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15 Jahre Sport und die Band ist nicht müde. Sondern wird immer besser und besser und besser und legt mit "Aus der Asche, aus dem Staub" ein wahnsinnig gutes Album vor. Das schrieben wir in unserer Rezension, das schreiben wir jetzt noch mal. Denn das Album hat den Langzeit-Test mühelos bestanden und gefällt noch immer. Fast sogar ein bisschen besser und wenn das jetzt kein Kompliment ist. Aber verdient ist verdient - und nötig ist nötig. Sprung. Neues Thema. Tour. Sport sind ab dem 22. März 2012 unterwegs und wir haben bei Felix Müller mal nachgefragt. Nach der Tour, nach der Platte, nach der neuen Besetzung.
Mit welchen Erwartungen geht ihr auf die kommende Tour?

Wie wahrscheinlich jede Band hoffen wir, dass die Konzerte möglichst voll werden und alle Beteiligten die Abende ihres Lebens haben.

Wie haben sich die Erwartungen und Gefühle vor einer Tour in den vergangenen 15 Jahren geändert?

Gar nicht so sehr. Das ist doch erstmal immer wieder der große Pfadfinderausflug, wenn es losgeht. Vielleicht lernt man, dass man nicht jeden Abend bis zum Morgengrauen feiern muss. Vielleicht aber auch nicht...

Was ist schöner: Vor einer Tour anzufangen oder nach einer Tour endlich wieder nach Hause zu kommen?

Ist beides wichtig. Das eine ist eben der Aufbruch ins große Abenteuer, wohingegen das andere eher die Verheißung von Erholung und Wiederherstellung darstellt.

Ist man nach der Zeit tatsächlich noch nervös oder weiß man einfach, wie es geht und was man zu tun hat?

Man weiß zwar schon, was man zu tun hat. Und im Laufe einer Tour kommt man natürlich auch immer besser rein. Das heißt aber noch lange nicht, dass es nicht trotzdem kribbelt und flirrt! Vielleicht erwischt einen die Nervosität mit der Zeit etwas weniger körperlich.

Was macht ein gutes Sport-Konzert zu einem guten Sport-Konzert und was darf denn bitte mal gar nicht passieren?

Gut ist sicherlich, wenn wir merken, dass wir und das Publikum gemeinsam bei der Sache sind. Wenn während des Konzertes wenig gelabert wird zum Beispiel. Besonders toll natürlich auch immer: Wenn die Leute tanzen! Auf der neuen Platte sind ja ein paar flottere Stücke, die bieten sich dazu ja an. Worauf man bei Konzerten sicherlich immer verzichten kann, ist streikende Technik, reißende Saiten und Felle etc. Aber das ist wohl leider auf Dauer nicht zu vermeiden.

15 Jahre - an wie viele Shows erinnert ihr euch noch? Wie viele waren es wohl insgesamt, welche war die beste, die schlechteste - und wie und wo und wann war denn die erste Sport-Show ever?

Es werden wohl so um die 100 Konzerte gewesen sein, denke ich. Bei mir verschwimmt da - gerade auf Tour - allerdings immer einiges, da man außerhalb der Clubs immer wenig von den Städten mitbekommt, in denen man spielt. Man wartet sehr viel in geschlossenen Räumen. Im Tourbus, im Club. Dadurch sind die Auftritte in der Wahrnehmung oft sehr wenig in einer bestimmten Stadt verankert. Der erste Auftritt war am 8. Oktober 1995. Wir waren Vorband bei einer Band namens Camping. Innerhalb von einer Woche hatten wir gleich drei Konzerte. Für uns damals: Gefühlter Raketenstart.

Welches sind denn so die tollsten Clubs in Deutschland - und warum?

Generell ist es natürlich immer schön, in einen Club zu kommen, an den man schon gute Erinnerungen hat, in dem man Leute wieder trifft, zu dem Freunde und Bekannte kommen. Auf das Druckluft in Oberhausen freuen wir uns daher z.B. wieder besonders. Auf dieser Tour werden wir ansonsten allerdings größtenteils in Clubs spielen, in denen wir vorher noch nicht waren. Was natürlich auch immer spannend ist!

Von was träumt ihr so, wenn ihr das Wort "Konzert" hört? Was möchtet ihr unbedingt mal machen?

Der klassische Traum geht natürlich so, wie man es auf alten Live-Platten immer so schön hören kann: Der Saal trampelt schon vor Konzertbeginn im Takt, ein Ansager sagt die Band an, und während die die Bühne betritt, geht alles andere in frenetischem Jubel unter. Das haben wir in unserem Song "Wie Ameisen" von unserer Platte "Aufstieg und Fall der Gruppe Sport" auch schon beschrieben und nachgestellt. Wir haben uns aber damit abgefunden, dass wir wohl keine Superstars mehr werden und können auch ohne das leben.

