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Nackte Tatsachen

Monster Magnet
Queens Of The Stone Age/ Snake River Conspiracy

Hamburg, Docks
27.11.2000
Monster Magnet
Was für ein Package! Besser als Pearl Jam mit den Fastbacks, besser als Mudhoney mit Love Battery und sogar besser als No Use For A Name mit Snuff! Aber warum unbedingt im Docks? Hamburgs miesestem Live-Schuppen? Egal, wenn mit Monster Magnet und Queens Of The Stone Age zwei Götter-Bands zusammen auf Tour kommen, ist die Anwesenheit natürlich Pflicht.
Als Anheizer spielten noch Snake River Conspiracy aus Amerika. Die hatten auch gleich unter dem "tollen" Docks-Sound zu leiden. Aus Bass und Gitarren wurde ein dumpfer Matsch, die Stimme nur bedingt wahrnehmbar und das Schlagzeug ein wenig laut. Eigentlich wollte keiner (inklusive mir) diese Band sehen, aber sie kamen überraschend gut an. Ihr "Popcore" wusste ja auch zu gefallen, nicht sehr innovativ, aber als Anheizer in Ordnung.

Und dann, endlich: The Queens Of The Stone Age! Es gab in meinem Leben zwei Momente, wo ich mir dachte, dass es gar nicht so schlimm ist, dass sich Kyuss aufgelöst haben. Einmal vor 1 1/2 Jahren beim Hurricane-Festival in Scheeßel und an diesem Montag im Docks. Was für eine Band. Bassist Nick Oliveri betrat vollkommen nackt die Bühne, wedelte mit seinem Schwänzchen, hängte sich seinen Bass um und es ging los: "Regular John", "Avon", "The Lost Art Of Keeping A Secret". Geil! Sogar der Klang war plötzlich in Ordnung. Wahre Sound-Orgien beschallten die Halle, die Menge war begeistert. Im Vorfeld sprach man von einer Co-Headliner-Tour, aber als die Queens nach nur 45 Minuten die Bühne verließen, war schon Schluß. Verdammt! War trotzdem geil. Wenn auch nicht so legendär wie '99 im Zelt von Scheeßel.

Wenn eine Band da noch einen drauflegen kann, dann sind es Monster Magnet. Sie rockten, posten, rock'n'rollten, wie es nur Dave W. und Co. können. Ein großer Teil des Sets bestand aus "God Says No"-Material, aber natürlich wurden auch die alten Hits nicht vernachlässigt. Der Hammer war (was auch sonst) "Negasonic Teenage Warhead", die MM-Hmyne überhaupt. Leider fehlte "Dopes To Infinity", aber man kann eben nicht alles haben. Zur Zugabe betraten zwei Stripperinnen die Bühne, zeigten ihre Brüste und Dave Wyndorf stimmte den "Space Lord" an. Nach 90 Minuten war Schluss, mehr Rock'n'Roll hätte wohl auch keiner vertragen. Fast so geil wie 1998 im Grünspan (ich weiß, ich bin ein Nörgler). Zum Abschluss noch eine Frage an die äußerst nette, dunkelhaarige Dame neben mir: Bist du sicher, dass das nicht Danzig war?

Text: -Mathias Frank-
Foto: -Motor Music-

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