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ELENI MANDELL
Eleni Mandell
"I Can See The Future" heißt das neue Album von Eleni Mandell - nach einer selbst auferlegten Babypause. Und - subjektiv gesehen - stellt dieses den größten Schritt in ihrer musikalischen Laufbahn dar. Und das bei einer Frau, die mal von sich selbst sagte, dass sie früher am liebsten Tom Waits gewesen wäre. Doch diese Zeiten sind vorbei: "Die Entwicklung meines eigenen Stils ist eine ganz natürliche Sache", meint Eleni, "denn gewissermaßen bin ich heutzutage einfach zu faul, noch wie ein anderer Künstler klingen zu wollen. Es ist einfacher, ich selbst zu sein. Ich habe also mehr Selbstvertrauen und weniger Unsicherheiten meine eigenen Ideen betreffend. Ich lege nicht mehr so viel Wert darauf, was andere sagen - ich höre mir weniger Musik anderer an und bin glücklich über das, was ich tue und denke, die Leute reagieren auch darauf." Genau genommen, könnte man sagen, dass "Future" musikalisch sogar ein regelrecht fröhliches Album ist - was daran liegt, dass Eleni nach eigener Aussage heute schlicht glücklich ist, nachdem sie eine schwierige Zeit durchlebte. "Das ist das, was das Album inspirierte", erklärt sie, "ich war voller Selbstmitleid, wollte einfach ein Baby haben und war voller Sorgen - gleichzeitig löste sich meine Band auf. Als ich aber schwanger wurde, fühlte ich mich so glücklich. Wir haben dann das Album eingespielt als ich im neunten Monat war." Wie sieht denn die im Titel der CD besungene Zukunft für Eleni aus? "Nun, mit Kindern sehe ich die Zukunft natürlich anders als ohne. Ich bin eine romantische Person mit Tagträumen. Das mag gefährlich erscheinen, wenn man sich dabei selbst in die Tasche lügt. Aber momentan ist mein Ziel für die Zukunft, dass meine Zwillinge glücklich und gesund aufwachsen. Etwas anderes interessiert mich nicht mehr und deswegen denke ich auch gar nicht mehr so viel über die Zukunft nach. Mein Leben mit meinen Kindern ist wie eine Oase oder eine Insel des Glücks."

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Ich mag Melodien und Worte. Wenn diese beiden Elemente auf magische Art zusammen kommen, dann bin ich happy. Ich mag aber auch sehr spezielle Musik. Das Ganze absolut zu definieren ist schwierig.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Das Leben als solches. Ich war dabei nicht von einer musikalischen Idee oder einem bestimmten Klang beeinflusst. Ich musste einfach ausdrücken, was ich durchlebte, als ich die Songs schrieb. Ich habe also viel über verflossene Beziehungen nachgedacht und über die betroffenen Personen, wobei ich eine Menge Sorgen, Trauer und Furcht erfuhr. Schließlich ging es um die Wertschätzung dessen, was ich nun habe.

3. Warum sollte jeder deine neue Veröffentlichung kaufen?

Ich denke, dass jeder einen Bezug zum guten Feeling der Scheibe aufbauen kann - und sogar zu den traurigen Momenten. Jeder Song ist eine kleine Geschichte, die einen Moment oder eine Person oder ein Gefühl beschreibt. Es gibt nette Melodien und ein wenig "Fuß-Wippen" und ein wenig Seelen-Striptease.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Das weiß ich nicht mehr, aber es wenn ich raten müsste, wären es wohl Essen oder Kleidung. Und als ich richtiges Geld verdiente, eine Gitarre.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Ich glaube ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, Musikerin zu werden. Aber als ich Chuck E. Weiss begegnete, war das das Zeichen für mich, weiter in diese Richtung zu gehen. Er hat mich ermutigt und das bedeutete mir alles. (Chuck E. Weiss wurde in Ricke Lee Jones' Song "Chuck E.'s In Love" unsterblich gemacht.)

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich träume immer noch davon, endlich mal finanziell unabhängig zu sein, um für meine Kinder sorgen zu können. Andererseits denke ich, dass wir ein schönes Leben habe und sie - bis jetzt - glücklich sind. Mag sein, dass Liebe nicht alles ist, was du brauchst, aber mit Sicherheit ist es das Wichtigste. Und ich habe noch den Traum, eine Country-Scheibe mit meinem Freund Benji Hughes aufzunehmen.

7. Was war deine größte Niederlage?

Ich hatte viele Enttäuschungen in diesem Business. Zum Beispiel denke ich, dass meine letzte Scheibe in vielerlei Hinsicht ziemlich gut war. Meine Band klang gut und die Songs gehörten zu meinen besten. Ich mochte die Scheibe und war sehr enttäuscht, dass so gut wie nichts damit passierte. Kaum jemend bekam sie zu Gehör, sie spielte kein Geld ein und meine Band verschwand. Das war schon eine große Enttäuschung.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Meine Kinder machen mich glücklicher als alles andere. Ich müsste ihnen eigentlich auch gerade Frühstück machen. Und was meine Karriere betrifft, so ist es der Umstand, dass ich meine Songs mit Leuten, die ich respektiere und mag, spielen kann. Das ist ein unglaubliches Privileg und macht wahnsinnig Spaß - und mich unglaublich glücklich.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Keine Ahnung!

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

Mag sich verrückt oder dämlich anhören, aber ich denke, es wäre nett, für George Washington zu musizieren. Er war unser erster Präsident und - was man hört - ein unglaublicher Mann mit viel Integrität. Ich hätte auch nichts dagegen, für Gregory Peck (bzw. seine Rolle Atticus Finch aus "To Kill A Mockingbird") zu spielen oder für Duke Ellington... na ja, das wäre vielleicht etwas zu viel des Guten mit dem Duke...

Weitere Infos:
www.elenimandell.com
www.facebook.com/EleniMandell
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
Eleni Mandell
Aktueller Tonträger:
I Can See The Future
(Make My Day/Alive)




Eleni Mandell

 
 

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