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THE GENERATORS
The Generators
Sie haben es schon wieder getan! Mit "Between The Devil And The Deep Blue Sea" veröffentlichen The Generators ein mal wieder richtig starkes Punkrock-Album voller Dampf und Leidenschaft, das bis oben hin mit Hits und feinsten Ohrwurm-Melodien gefüllt und von vorne bis tatsächlich ganz hinten hörenswert ist - und damit genau so, wie man es von den Kaliforniern kennt. Neu ist lediglich der Drummer (Derek O Brien von Social Distortion), auffällig die Ballade "Somewhere In The Rain", redselig Sänger und Frontmann Doug "Dagger" Kane.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Es ist gute Musik, wenn sie dich greift und all deine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei mir schaffen das meistens laute, kräftige Gitarren und coole, melodische Vocals. Kürzlich habe ich mir Motorheads "Ace Of Spades"-Album und "Appeal To Reason" von Rise Against angehört. Für eine Woche oder so habe ich nichts anderes mehr gehört.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Es gibt viele Einflüsse. Von der lyrischen Seite war es sicher meine Art, Geschichten zu erzählen, und meine Fantasie. Ich mag es, wenn Geschichten lebendig und zusammen mit der Musik greifbar werden. Dabei ging es diesmal gar nicht um meine schlechten Zeiten oder irgendwas, was mich ärgert, sondern um die Leute um mich herum und deren Probleme. Die musste ich übrigens nie lange suchen. Musikalisch waren es unterschiedlichste Dinge. Denn ich höre so viele unterschiedliche Bands, wenn ich an einem Album arbeite. Ich habe erst Punkrock von TSOL gehört und dann vielleicht eine CD von Black Sabbath, ehe ich zu John Fogerty eingeschlafen bin. Ich bin da alles andere als engstirnig, ich liebe das alles!

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil ich glaube, dass jeder Song wirklich stark ist. Das Album klingt frisch und modern, es geht um coole Stories und bietet einfach eine ganze Menge. Und wenn es vorbei ist, möchtest du sicher noch mehr! Es ist kein Hardcore-Album, es beinhaltet eine Menge Melodien, coole Gitarren-Hooks und es hat diesen L.A. / Southern California Punk und Rock N Roll-Charme.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Wenn damit die erste Bezahlung gemeint ist, die ich für meine allererste Punkshow, die ich 1983 gespielt habe, bekommen habe, dann werde ich vermutlich 25 Dollar für Bier und Pot ausgegeben haben, weil es meinem 16 Jahre alten Skinhead-Kopf meist darum ging, besoffen und stoned zu werden. Wenn ich aber clever war, dann habe ich mir vielleicht auch Punkrock-Singles im kleinen Plattenladen gekauft. Sicher aber ist, dass es mir 1983 nicht wichtig war, mein Geld zu sparen.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Ich liebe Musik, so lange ich denken kann. 1987 habe ich meine erste Kiss-Platte bekommen und im gleichen Jahr haben meine Kumpels und ich eine Band auf die Beine gestellt, um an einer Talentshow an unserer Schule teilzunehmen. Wir haben uns alle wie Kiss angezogen, nachdem ich meiner Mutter gesagt habe, dass ich weglaufen würde, wenn sie uns nicht die Kostüme machen würde. Ich war Ace Frehley und wir haben "Shout It Loud" gespielt. Jedes Jahr waren es dann neue Bands und Platten, die mich angetrieben haben. 1979 waren es Cheap Trick oder die Sex Pistols, 1980 hat L.A.-Punk mit Black Flag oder den Adolescents mein Leben für immer verändert. Jetzt haben wir 2009 und ich bin immer noch der Junge, der neue Platten hört, die manchmal wieder sein Leben verändern. Das ist eben die Macht der Musik, man muss sie lieben.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich habe noch Träume. Weil ich immer etwas mehr für mich möchte. Ich habe zum Beispiel diesen Traum, dass ich in der Gegend alt werde, in der ich aufgewachsen bin und in der diese kleinen, schönen Häuser aus dem frühen 20. Jahrhundert gibt, in dem die Handwerker aus Los Angeles gelebt haben.

7. Was war deine größte Niederlage?

Oh Man, das ist eine harte Frage, denn es ist hart für mich, zurück zu schauen. Es bringt nicht viel, alle seine Fehler zu bedauern, man sollte nur aus ihnen lernen, um sie nicht noch mal zu machen. Ich habe oft gewonnen und noch viel öfter verloren und das ging mir in der Vergangenheit echt an die Nerven, doch irgendwann habe ich kapiert, dass wir eben nicht mehr ändern können, was gestern war, sondern nur das, was morgen sein wird. Und selbst wenn ich verliere, weiß ich, dass ich gleichzeitig gewinne. Weil es mich schlauer macht und ich das nächste Mal weiß, wie es besser geht. Es ist eben wie in dem Song "Ace Of Spades": You win some you lose some it's all a game to me!

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Solange ich weiß, dass ich noch eine Killershow abziehen kann, und dass ich auch nach zwölf Alben noch ein weiteres gutes machen kann, dann fühlt sich das gut an. Ich liebe es einfach, Musik zu machen, und habe den Antrieb, es immer besser hinzubekommen. Besonders schön ist es, wenn Fans kommen und sagen, dass ihnen ein Song durch schwere Zeiten geholfen hat oder sie gewisse Dinge jetzt anders sehen. Das bringt mich dazu, weiterzumachen, wenn ich nämlich merke, dass wir etwas bewegen. Und wenn mir jemand sagt, er hört sich The Generators gerne beim Autofahren an. All das gibt einem das Gefühl, dass du manchen Leuten etwas bedeutest.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Oh Man, ich habe so viele wirklich schlechte Songs geschrieben. Da gab es in den frühen 90er Jahren zum Beispiel "Smog". Die anderen in der Band meinten, ich solle mal was wirklich Grungiges schreiben, vielleicht so ein wenig in Richtung Mudhoney oder Soundgarden. Ich habe ihnen gesagt, dass wir doch eine Punkband wären. Aber ich hatte mit meinen Gitarristen immer Diskussionen, sie wollten immer etwas mehr in Richtung Metal gehen. Dabei habe ich nichts gegen Metal, aber ich bin nun mal als Punkrocker aufgewachsen. Ich bin nicht von Bands wie Def Leppard oder Iron Maiden beeinflusst, die ich zwar immer okay fand, aber die mir nicht so viel bedeuteten wie die Sex Pistols oder Black Flag. Also nenne ich den schrecklichen Song "Smog", der vielleicht kacke ist.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Wow, das ist eine coole Frage. Ich glaube, ich hätte gerne, dass Joey Ramone und Chris Farley gemeinsam mit mir Backstage abhängen. Joey wirkte immer so depressiv und Chris Farley war ein sehr witziger und durchgeknallter Typ. Vielleicht hätte er Joey zum Lachen gebracht und wir hätten alle gemeinsam unseren Spaß gehabt. Wäre eine coole Geschichte, die man später seinen Kindern erzählen könnte!

Weitere Infos:
www.myspace.com/thegenerators
www.the-generators.com
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
The Generators
Aktueller Tonträger:
Between The Devil And The Deep Blue Sea
(Concrete Jungle/People Like You/Broken Silence)



 
 

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