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NADA SURF
 
Nachschlag!
Nada Surf
"Kaum eine Band hat in den letzten Jahren den Spagat zwischen emotionalem Tiefgang und College-rockender Härte besser hinbekommen als Nada Surf", schrieben wir an dieser Stelle vor wenigen Wochen zu den beiden aktuellen Live-Releases des amerikanischen Trios, dem Album "Live In Brussels" und der Konzert-DVD "Live Aux Eurockéennes 2003", auf denen sämtliche Highlights der drei bisherigen Nada-Surf-Alben versammelt sind. Die letzte Mai-Woche verbringen Matthew Caws, Daniel Lorca und Ira Elliott - die derzeit auch an ihrem vierten Album werkeln, das hoffentlich noch dieses Jahr erscheint - auf Tour in Deutschland, Österreich und der Schweiz, doch zuvor stand uns Matthew noch Rede und Antwort.
Dass die aktuelle "Tournee" durch Deutschland lediglich zwei Konzerte in Leipzig und München umfasst, habe nichts damit zu tun, dass Nada Surf in anderen Teilen Deutschlands schlechte Erfahrungen gemacht hätten, unterstreicht Matthew. "Unsere letzte Show im Prime Club in Köln war für mich eines der Highlights der Tournee. Es macht uns immer Freude, dort zu spielen, und deshalb werden wir auch so schnell wie möglich zurückkommen!" Die Mai-Konzerte bestreiten die Amerikaner übrigens als Special Guests der Sportfreunde Stiller, die sich wie kleine Kinder auf die gemeinsamen Konzerte freuen. Das bringt uns zu der Frage: Was muss eine Band denn eigentlich mitbringen, damit Nada Surf mit ihr zusammen spielen wollen? "Sie müssen mehr Tickets verkaufen als wir", scherzt Matthew. "Nein, im Ernst: Das Beste an Tourneen mit anderen Bands ist, dass man mit den Leuten rumhängen kann und sie Abend für Abend spielen sehen kann. Wenn man eine Band oft genug sieht, bekommt man fast das Gefühl, dass man mit ihnen zusammen auf der Bühne steht, während sie spielen. Wir freuen uns auf die Tour mit Sportfreunde Stiller. Ich höre übrigens gerade den 'Thonträger', um in die richtige Stimmung für dieses Interview zu kommen. Schön daran, mit Bands aus anderen Ländern zu touren, ist auch, dass man sie zu den Texten ausfragen kann!" Apropos Supportacts: Mit welchen Bands hatten Nada Surf denn besonders viel Spaß auf Tour? "Grundgütiger! Das waren so viele! The Long Winters, Ed Harcourt, Rilo Kiley, Sondre Lerche, Echoboy, Death Cab, es gibt noch viel mehr, und da sind noch nicht einmal die Bands dabei, mit denen wir zusammen auf Festivals gespielt haben. Und wo wir eben bei deutschen Bands waren: Mit Rekord hatten wir vor einigen Jahren auch eine schöne Zeit!"

Um noch einmal auf die neuen Live-Werke zurückzukommen: Als die Show in Brüssel aufgezeichnet wurde, waren Nada Surf schon mehr als ein halbes Jahr auf Tour, um ihr hervorragendes letztes Studio-Album "Let Go" zu promoten. Trotzdem klingen weder die Musiker müde noch die Songs ausgelutscht. Bei "Fruit Fly" zum Beispiel muss Matthew lachen, als spiele er den Song zum ersten Mal. "Ich bin mir nicht ganz sicher, warum wir die Songs nicht leid sind. Die Wahrheit, so abgedroschen sie auch klingt, ist vermutlich, dass wir einfach unglaublich gerne zusammen spielen. Dass wir nur eine so kleine Gruppe von Leuten sind, gibt jedem das Gefühl, etwas Essentielles beizutragen, und das macht das Zusammenspiel so aufregend. Wir verändern die Songs live nicht absichtlich, aber bestimmte Eigenarten schleichen sich von ganz alleine ein. 'Fruit Fly' bringt mich oft zum Lachen, weil die ersten Zeilen reine Tatsachen und so deutlich sind. Vor einem Haufen Leute zu stehen und von Fliegen und dem Take-Out-Essen des letzten Abends zu singen, finde ich immer noch witzig. Ich bemühe mich allerdings, nicht zu lachen!"

Nada Surf
In einem seiner Tagebuch-Einträge auf der offiziellen Nada-Surf-Website beschrieb Matthew vor einigen Monaten, dass er eine Zeit lang wie besessen von einem kurzen Drum-Part in einem Jimi-Hendrix-Stück gewesen sei. Etwas Ähnliches kann nun dem geneigten Nada-Surf-Hörer passieren, wenn er Iras Solo bei "Happy Kid" auf dem Livealbum hört... "Ja, bei dem Part lässt Ira wirklich den Keith Moon in sich von der Leine! Genau genommen können wir bei dem Part alle unsere The-Who-Phantasien ganz gut befriedigen!" Befriedigen ist ein gutes Stichwort für den Song "Popular". Zwar ist die Nummer der größte Hit der Band, trotzdem spielen die drei das Stück heute nur noch selten. "Es stimmt, wir spielen es nicht mehr besonders oft, aber wenn, dann macht es uns sehr viel Spaß. Es ist schon eine lustige Nummer und es macht Freude, sie zu singen, auch wenn es in erster Linie nur Sprechgesang und Geschreie ist. Der Song ist ein bisschen zu 'screamy', um ihn jeden Abend zu spielen! Wir müssen schon in der richtigen Stimmung sein."
Weitere Infos:
www.nadasurf.com
www.nadasurffan.com
Interview: -Simon Mahler-
Fotos: -Eric Mulet-
Nada Surf
Aktueller Tonträger:
Live In Brussels
(Labels/EMI)




Nada Surf

 
 

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