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Kein Aprilscherz
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Es ist der erste April, Ostermontag. Der Frühling ist da. Und A! Die hatten mit "I Like Lake Tahoe" und "Old Folks" vor zwei Jahren so etwas wie zwei kleine Hits und konnten sich durch beständiges Touren (unter anderem mit der Bloodhound Gang) einen Ruf als äußerst spaßige Liveband erspielen. Heute starteten sie in Hamburg ihre Deutschland-Tour zum aktuellen Album "Hi-Fi Serious", nachdem sie am Abend zuvor zusammen mit so illustren Künstlern wie Heather Nova und der Jon Spencer Blues Explosion auf der Osterrocknacht spielten. "Es war echt klasse", verrät Gitarrist Mark Chapman im Gaesteliste.de-Interview. "Alleine Jimmy Eat World waren es wert. An amazing band!" Die Gaesteliste.de-redaktionsinternen Lieblinge Sportfreunde Stiller hat Mark jedoch verpaßt. "Ja, leider, wir hatten Interview- und Fotoshooting-Termine. Aber mir wurde erzählt, sie seien echt gut gewesen." Deutsche Bands scheinen nicht die Spezialität von Mark zu sein. "Nein, sorry, ich kenne kaum deutsche Bands. Aber wir werden bald ein paar Konzerte mit den Toten Hosen spielen. Und ich habe mir sagen lassen, daß die bei euch mächtig groß sind. Es wird bestimmt aufregend, vor so vielen Leuten zu spielen. Und ich freue mich auf Vom, den englischen Drummer der Hosen. Wir sind gut befreundet, haben schon einige Parties gefeiert und werden unser Wiedersehen bestimmt das ein oder andere Mal begiessen."
A sind, nein, überlassen wir Mark die Vorstellung: "A sind fünf Mann. Außer mir sind noch Sänger Jason Perry, Bassist Dan Carter, Drummer Adam Perry und Keyboarder Giles Perry dabei. Die drei Perrys sind Brüder. Uns gibt es sechs Jahre und wir haben jetzt unser drittes Album gemacht. Klar, das sagen alle Bands, aber 'Hi-Fi-Serious' ist sicher unser bestes!" Der Erfolg scheint Mark recht zu geben. Die erste Single-Auskopplung "Nothing" stieg bis auf Platz neun der englischen Charts ein. "Wir hatten gehofft, vielleicht die Top 20 zu erreichen. Aber Top 10, das ist einfach fantastisch", freut sich Mark. Das A-Konzept blieb das gleiche. Spaßiger, einfacher Power-Punk-Pop, der weder schwierig noch schwer zugänglich ist. Auch aus diesem Grund haftet den fünf Jungs von der Insel das Fun-Band-Image an. "Klar, das ist ja auch was Wahres dran. Wir wollen nun mal einfach Spaß haben und die Leute unterhalten. Für sperrige, intellektuelle Musik sind andere zuständig. Das bedeutet aber nicht, daß wir unseren Job nicht ernst nehmen. Wenn wir jeden Tag nur Parties feiern würden und nebenbei ein paar Songs schreiben, hätten wir es nie zu dem gebracht, was wir heute sind. Wir arbeiten hart, doch vergessen wir eben nicht das Vergnügen", so Mark.
Das bewiesen sie auch beim Konzert im gut gefüllten Schlachthof. Dienen die Songs auf Platte noch eher als sanfte Untermalung eines netten Abends, kommen sie auf der Bühne um einiges kräftiger, punkiger daher. Dazu kommt der ganz offensichtliche Spaß, den das Quintett auf der Bühne verbreitet, der innerhalb weniger Akkorde auf das Publikum überspringt. Die Leute tanzten, surften und sprangen. "Ich habe kein Problem mit Stagediving. Es ist doch witzig anzusehen." Doch was ist, wenn sich fünf Musiker mit 15 Fans die Bühne teilen müssen? "Oh ja, da hofft man schon mal, daß die schnell wieder verschwinden", lacht Mark. "Aber das kommt zum Glück selten vor." Heute war es zur Freude aller nicht so schlimm, lediglich beim anfangs erwähnten "I Lake Lake Tahoe", als der komplette Schlachthof in Spring-Laune verfiel, wurde es dann doch etwas voller auf der Bühne.

So voll, wie es auf einer Madonna- oder Jennifer Lopez-Bühne - mal abgesehen von der Armada an Tänzern - nie werden wird. Doch es wäre nicht verwunderlich, wenn Mark bei einem Konzert genau dieser Ladies in der ersten Reihe stehen würde. "Die machen klasse Popmusik, die ich mir wunderbar anhören kann. Aufgewachsen bin ich allerdings mit dem guten alten Heavy Metal. Als ich die erste Van Halen-Scheibe hörte, war es um mich geschehen. Schnell entdeckte ich dann auch Bands wie Led Zeppelin oder Deep Purple. Zwar mag ich auch diese neue Rock-Welle, Strokes, White Stripes und so. Aber ich glaube nicht, daß ich mir zum Beispiel die Stripes länger als 30 Minuten auf der Bühne anschauen könnte."

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Dann doch lieber ein schönes Bier trinken und sich ganz in Ruhe die Spiele vom englischen Premier League-Team Ipswich Town anschauen. "Ja, ich bin schon ein Fan, aber laß uns nicht über Fußball reden." Kein Wunder, Ipswich steht zum Zeitpunkt des Interviews auf einem Abstiegsplatz. Aber einen Tip für die Fußball-WM wird er doch trotzdem noch haben: "Ich glaube zwar, daß Frankreich seinen Titel verteidigen wird, aber man weiß ja nie, auch England hat ein gutes Team. Ich würde mir gern so viele Spiele wie möglich anschauen, aber zu der Zeit sind wir glaube ich gerade in den Staaten auf Tour." Der normale Mensch würde sich dann natürlich im Internet über aktuelle Ergebnisse informieren. Nicht so Mark: "Ich besitze keinen Computer. Ich kann ihn mir einfach nicht leisten." Grinsen auf beiden Seiten des Aufnahmegeräts. "Nein, keine Ahnung, frag nicht warum. Aber ich werde mir wohl bald einen zulegen. So eine Kiste ist schon ganz praktisch."
Weitere Infos:
www.a-communication.de
www.a-communication.com
Interview: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigabe / Mathias Frank-
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Aktueller Tonträger:
Hi-Fi Serious
(London Records/Eastwest)


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