees
www.youtube.com/user/CatsontreesVideos
Interview: -Ullrich Maurer-
Fotos: -Ana Bloom-
Cats On Trees
Aktueller Tonträger:
Cats On Trees
(Four Music/Sony Music)




Cats On Trees

 
 

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