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THE PROSECUTION
The Prosecution
Ganz ehrlich? Man konnte ein klein bisschen Sorge haben, wie das neue Album von The Prosecution wohl so werden wird. Denn bei aller Klasse der beiden vorab veröffentlichten Songs, sowohl "Where We Belong" als auch "My Silent Phone And Me" gehören doch eher der sanfteren Version des Ska-Punks an. Klingt jetzt das ganze Album so? Antwort: Nein. Gar nicht. Also nicht nur. Aber es klingt nur: Mal wieder überragend gut. Es gibt Songs mit massig Tempo, mit unglaublicher Kraft und mit großer Klasse. Songs wie das grandiose "The State Of Hate" oder das wackel-wippende "Waiting For You". Ein wahnsinnig gutes Album.

Bis Ende des Jahres sind The Prosecution damit nahezu komplett auf Tour. Wie hält man das durch und wie motiviert man sich jeden Abend auf's Neue? Simon, Sänger, antwortet uns: "Viel Selbstkontrolle. Früher sind wir nach jedem Gig noch in die Kneipe gegangen, die am längsten offen hatte. Unmöglich, wenn du am nächsten Tag fit sein willst. Zum einen kannst du die Leistung nicht mehr erbringen und zum anderen, macht das auch keinen Spaß, wenn du verkatert auf der Bühne stehst und dein Kreislauf im Eimer ist. Aber da braucht es eigentlich nicht viel Motivation. Man freut sich auf die Bühne und darauf die Plattform zu haben, seine Songs spielen zu können."

Und was ist das Beste daran, mit The Prosecution unterwegs zu sein? Und was ist das Schlimmste? Simon: "Das Beste daran ist, dass man unglaublich viele Menschen kennenlernt. Über die Jahre konnte man viele neue Freundschaften schließen, zu denen man auch privat Kontakt hat und hält. Aber auch die Situation, dass man nicht weiß, wo man letztendlich hinfährt, wie die Stimmung ist, wer dort sein wird, ist immer sehr spannend. Das Schlimmste sind definitiv die langen Fahrten. Man verbringt einen viel größeren Teil auf der Autobahn als auf der Bühne. Dann ist man auch mal gereizt und schlecht drauf." Zeit für unsere zehn Fragen.


1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Ich tu mich mit dem Begriff "gute Musik" etwas schwer. Ich würde niemals von "schlechter" und "guter" Musik sprechen. Klar ist, dass Musik für jeden etwas sehr Persönliches ist und sein sollte. Sie spricht sehr oft Emotionen an. Ob das jetzt die besoffenen deutschen Urlauber in Mallorca sind oder die Leute, die sich nach dem Schulabschluss Blink 182 anhören. Für mich allerdings muss gute Musik Lyrics beinhalten, die mich emotional ansprechen und mit denen ich mich identifizieren kann. Folglich finde ich Musik mit sexistischen, rassistischen und faschistischen Inhalten scheiße.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Das Weltgeschehen, die Kriege, die Flüchtlinge die aufs Mittelmeer hinausgetrieben werden, weil die Zustände ihres Lebensmittelpunktes lebensgefährlich sind. Die weltweite soziale Ungerechtigkeit, die Zerstörung und Verpestung des Planeten auf dem wir leben. Das sind alles Themen, die man mit nach Hause nimmt, die einen beschäftigen. Man schreibt sich den Frust und die Wut von der Seele. Neu ist, dass wir auch persönlichere Dinge ansprechen, wie beispielsweise Liebe und Freundschaft. Es ist nicht alles scheiße auf der Welt. Deshalb sollte man auch die positiven Seiten des Lebens betrachten, auch wenn das manchmal schwer ist.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil wir uns neben dem ganzen Touren und Bandproben ordentlich den Arsch aufgerissen haben, oft an unsere eigenen Grenzen gestoßen sind.

4. Was habt ihr euch von eurer ersten Gage als Musiker gekauft?

Wir haben die paar Euro brav in unsere Bandkasse getan, um unsere erste EP aufzunehmen. Das ist eigentlich gar nicht mal so Punkrock gewesen, fällt mir grad auf (grinst).

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Als 12-Jährige wollten wir einfach "cool" sein. Was auch immer das ist.

6. Habt ihr immer noch Träume - oder lebt ihr den Traum bereits?

Wir haben bisher fast all unsere Träume verwirklichen können. Die Vans Warped Tour und eine Welt in Frieden und ohne Grenzen steht noch auf der To-Do-List.

7. Was war eure größte Niederlage?

Für unseren Trompeter definitiv der Abstieg von 1860 München.

8. Was macht euch derzeit als Musiker am glücklichsten?

Am glücklichsten sind wir nach wie vor, wenn wir auf der Bühne stehen und die lachenden und feiernden Gesichter von dort aus beobachten können. Und natürlich, dass das im Einklang mit unserer Message und unserer Musik so gut funktioniert. Wir freuen uns auch unglaublich darauf, mit neuem Set auf unsere erste Headliner-Tour zu gehen, die im Herbst startet.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

"Mexico", Böhse Onkelz.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Tony Sly.

Weitere Infos:
www.the-prosecution.com
www.facebook.com/prosecution
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
The Prosecution
Aktueller Tonträger:
The Unfollowing
(Long Beach/Broken Silence)




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