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POOR RICH ONES
 
Stay beautiful!
Poor Rich Ones
Norwegen muß mal wieder herhalten, um Musik hervorzubringen, die einem den Atem und gleichzeitig auch den Verstand raubt. Die Poor Rich Ones wissen genau, wie sowas geht: Man schreibe eine unwiderstehliche Melodie, arrangiere diese in ein semi-akustisches Gewand, und lasse die dazu passenden Textzeilen von einem Sänger vortragen, der ein unglaublich lässiges Falsetto beherrscht. Das ganze funktioniert auch live auf der Bühne hervorragend, ganz ohne Playback, Einspielungen aus der Konserve oder sonstigem Schnickschnack. Das bewiesen Sänger William und Bassist Tor neulich beim Instore-Acoustic-Gig im Kölner Normal Plattenladen, wo Gaesteliste.de die beiden vor dem Auftritt zum Interview bat.
"Wir spielen gerne solche Akustik-Shows, machen das vor allem bei Auftritten außerhalb Norwegens - solche Gigs in Plattenläden sind allerdings etwas seltsam, denn die Leute kommen ja hierher, um Tonträger zu kaufen und nicht, um Live-Musik zu hören", kratzt William sich am Kopf. Aufgrund des sehr kurzfristig eingeräumten Termins konnte keine größere Werbung für den Gig gemacht werden, und somit waren dann nur recht wenige Leute anwesend, die aber eine handvoll Poor Rich Ones-Songs geniessen durften. Das - für uns - aktuelle Album "Happy Happy Happy" erschien bereits im letzten Jahr in Norwegen, und daher dürften die Songs schon relativ alt für die Band sein und müßig, jetzt noch darüber zu reden. "Ja, die Songs sind schon recht alt, aber wir spielen sie immer noch sehr gerne. Wir haben natürlich inzwischen Ideen für etwa 20 neue Songs im Kasten, und werden hoffentlich im Sommer mit dem neuen Album beginnen", erläutert William. Kann man denn jetzt schon Änderungen im Stil ausmachen? William: "Ich hoffe, es wird ein wenig anders klingen als bisher, denn immer alles zu wiederholen, macht keinen Sinn und wird auf Dauer langweilig." Tor: "Es wird aber nicht komplett anders werden - die Melodien werden nach wie vor dominieren, und es wird immer noch eindeutig nach Poor Rich Ones klingen." "Happy Happy Happy" hat man mit Mark Trombino aufgenommen, der u.a. soundtechnisch verwantwortlich für ältere Alben von Blink 182 und Jimmy Eat World ist - da war es doch für ihn sicherlich eine Umstellung und vielleicht auch eine Herausforderung, mit einer Band wie Poor Rich Ones zu arbeiten, wo ja größtenteils die leisen Töne vorherrschen. "Ich denke, für ihn war es vor allem interessant, mit einer europäischen Band zu arbeiten, und mal den Unterschied zu den amerikanischen Sachen zu entdecken. Wir haben das Album in Norwegen aufgenommen, und er war von November bis Januar bei uns im Studio, welches er, soweit ich weiß, in dieser Zeit überhaupt nicht verlassen hat, denn es war ihm viel zu kalt draußen und er fürchtete sich vor dem ganze Eis! Er ist ja schließlich nur die Umgebung von Los Angeles gewohnt", witzelt William. "Mal im ernst: Es war großartig, mit ihm zu arbeiten, es war sehr intensiv und wir wollen ihn auf jeden Fall beim neuen Album wieder dabei haben", wirft Tor ein.
Poor Rich Ones
Die Songs werden zu Hause in der gewohnten Umgebung in Norwegen geschrieben, wo vor allem William mehr Zeit für die Songtexte braucht. Zwischendurch ist aber auch noch Zeit übrig, um Songs für Soundtracks oder auch mal eine Cover-Version einzuspielen - so coverten sie für eine Single "Hunting High And Low" von A-ha. "Wir kennen den Song gar nicht, wir haben ihn nur aufgenommen! [allgemeines Gelächter] Wir haben ihn auch nur so zum Spaß aufgenommen, weil wir ihn mögen und es ist wahrscheinlich der beste A-ha-Song. Aber live spielen wir ihn nicht", meint William. Live haben sie bisher nur einen Song aus der Feder eines anderen gespielt, nämlich "She's Gone" von den Tindersticks (zu finden auf der "Bubble Bowling"-EP). Ob sich das in Zukunft ändern wird, kann man schon in den nächsten Tagen nachprüfen, denn die Herren sind auf kleiner Deutschland-Tour. Und die abschließende Frage, wen William und Tor denn gerne auf ihrer Gästeliste sehen würden, steckt direkt auch das musikalischen Umfeld der Poor Rich Ones ab: Michael Stipe von R.E.M. und Simon Gallup von The Cure. Dazu passen würde noch Radiohead. Was für eine wunderbare Mischung.
Weitere Infos:
www.poorrichones.com
Interview: -David Bluhm-
Fotos: -Pressefreigaben-
Poor Rich Ones
Aktueller Tonträger:
Happy Happy Happy
(Rec 90/Cargo)


Poor Rich Ones

 
 

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