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ORANGE
 
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Orange
Ja, die vier Jungs von Orange sehen scheiße aus. Muss man nicht drum herum reden. Aufgetakelt, geschminkt, grelle Outfits und wirre Frisuren. Aber sie sind erst 17 und daher dürfen die das irgendwie. Erst recht, wenn sie so ein tolles Debüt wie "Welcome To The World Of..." gemacht haben. Die Jungs werden was. Und das sagen und denken nicht nur wir, sondern auch Tim Armstrong. Der ist Sänger und Gitarrist von Rancid und Boss vom Epitaph-Sublabel Hellcat und hat die vier Orangen unter Vertrag genommen.
"Ich fühle mich einfach unglaublich gut, es ist aufregend und ich spüre gerade eine Menge verschiedener Emotionen in mir", sagt Joe Denman zu seiner aktuellen Gefühlslage. Und der Kopf von Orange hat ganz genaue Ziele: "Ich hoffe einfach, dass die Leute das Album mögen und wir vielleicht andere Leute zum Musikmachen inspirieren. Weißt du, wir sind 17 und haben ein Album draußen, das können andere doch auch. Es ist ein Album, das Hoffnung machen, den Leuten eine gute Zeit und den Rock N Roll näher bringen soll." Das wird es. Denn die Scheibe ist nicht nur gut, sie ist sehr gut. Und sie ist großer Punkrock. Natürlich standen Rancid deutlich Pate, der Sound ähnelt den Superstars schon sehr gewaltig. Doch Orange kombinieren das Ganze mit wundervollen Harmonien, feinstem Melody-Punk und einer Prise Pop und wirken dadurch nicht ganz so ruppig. Doch sie schaffen stets den Spagat zwischen milder Eingängigkeit und schroffer Rotz-Attitüde und könnten dadurch Freunden von eben Rancid, aber auch von Green Day gefallen. "Ich bin mit modernem Zeug wie Blink 182 oder Green Day und so aufgewachsen, aber mein Vater ist ein alter Punk und er hat mich auch zum alten, englischen Punkrock gebracht. Und außerdem mag ich Pop [als drittbesten Popsong aller Zeiten nennt Joe übrigens 'Pieces Of Me' von Ashlee Simpson...] und es war nur natürlich, dass ich das kombiniere. Ich kann aber nicht planen, wie sich meine Song am Ende anhören werden."
Joe spricht im Gespräch mit Gaesteliste.de häufig von "meinem" Album und "meinen" Songs. Und so ist es ja irgendwie auch. Er singt, er spielt Bass, er hat alle Songs geschrieben und für die Produktion war er auch verantwortlich. "Ja, ich mache schon alles", lacht er. Gar nicht schüchtern, gar nicht wie ein Teenager. "Ich habe die Demos zuhause alleine an meinem Computer geschrieben, aber es ist schon unsere CD, das klingt besser." Mit "uns" meint er sich und seine drei Kumpanen "King" Jack Berglund (Gitarre und optisch ein potentielles The Darkness-Mitglied), Zak Glosserman (Schlagzeug & Percussion und optisch ein kleiner Jack Osbourne) und Mike Valentine (Gitarre und optisch ein naiver Sid Vicious). Angefangen haben sie als typische Teenager-Band, die in der heimischen Garage Green Day und Weezer gecovert haben. "Dann habe ich angefangen, die Demos zu produzieren und wir haben viel geprobt und die Dinge nahmen ihren Lauf." Bis dahin eine ganz normale Geschichte. Doch dann trat Tim Armstrong auf den Plan. "Wir haben das Demo eigentlich nur gemacht, um den Leuten zu zeigen, dass wir wirklich eine Band haben und die Leute uns das auch glauben. Was aber passierte war, dass sogar einige Major-Labels auf uns aufmerksam wurden. Und ein Freund von uns gab auch Tim Armstrong ein Demo, der es sehr mochte und unserem Kumpel sagte, wir sollen ja nirgends unterschreiben, weil er großes Interesse an uns hätte. Kurze Zeit später kam er zu einer unserer Shows und brachte gleich eine Menge Hellcat-Leute mit. Und dann bot er uns einen Vertrag über drei Alben an." Der Lottogewinn war damit perfekt. Drei Alben für eine so junge Band, dann noch auf einem so renommierten Label (Orange sind jetzt Labelmates von Lars Frederiksen And The Bastards, Roger Miret And The Disaster, der Tiger Army und vielen mehr), besser kann es kaum laufen. "Oh ja, ich bin auch wirklich sehr, sehr dankbar für dieses Vertrauen und diese Chance", ist Joe begeistert.
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Und begeistert müssen auch die Hellcat-Herren von den Produktions-Fähigkeiten der Band gewesen sein. Denn wirklich mitgearbeitet hat keiner vom Label. "Wir haben das Album von unserem Geld bezahlt und schon vor dem Deal aufgenommen. Später hat uns Epitaph das Geld lediglich zurückgegeben, aber nichts mehr an der Produktion geändert", erinnert sich Joe. "Das ist schon toll." Und toll stellt man sich auch das Leben der vier jungen Herren vor. "Ich habe zwar immer noch das Leben eines 17-Jährigen, erlebe aber auch Dinge, die andere Kids in meinem Alter nicht und viele auch niemals erleben. Und natürlich hat sich mein Leben massiv geändert. Die Leute nehmen mich anders war, ich habe viel mehr Möglichkeiten, aber natürlich mehr Verantwortung. Ich habe einen Plattendeal!" Joe ist ein netter Typ. Manchmal etwas cool, aber das ist okay. Er lacht viel, er erzählt gerne und er hört zu. Auch wenn es - wie sicher häufig - um das Alter der Band geht. "Ach, das Thema ist doch okay. Es ist ja auch was Besonderes, dass wir erst 17 sind. Ich sehe das als Vorteil, weil wir einfach auffallen. Weißt du, wenn einige Leute die Platte nur hören, weil wir so jung sind, ist das doch okay. Schließlich hören sie uns dann und entdecken die Songs. Und vielleicht mögen sie uns dann ja sogar. Was soll daran also schlimm sein?"
Weitere Infos:
www.orange-band.com
Interview: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigaben-
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Aktueller Tonträger:
Welcome To The World Of...
(Hellcat/SPV)




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