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DONNAS
 
Kein Kindergeburtstag!
Donnas
The Donnas sind jetzt volljährig. D.h.: "Eigentlich ist's ja nur für's Trinken", erklärt Sängerin Donna Brett Anderson beiläufig den Titel des neuen Albums. Das ist aber für echte Rock'n'Roll-Brats wie die Donnas schon wichtig. Denn jetzt kann man auch völlig legal einen draufmachen. Ansonsten haben die Mädels auch noch ganz andere Sorgen. Auf die Frage, wie sie denn ins Film Business geraten sind, und ob das nun ein neues Standbein sei, antwortet Baß-Donna Maya Ford ganz aufgeregt. "Um Gottes Willen nein, wir sind eine Rockband und keine Filmschauspieler".
Immerhin: In bereits 3 Spielfilmen kann man das Liedgut der Donnas bewundern (Detroit Rock City, Jawbreaker und Drive Me Crazy). Dabei erwarb sich die Band eine gewisse Berühmtheit wegen Ruhestörung. "Ja, das war klasse", schwärmt Brett, "wir hatten unseren eigenen Trailer und eine kleine Party gefeiert und da klopfte Madeleine Kahn bei uns an und meinte, wir sollten leiser sein." Rock'n'Roll und Film scheinen also doch nicht unbedingt zusammenzupassen. "Das ist wirklich nicht unser Ding", ergänzt Brett, "die haben uns auf dem Set einfach nicht ernst genommen. Sogar die Statisten haben uns belächelt." "Und außerdem mögen wir es nicht, stundenlang in der Maske zu warten, bis fremde Leute uns ein Makeup verpassen, daß uns nicht paßt", pflichtet Maya bei. "Die wollten immer, daß wir wie alte Frauen aussehen", schüttelt sich Brett angewiedert, "das gute an der Sache war eigentlich nur, daß wir die Angst vor der Kamera verloren." Sollte man gar nicht meinen, daß so toughe Girls Probleme mit so was haben könnten. Aber immerhin wird deutlich, daß für die Mädels Musik an erster Stelle kommt.
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Ihr neues Album macht eigentlich da weiter, wo die letzten aufgehört haben. Es gibt richtig tollen Scheiß-Rock à la Kiss und Konsorten, mit ordentlicher Power, Witz und Verve präsentiert. Was ist denn jetzt neu? "Der Baß ist lauter", freut sich Maya, "und wir haben einen neuen Produzenten - es klingt einfach besser." "Wir haben zwar unseren eigenen Sound gefunden", führt Brett aus, "aber ohne Produzent klingen wir bestenfalls 'okay'." Nun ja: Wer seit dem zarten Alter von 14 Jahren pausenlos zusammenspielt, sollte ja auch einiges an Routine auf die Beine bringen. Dennoch ist bei einer solchen Musik wie die Donnas sie machen ja weniger Perfektion angesagt, als vielmehr Spaß an der Freude und Energie. Brett bringt es auf den Punkt: "Es ist wichtig, daß die Musik möglichst perfekt klingt, alles andere kann ein wenig schräg sein. Wir haben zum Bespiel diese Background-Chöre, die klingen wie durchgeknallte Cheerleader. Das ist aber ok. Wir wollen schließlich unterhalten." "Ja genau", pflichtet Maya bei, "das schlimmste, was uns passieren könnte, wäre, wenn wir langweilig sind." Da kann man auch mal einen Blick auf die "Profis" riskieren. "Wir schauen uns schon andere Acts an", gesteht Brett, "und da schauen wir uns auch mal das eine oder andere bei Britney & Co. ab." Da wäre man jetzt ja nicht unbedingt drauf gekommen. Es zeigt aber vor allen Dingen eins: Die Donnas sind zunächst und vor allem einmal Fans. Das ist auch eine der Gründe, warum sie überhaupt Musik machen - oder Cover-Versionen: "Wir suchen uns Songs aus, die wir selber über alles lieben, achten aber schon darauf, daß wir und insbesondere Brett die Sachen imitieren können." Imitieren? "Ja, ich werde ja nicht aus einem Hardrocksong eine Ballade machen", erklärt Brett den Prozeß, "es geht ja darum, dem Song eine Referenz zu erweisen. Ich kann z.B. ganz gut Bon Scott nachmachen, während ich z.B. 'Barracuda' von Heart nicht eben drauf habe. Dann lassen wir das halt."
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Bei soviel Anspielungen und Referenzen (wer hat denn schon die Chance, Split-Singles mit Kiss zu machen?) fragt sich natürlich, wer sich denn so was gerne anhört. "Früher waren das eher alte Männer", meint Brett (wobei "alte Männer" im Alter zwischen 14 und 21 schon mal eine relative Bezeichnung ist), "weil wir die Musik gespielt haben, die sie früher gerne hörten. Jetzt ändert sich das aber und es sind immer mehr Mädchen im Publikum." Schön. Die Sache mit der Verehrung durch alte Männer reißt aber nach wie vor nicht ab: Im Internet findet sich z.B. ein Song über "The Drummer Of The Donnas". Das entzückt die Mädels natürlich. Aber zunächst mal wird in Richtung CD-Präsentation und Tour gedacht. "Da werden wir uns was einfallen lassen", meint Maya, "neue Tanzschritte etwa oder Kostüme oder Bühnendekoration. Hauptsache wir sind nicht langweilig". Dem ist nix mehr hinzuzufügen.
Weitere Infos:
www.thedonnas.com
Interview: -Ullrich Maurer-
Fotos: -Ullrich Maurer-
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Aktueller Tonträger:
The Donnas Turn 21
(Epitaph/Connected)


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