Wenn ihr Kollegen wie Thees Uhlmann, Bosse, Jupiter Jones oder vielleicht auch Casper und ihre Erfolge so seht - denkt man da "Ach Mensch, das wäre was, das möchten wir auch" oder interessiert euch das eher weniger?

Klar ist man da nicht frei von! Was gäbe es besseres, als wenn man von dem, was man gerne macht, auch noch ganz okay leben kann? Und natürlich hofft man mit jeder neuen Platte auch immer wieder ein bisschen: Vielleicht geht's diesmal ja ein Stück weiter.

Wie schaut man überhaupt auf andere? Schaut man sich nach den Jahren noch was ab?

Ich würde nicht "abschauen" sagen. Ich denke, dass bei uns musikalische Einflüsse eher unbewusst geschehen. Wir sind sicher nicht die Band, die immer schaut, was der nächste Trend ist und wie man auf welcher Welle am besten mitreiten kann. Aber natürlich prägen uns tolle Platten, tolle Konzerte auch und üben ihren Einfluss aus. Ich fände es auch langweilig, wenn man immer weiter bei seinen alten Stiefeln bleiben müsste. Von daher gibt es natürlich nichts Besseres, als wenn andere Bands tolle Platten raus bringen oder man umwerfende Konzerte sieht!

Was gibt es auf der kommenden Tour? Hauptsächlich neue Lieder, einen bunten Querschnitt, famose Überraschungen?

Die Setlist wird wohl in etwa zur Hälfte aus neuen Liedern bestehen. Ein Lied, das wir lange nicht live gespielt haben, aber jetzt mal wieder ins Programm nehmen wollen, ist "Morgen sind wir raus".

Wie machen sich die neuen Lieder denn so live? Gibt es schon Favoriten für die Bühne oder vielleicht auch Lieder, die überraschender Weise live doch nicht so funktionieren?

Bislang haben wir von der neuen Platte lediglich drei Lieder gespielt: "Sattelt die Hühner, wir reiten nach El Paso", "Wer führt dein Leben" und "Dünnes Eis". Alles Treffer!

Was fühlt ihr, wenn ihr die neue Platte hört?

Im Moment eine Erleichterung, dass endlich alles geschafft und die Platte draußen ist! Hier und da auch den Gedanken: Dies und jenes hätte man vielleicht auch etwas anders machen können. Wohl höchste Zeit also, um erstmal etwas Abstand zu nehmen.

Warum muss man "Aus der Asche, aus dem Staub" unbedingt im Schrank stehen haben? Und andersrum: Wer sollte hier zwingend die Hände von lassen?

Man muss sie nicht im Schrank stehen haben. Ich persönlich bevorzuge den Plattenteller.

Wie schreibt ihr Lieder, wer macht was und wer darf was niemals tun?

Ursprünglich war vor dieser Platte die Idee, die Songs mehr gemeinsam im Proberaum zu entwickeln, als wir es bisher gemacht haben. Dann kam mir allerdings ein Umzug nach Berlin dazwischen, sodass das regelmäßige Proben erstmal auf Eis gelegt war. Folglich habe ich die Stücke im Wesentlichen allein entwickelt und eine Vorproduktion gemacht, die wir dann später in verschiedenen Studios und Proberäumen umgesetzt haben.

Was war - außer natürlich sein Talent, sein Können und sein Charme - der Grund, warum ihr euch mit Jan-Eike Michaelis verstärkt habt?

Wir hatten schon auf früheren Platten häufig zweite Gitarren, Keyboards und andere Extras, die unsere tatsächliche Besetzung übersteigen. Nach der letzten Platte "Unter den Wolken" waren wir dann soweit, dass wir diese Extras beim Live-Spielen nicht mehr einfach weglassen wollten und suchten uns also jemanden, der das bei uns übernehmen könnte. Jan-Eike kannten wir von seiner früheren Band Saboteur, bei der er zu dem Zeitpunkt gerade ausgestiegen war. Das passte uns natürlich perfekt!

Weitere Infos:
www.diegruppesport.de
www.facebook.com/diegruppesport
www.myspace.com/diegruppesport
de.wikipedia.org/wiki/Sport_(Band)
Interview: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-
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Aktueller Tonträger:
Aus der Asche, aus dem Staub
(Strange Ways/Indigo)




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