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MUSE
 
Das Download Syndrom
Muse
Muse haben sich dazu entschlossen, die neue Single "Stockholm Syndrome" als Internet-Download zu veröffentlichen - gegen eine geringe Gebühr soll man sich den Song herunterladen und ihn auf CD brennen können, dazu gibt es das Cover-Artwork im PDF-Format und noch einen Link, damit man sich das dazugehörige Video ansehen kann. Lohnt der Aufwand wirklich? Die Forum-User - zumindest diejenigen aus Großbritannien - der offiziellen Muse-Website sind jedenfalls teilweise begeistert, teilweise aber auch bitterböse beleidigt, weil der Download nicht funktioniert, oder weil der Song nur als PC-Windows-Media-File vorliegt. Man kann es eben nicht allen recht machen, vor allem nicht im Internet und jeder muss wohl für sich selbst entscheiden, ob man lieber Online- oder Offline-Singles haben möchte. Gaesteliste.de befragte Muse zu diesem Thema.
Als erstes wollten wir von Bassist Chris Wolstenholme wissen, wie denn eigentlich die Plattenfirma reagiert hat, als man ihnen die Entscheidung einer Internet-Veröffentlichung mitgeteilt hat - dort ist man doch sicher überall auf erfreute Geschter gestoßen, oder? "Ja, genau so war es", lacht Chris. "Zuerst war die Sprache davon, zwei Singles vor der Album-Veröffentlichung herauszubringen, aber das wollten wir nicht. Da wir der Meinung sind, dass das Internet inzwischen eine so große Rolle im Leben der Menschen spielt - manche Leute kaufen überhaupt keine CDs mehr, manche schon -, dachten wir uns, dass es wohl eine gute Möglichkeit wäre, den Leuten auf diese Weise etwas zu bieten. Wir wollten ihnen einen Song geben, der ihnen einen guten Eindruck vom Album vermittelt, der aber nicht so verschieden vom gewohnten Muse-Sound ist - davon wird es auf dem Album noch genug geben. Wir wollen die Leute natürlich nicht verschrecken. 'Stockholm Syndrome' ist ein guter Übergang von 'Origin Of Symmetry' nach 'Absolution', dem neuen Album." Was für eine Haltung nimmt denn die Band im Bezug zur ganzen Download-Diskussion ein? Chris: "Es gibt Leute, die gegen das ganze Download-Ding ankämpfen, aber man kann es nicht einfach abschalten. Die Leute - Band in erster Linie - sollten es stattdessen zu ihrem Vorteil nutzen, aber man muss natürlich sehr vorsichtig damit umgehen." Einen Nachteil hat die Online-Single: Wenn man keinen passablen Drucker besitzt, sieht das ausgedruckte Cover eher nach einem schlecht gemachten Bootleg aus. Da macht doch ein fertiges und aufwendig produziertes Booklet einiges mehr her. Chris: "Ja, das Artwork nehmen wir immer sehr ernst, und es ist auch wichtig. Ich denke, dass die CD oder das Vinyl nicht einfach so verschwinden wird, vielleicht wird das Interesse daran nicht mehr ganz so groß sein wie vor 10 Jahren. Aber ist es doch viel schöner, ein Stück Kunst in der Hand halten zu können als einfach nur eine Sounddatei auf dem Computer herumliegen zu haben."
Die Muse-Website besticht stets durch gutes Design und scheint ständig erneuert zu werden. Welchen Anteil hat denn die Band daran? Chris: "Wir kümmern uns viel um die Website. Wir haben inzwischen sechs oder sieben Versionen davon, und wir haben gerade ein neues Design veröffentlicht. Vor 10 Jahren hast du einen Fanclub gehabt, inzwischen wird das mehr und mehr von Diskussions-Foren abgelöst. Das ist auch einfacher für die Band, denn man kann direkter und schneller auf Einträge reagieren. Wir haben in der Vergangenheit versucht, die Site ständig zu aktualisieren, was aber leider nicht immer so einfach war, wenn wir viel auf Tour waren. Jetzt haben wir einen Freund eingestellt, der sich Tag und Nacht um die Site kümmert." Eine weise Entscheidung, denn Muse werden wohl bis Ende des Jahres nur sehr wenig Zeit für ihre Website haben - schließlich steht im September das neue Album auf dem Programm, danach werden sie im Oktober und November auf deutschen Bühnen stehen.

Wer sich ein Stück der neuen Single "Stockholm Syndrome" anhören möchte, sollte diesem Link folgen:
"Stockholm Syndrome"-Prelisten

Und wer das gute Stück direkt kaufen möchte, sollte sich zum Shop begeben:
"Stockholm Syndrome" kaufen

Weitere Infos:
www.muse-official.com
www.musemania.com
www.musefan.de
home.arcor.de/elefun/muse/
Interview: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-





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