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DEAD MEADOW
 
Wohliger Schüttelfrost
Dead Meadow
Neues Label, neue Platte, und gleich ein kompletter Volltreffer für Dead Meadow aus Washington. In den psychedelischen Sphären der Rockmusik fühlen sich die drei Herren sichtlich wohl. Stoner ohne Doom, lange Instrumental-Passagen - und vieles mehr. Im Jahre 1998 gegründet, haben sie sich zunächst im 70er Jahre Hardrock und 60er Jahre Psychedelic ausgetobt, stetig - vor allem durch intensives Livespielen - weiterentwickelt, haben mit "Dead Meadow" und "Howls From The Hills" zwei Alben vorgelegt, um nun auf einem neuen Label mit "Shivering King And Others" ein Album abzuliefern, das alle o.g. Einflüsse zu einem eigenen Sound vereint und weiter ausbreitet als bisher. Gaesteliste.de sprach mit den drei Autodidakten Jason Simon (guitar, vocals), Steve Kille (bass, sitar) und Neu-Drummer Stephen McCarty.
Die drei Herren mögen es unabhängig zu sein, so ist es dann auch kein besonders großes Wunder, dass sie ihre vorherigen Alben als auch das neue - mit etwas Hilfe von Fugazi-Drummer Brendan Canty - in Eigenregie aufgenommen haben. Trotzdem hat man sich nun entschieden, labeltechnisch zu Matador Records zu wechseln. Jason: "Wir haben ein sehr gutes Gefühl dabei, vor allem deshalb, weil wir jetzt natürlich die Möglichkeit haben, ein größeres Publikum zu erreichen und den Leuten, die uns bisher nicht kannten, die Chance geben können, unsere Musik kennenzulernen." Die Aufnahmen zum neuen Album wurden des Öfteren durch Live-Shows unterbrochen - hat das eher geholfen, einen gesunden Abstand zum Studio-Stress zu halten, oder wurde man dadurch zu sehr vom eigentlichen kreativen Prozess abgehalten? Steve: "Es hat uns sehr geholfen beim Songschreiben, denn bei uns ist es meistens so, dass sich die Songs erst durch die Live-Performance endgültig zu dem entwickeln, was sie dann letztendlich auf dem Album sind. Wir erkennen auf der Bühne ob etwas funktioniert oder nicht, vor allem natürlich anhand der Reaktion des Publikums. So ersparen wir uns viel überflüssige Arbeit im Studio." Das erinnert in gewisser Weise an all die Bands, die einem beim Hören von Dead Meadow in den Sinn kommen - Led Zeppelin, Pink Floyd, Black Sabbath. Dort wurde auch vieles im Live-Kontext gestestet bevor es auf den Tonträger kam. "Shivering..." wurde im bandeigenen Studio aufgenommen, die Herren haben vieles im letzten Moment geändert, sie haben sogar am Tag vor der Abgabe des Materials an das Presswerk nochmal alle Tracks re-mastered. Da scheint also eine gehörige Portion Perfektionismus im Spiel zu sein. Jason: "Wenn du eine Idee für einen Song im Kopf hast, lange bevor du richtig mit dem schreiben anfängst, dann hast du schon eine gewisse Vorstellung davon, wie es letztendlich werden soll. Das ist eigenlich in allen Bereichen so - bei allem, was zur Realität werden soll, geht ein solcher Vorstellungs-Prozess voraus. Natürlich wird man in gewisser Weise Kompromisse eingehen müssen. Trotzdem beginnt man daran zu arbeiten, so lange, bis man es in etwa so hinbekommt, wie man es sich anfänglich vorgestellt hat. Das kann einen natürlich auch mal in den Wahnsinn treiben..." "...aber ich denke, dass das bestens mit unserer Band funktioniert", wirft Steve ein, "Ich habe da schon viele andere - unschöne - Stories von anderen Bands gehört, und ich bin froh, dass wir so etwas nicht durchmachen mussten."
Dead Meadow
Eine kleine Veränderung im Line-Up mussten Dead Meadow im Jahr 2002 durchmachen, als sich Drummer Mark Laughlin aus persönlichen Gründen von der Band verabschiedete und für ihn Stephen McCarty als Ersatz eingesprungen und inzwischen zur festen Größe geworden ist. Inwieweit hat sich denn dieser Personal-Wechsel auf die Musik ausgewirkt? Jason: "Es hat sich schon sehr ausgewirkt, denn wenn man zu dritt seit Ewigkeiten zusammen spielt und dann plötzlich einer weggeht und jemand anderes kommt hinzu, geschehen Veränderungen fast automatisch. Die neuen Songs sind alle mit Stephen entstanden, und selbst die alten Songs klingen jetzt anders. Es ist gut, sich zu verändern, besonders, wenn es so gut funktioniert." Stephen: "Ich kannte die alten Songs schon lange bevor ich zu der Band stieß, denn ich war sehr oft bei den Gigs, so war der Übergang sehr einfach." Konzerte zu geben oder Sessions zu spielen nimmt einen sehr großen Stellenwert bei Dead Meadow ein, was ihnen den Ruf einer hervorragenden Live-Band einbrachte und so war es auch nicht besonders verwunderlich, dass John Peel zur Session einlud - ist es für Bands heutzutage immer noch eine Ehre, in seiner Show spielen zu dürfen? Jason: "Auf jeden Fall! Wir konnten es zuerst gar nicht glauben, denn wenn ich an all die alten Peel Sessions denke, die ich selbst in meiner Plattensammlung habe, dann kann man schon weiche Knie bekommen, wenn man selbst gefragt wird. Wir haben die Einladung natürlich sehr gerne angenommen, und unsere Session war auch etwas Besonderes, denn normalerweise werden sie im Studio in London aufgenommen, wir durften sie aber im Fugazi Proberaum aufnehmen. Das war schon eine große Sache für uns..." Da bleibt der Band für die Zukunft nur zu wünschen, dass weitere großartige Dinge passieren. "Shivering King And Others" wird auf jeden Fall dabei helfen können.
Weitere Infos:
www.deadmeadow.com
www.matadorrecords.com/dead_meadow
Interview: -David Bluhm-
Fotos: -Pressefreigaben-
Dead Meadow
Aktueller Tonträger:
Shivering King And Others
(Matador/Beggars Group/Zomba)


Dead Meadow

 
 

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