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"Für Freunde des transparenten, No-Nonsense Synthie-Pop ist Client momentan sicherlich die erste Wahl", schreibt Kollege Ullrich Maurer korrekterweise über das zweite Werk von Client, "City". Client, der geneigte Gaesteliste.de-Leser wird sich erinnern, dahinter verbergen sich alte Bekannte: Kate Holmes (Client A; Ex-Technique), Sarah Blackwood (Client B; Ex-Dubstar) und im Hintergrund Andrew Fletcher (Client F; Depeche Mode). 2003 erschien ihr Debüt-Album, konnte damals schon mit dem eingängigen Synthie-Pop und vor allem den mit breitem Working-Class-Akzent vorgetragenen Songtexten überzeugen. Obwohl die Damen scheinbar pausenlos unterwegs waren, fanden sie die Zeit und Muße, neue Songs zu schreiben und "City" auf Andy Fletchers Toast Hawaii-Label zu veröffentlichen.
"Wenn man ein Debüt-Album gemacht hat, ist es irgendwie doch wie ein Experiment. Und wenn man das erstmal hinter sich hat, sollte man nicht Jahre damit verbringen, darüber nachzudenken ein weiteres zu machen, sondern es einfach tun", erläutert Kate die rasche Arbeitsweise. Sarah ergänzt: "Ja, man sollte absolut den Schwung ausnutzen und konsequent weitermachen." - Kate: "Letztes Jahr zu Weihnachten hatten wir Zeit zum Songschreiben, wir haben sehr hart und viel daran gearbeitet." - "Dummerweise hatten wir aber auch gleichzeitig viele DJ-Angebote angenommen, wir hatten also eigentlich gar keine Ruhe, um das Album einzuspielen. Es war ein einziges Hin und Her, und es war eine sehr verwirrende Art, ein Album zu machen", meint Sarah. In der Weihnachtszeit wurden also die meisten Songs geschrieben, Andy Fletcher vorgespielt - der letztendlich auch so etwas wie eine Qualitäts-Kontrolle innehat - und er befand den Großteil für äußerst gut und von dort aus wurde erfolgreich weitergearbeitet. Teilweise hat er im Studio die Regler bedient, den Rest haben Paul Tipler und Anne Carruthers übernommen. Herausgekommen ist dabei ein Sound, der weniger steril und auf eine Art weniger böse klingt als noch auf dem Debüt-Album, es wurde zwar der Client-Sound nicht grundlegend überarbeitet, aber doch auf gewisse Weise adaptiert, es sollte nach Aussage der Damen alles etwas üppiger und ein wenig wärmer klingen. Dazu bediente man sich teilweise eines "richtigen" Schlagzeugers, und man arbeitete mit Streicher-Einsätzen, um die Wirkung noch zu intensivieren. Eine gute Wirkung erzielt mit Sicherheit auch die erste Gesangs-Zeile auf dem Album - im Song "Radio" heißt es direkt zum Einstieg: "Life is cruel and then you die" Sarah: "Tja, das ist schon ein wenig dramatisch so zum Anfang der Platte, aber es ist nunmal die Wahrheit. Das soll jetzt aber nicht absolut traurig und negativ klingen, auf der Platte gibt es zwar jede Menge eher düstere Themen, aber es schimmert immer noch die Hoffnung durch. Übrigens ist mit dem Radio nicht das 'normale' Musik-Radio gemeint, sondern das innere Radio jedes Menschen. Wenn das Leben eher trostlos ist, dann wird auch auf diesem inneren Radio keine Musik gespielt."
Kate schreibt vorzugsweise die Songs zuhause, wo sie ihr eigenes kleines Studio besitzt, während Sarah sich auch durchaus im Hotelzimmer Gedanken über mögliche neue Textzeilen machen kann. Natürlich hält diese eher örtliche Trennung der Kreativität die beiden nicht davon ab, gemeinsam auf offener Straße an Ideen zu arbeiten. "'In It For The Money' ist in Moskau entstanden, als wir auf ein Taxi gewartet hatten", lacht Sarah. "Irgendwie sind wir in's Gespräch gekommen und dabei ist dann sowas wie das Grundkonzept des Songs entstanden." Being Boiled, Clients Stamm-DJ-Event, gibt ihnen die Möglichkeit, neben der ganzen DJ-Tätigkeit auch live zu spielen und neue Sounds und Songs vor Publikum auszutesten. Stellt sich natürlich die Frage, was denn wohl der seltamste Musik-Wunsch gewesen ist. "Wir nehmen keine Wünsche entgegen", antwortet Kate trocken. "Einmal wollte unbedingt jemand die Pet Shop Boys hören - das haben wir ignoriert und er hat uns fortan mit Zitronen-Scheiben beworfen", ergänzt Sarah. "Und wenn wir in Frankreich sind, haben wir eine ganz simple Ausrede: 'We don't speak French!'"
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Wenn man erstmal eine erfolgreiche Platte abgeliefert hat und auch von Musiker-Kollegen anerkannt wurde, kann man sich Gedanken darüber machen, Gäste für eine mögliche Kooperation einzuladen und somit der Musik noch eine weitere Komponente hinzufügen. So ist z.B. Pete Doherty von den Libertines (nunja, momentan ja eher nicht) ist auf dem Track "Down To The Underground" zu hören. "Pete hing irgendwie sehr oft in unserer Nähe herum, eines Tages haben wir ihn angerufen und ihm den Song vorgespielt und innerhalb von zehn Minuten war sein Gesangs-Part im Kasten! Das war großartig, vor allem, weil ich finde, dass die Libertines momentan die besten Songwriter der Welt sind", freut sich Kate. Der Plan, Gäste auf der zweiten Platte zu haben, hatte schon sehr früh festgestanden, mit Pete Doherty und Carl Barat von den Libertines hatten sie schon zwei Hochkaräter am Start, doch einer hatte einen sehr besonderen Stellenwert eingenommen: Martin L. Gore von Depeche Mode. "Wir hatten niemals erwartet, dass Martin mitmachen würde, denn er hat in den letzten 20 Jahren so ziemlich alle Kollaborationen abgelehnt", erzählt Sarah mit leuchtenden Augen. "Andy hatte ihm ein paar unserer neuen Songs geschickt und Martin gefielen sie alle sehr, besonders 'Overdrive' hatte es ihm angetan - also haben wir ihm einen Brief geschrieben und eigentlich in Erwartung einer Absage gefragt, ob er nicht auf dem Track mitsingen wolle. Eines Tages kam dann seine Antwort per Post, inklusive einer CD mit seinem Gesangs-Part!" Positive Überraschungen erlebt man doch immer wieder gerne - so auch im Falle von "City".
Weitere Infos:
www.client-online.net
www.client-online.info
www.clientmusic.com
Interview: -David Bluhm-
Fotos: -DJ Brass-
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Aktueller Tonträger:
City
(Toast Hawaii/Mute/EMI)




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