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KREZIP
 
Zuwachs
Krezip
Als Teenager haben Krezip aus den Niederlanden bereits ihr Debüt-Album "Nothing Less" aufgenommen, sie konnten damit vor allem in ihrer Heimat einen riesigen Erfolg erzielen, sie haben auch hierzulande viele Anhänger gefunden. In der Zwischenzeit ist viel passiert, und das ist auf die Songs des neuen Albums "Days Like This" deutlich abgefärbt. Herrschten auf dem Debüt noch die recht unbeschwerten Uptempo-Rock-Songs vor, gibt es jetzt eine breitere Palette des Krezip'schen Schaffens zu bestaunen. Neben den typischen Rock-Songs sind nun ausgefeilte Balladen, Pop-Nummern und einfach gute Songs mit Melodie zu hören.
"Wir haben sehr viel in der Zwischenzeit erlebt - Jacqueline schreibt ja die Songs, und für das erste Album hatte sie sehr viele Tracks parat, denn die haben sich natürlich über all die Jahre hinweg angesammelt. Nach der Veröffentlichung unseres Debüt-Albums haben wir viel erlebt, wir waren z.B. in Afrika, das hat Jacqueline zu einem Song inspiriert. Es gab also sehr viel, worüber man schreiben konnte, und das hat sie dann auch getan", berichtet Gitarristin Anne Govaert beim Gaesteliste.de-Interview an einem kalten Wintertag in Köln. Einen allzu großen Druck, einen würdigen Nachfolger für "Nothing Less" abzuliefern, hat die Band nicht verspürt, denn die Stimmung war großartig, man wollte unbedingt wieder in's Studio und neue Dinge ausprobieren - und sich dabei nicht von der Außenwelt großartig reinreden lassen. Auf diese Weise konnten die Songs reifen, sie sind größer angelegt und arrangiert worden, es wurde deutlich mehr Gewicht auf Jacquelines Stimme gelegt - wie auch schon beim Debüt hat Oscar Holleman an den Reglern gedreht, und die Zusammenarbeit hat so gut funktioniert, dass er gleich vier Songs für's neue Album mit Jacqueline zusammen geschrieben hat. Einen großen Masterplan für "Days Like This" hat es nicht gegeben, aber dafür eine etwas andere Herangehensweise als damals. Anne: "Wir hatten eine Art Pre-Produktions-Phase, die etwa drei Monate lang war, und in dieser Zeit haben wir jeden Tag von 11 bis 16 Uhr geprobt und dabei entweder bestehende Songs weiter entwickelt oder neue Sachen getestet. Erst nach diesen drei Monaten sind wir für knapp 11 Wochen in's Studio gegangen, um die Songs 'richtig' aufzunehmen. Dieser ganze Prozess war viel intensiver als beim ersten Album." Ein zusätzlicher Gitarrist hat sich in der Zwischenzeit auch eingefunden. "Thomas ist unser neuer Gitarrist, und er ist eigentlich durch einen Unfall in die Band gekommen. Annelies [Keyboard, Backing Vocals] hatte sich durch das Gitarre-Spielen an der Hand verletzt, und konnte nur noch Keyboard spielen. Wir dachten aber alle, dass wir noch einen zusätzlichen Gitarristen bräuchten, und da wir Thomas schon einige Jahre lang kannten und seine Art zu spielen sehr mochten, haben wir ihn gebeten, bei Krezip einzusteigen - was er dann netterweise auch gemacht hat", erläutert Anne.
Krezip
"You Can Say", der erste Song des neuen Albums, schließt fast nahtlos an den Vorgänger an - eine klasse Uptempo-Nummer, die direkt nach vorne geht. War es von von Anfang an klar, dass dieser Song das Album eröffnen sollte? Anne: "Ja, irgendwie schon, denn es war die erste Single des Albums in Holland, und wir fanden alle, dass es ein guter Startsong wäre. Die richtige Reihenfolge zu finden, ist natürlich schwierig, aber irgendwie schafft es Jacqueline immer wieder, uns alle zu überraschen und präsentiert die perfekte Reihenfolge - auch bei den Live-Shows. Ich könnte das nicht, und wenn ich dann ihre Listen sehe, bin ich immer wieder verblüfft, wie sie das macht." Jacqueline gibt also schon heimlich den Ton in der Band an, aber das sei laut Anne auf natürliche Art und Weise gewachsen, und damit hätten die restlichen Band-Mitglieder überhaupt kein Problem. Dieses gut funktionierende Beisammensein kann nur von Vorteil für eine Band sein, schließlich gibt es Situationen, in denen man ständig aufeinander hockt - so etwas nennt man dann Tournee. Während Krezip in ihrer Heimat noch nach jedem Gig wieder nach Hause fahren, sind sie Mitte November 2001 auf ihre erste "richtige" Tournee durch Deutschland gegangen, also inklusive Bus und allem Drum und Dran. Anne: "Ja, das war schon eine besondere Erfahrung! Man hört ja immer wieder diese Geschichten über dreckige und übelst riechende Tourbusse, und ich kann diese Sachen nur bestätigen! Manchmal sehnt man sich wirklich nach einem Hotel und einer ordentlichen Dusche - vor allem, wenn man diese auf Autobahn-Raststätten mit Truckern teilen muss...aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht, und da wir uns ja schon seit Ewigkeiten kennen, hat es auch keine Probleme gegeben." Dann ist die Band ja schonmal vorgewarnt und gut gerüstet, denn ab Mitte Mai sind sie wieder auf Tour durch Deutschland.
Weitere Infos:
www.krezip-theband.de
www.krezip.com
www.krezipfanclub.com
Interview: -David Bluhm-
Fotos: -Olaf Heine-
Krezip
Aktueller Tonträger:
Days Like This
(WEA)


Krezip

 
 

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