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THE DRAFT
 
Fast wie Newcomer...
The Draft
The Draft haben mit "In A Million Pieces" ein schlicht großartiges Album aufgenommen und damit vermutlich allen trauernden Hot Water Music-Fans wieder ein glückliches Lächeln geschenkt. Denn so groß der Verlust der Vorgänger-Band auch ist, noch viel größer ist die Freude über The Draft. Bassist Jason Black - einer der drei Ex-HWMler - teilt diese im Interview mit Gaesteliste.de: "Wenn wir mit The Draft im Studio oder auf der Bühne stehen, fühle ich mich wie weggeblasen. Es ist der Wahnsinn!"
Ebensolcher Wahnsinn dürfte die anstehende Tour sein. Denn nicht nur, dass man The Draft nun erstmals auf deutschen Bühnen sehen kann, mit dabei sind auch noch Samiam und gerade wenn man sich deren aktuelles Album anhört, sollte der ein oder andere bei der Bekanntmachung vor Freude einige verrückte Dinge getan haben. Wenn Jason und seine Jungs nun aber auf der Bühne stehen, wird es keine Hot Water Music-Songs geben, die Band stellte das im Vorfeld schon klar. Doch das liegt nicht daran, dass man sich im Streit aufgelöst hat. Hat man nämlich nicht. "Inzwischen denke ich nicht mehr so oft über die Sache nach", blickt Jason noch mal zurück. "Natürlich werde ich manchmal etwas sauer, aber an sich bin ich nur glücklich, dass die Band würdevoll beendet wurde und es kein böses Blut zwischen den einzelnen Musikern gibt. Weißt du, ungeachtet, wie es genau passiert ist, denke ich schon, dass es Zeit für das Ende der Band war. Wir haben alles gemacht, was wir mit Hot Water Music hätten tun können." Beim letzten Album "The New What Next" schien die Welt noch eine andere. Chris Wollard erzählte im Gespräch mit Gaesteliste.de, wie glücklich man im Hause HWM doch sei: "Die Band ist unser Leben und wir hängen trotz der vielen gemeinsamen Zeit, in der wir für HWM arbeiten, noch gerne gemeinsam ab. Wir können uns nicht vorstellen, damit aufzuhören. Warum auch? Wir haben so viel Spaß zusammen." Darauf angesprochen muss Jason lachen: "Nun, Dinge ändern sich, Menschen ändern ihre Meinungen und niemand war mehr glücklich, nachdem du mit Chris gesprochen hast." Jetzt sind sie es wieder, Jason hegt offensichtlich keinen Groll (mehr) gegen seinen ehemaligen Sänger, der sich nun vermehrt seinem Job und seiner Familie widmen möchte, aber trotzdem weiter musiziert. "Ich habe seine Sachen noch nicht gehört", sagt Jason. "Aber ich bin mir sicher, dass sie großartig sind."
Anstelle von Chuck ist nun Gitarrist Todd Rockhill dabei und man könnte meinen, dass es für ihn als einzigen nicht Ex-HWMler schon etwas seltsam, wenn nicht sogar schwer sein müsste. "Ich weiß nicht genau", grübelt Jason. "Sicherlich ist es manchmal schon etwas seltsam, aber wir sind schon so lange mit Todd befreundet, dass es eigentlich kaum Probleme gibt." Seltsam dürften sich auch die anderen manchmal fühlen. Denn nun sind sie ja wieder wirkliche Newcomer, die gerade ihr Debüt veröffentlicht haben. "Das fühlt sich großartig an!", ist sich Jason dieser Tatsache durchaus bewusst. "Es ist schön, völlig neue Songs zu spielen und völlig andere Erfahrungen zu sammeln. Nach zwölf Jahren genießen wir das sehr und freuen uns auf das neue Leben, das uns nun erwartet." Gänzlich neu ist es aber natürlich nicht. The Draft haben aufgrund ihrer Vergangenheit einen großen Vorsprung und mussten natütlich nicht mühsam auf Label-Suche oder ähnliches gehen. Denn sie kennen bereits die richtigen und wichtigen Leute und veröffentlichen auf Epitaph. "Sicher haben wir darüber diskutiert, aber es war dann doch eine Bauch-Entscheidung, wieder mit ihnen zu arbeiten. Wir sind mit Brett und vielen Leuten von Epitaph befreundet und sind daher glücklich, wieder zu Hause zu sein."
The Draft
Eitel Sonnenschein also im Hause The Draft und trotzdem ist die Vergangenheit, der ehemalige Kollege und Hot Water Music nicht nur in diesem Interview ständig präsent. Zwar könnte man meinen, dass auch Songs wie "New Eyes Open", "Not What I Wanna Do", "Alive Or Dead" oder "The Tide Is Out"? von der Trennung halten, doch Jason bringt Licht ins Dunkel. "Zwar handelt 'The Tide is Out' tatsächlich ein wenig vom Split, aber sonst interpretierst du zu viel in die Songtitel hinein. Keiner handelt von diesem Thema. Uns haben stattdessen die gleichen Sachen wie schon früher inspiriert. Nämlich all das, was man mitbekommt, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht. All die Dinge eben, die um uns herum passieren." Auch hinter dem Titel "In A Million Pieces" versteckt sich keine geheime Botschaft. Der ist dem Song "Alive Or Dead" entnommen. "Wir brauchten einfach einen Titel", plaudert Jason. "Und der erschien uns auf dem Cover gut auszusehen und klang catchy. Also haben wir ihn genommen." Vorher aber mussten natürlich die Songs geschrieben werden und die wurden zum Teil schon vor recht langer Zeit geschrieben. Als Todd dann dazu stieß, wurde weiter an ihnen gefeilt. "Es gab keine Vision, wie sie genau zu klingen haben", erinnert sich Jason. "Jedenfalls was meine Parts betrifft. Erst als wir dann immer mehr Songs zusammen hatten und es darum ging, das Ganze fertig zu stellen, bekamen wir einen Eindruck, wie es am Ende wohl klingen würde. Wir haben dann - zusammen mit Todd - daran gearbeitet und die Aufnahmen vorbereitet. Und mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Auch wenn das Album sicher ein paar ernstere Töne hat, macht es großen Spaß, es zu hören und ist meiner Meinung nach ein unterhaltsames Album. Daher hoffen wir, dass die Leute beim Hören eine verdammt gute Zeit haben." Und wo sollen sie diese haben? "Da wir die beste Rockband der Welt sind, natürlich überall!" Pause. Lachen. "Ich denke, es ist eine gute Platte zum Autofahren." Nicht nur dafür...
Weitere Infos:
www.thedraftband.com
www.myspace.com/thedraftmusic
Interview: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigaben-
The Draft
Aktueller Tonträger:
In A Million Pieces
(Epitaph/SPV)




The Draft

 
 

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