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Konzert-Bericht
 
Kameramänner vs. Musiker

Nada Surf

Hamburg, AOL-Gebäude
31.08.2005
Nada Surf
Zu gewöhnlichen Konzerten gehören Fans. Die sorgen für Stimmung, die machen das Ganze erst zu einem Erlebnis. Dass es aber auch anders geht, zeigt die Reihe sessions@AOL. Im kleinen Studio im Hamburger AOL-Gebäude, umringt von Büros und Konferenzräumen, spielen immer mal wieder nationale und internationale Musiker und Bands intime Akustik-Sets, die anschließend im Internet zu bewundern sind. Zuschauer gibt es hier keine, nur die Band und die Studio-Crew sind dabei. Weil diesmal unsere Lieblinge von Nada Surf anlässlich ihrer neuen Platte "The Weight Is A Gift" an der Reihe waren, ließ es sich Gaesteliste.de nicht nehmen und schaute bei diesem exklusiven Gig vorbei.
Von Aufregung ist hier keine Spur. Es ist kurz nach zwölf Uhr Mittags, es ist warm und man fühlt sich wohl. Ein Ton-Mann werkelt an ein paar Kabeln, im kleinen Regieraum wird über die neue Platte diskutiert und mittendrin drei Nada Surfer, die enstpannt und bekannt sympathisch der Dinge harren. Während sich Sänger Matthew Caws die Zeit im Internet vertreibt, steht Basser Daniel Lorca am Fenster und genießt Kippchen und Bier und zwischendurch geht es immer mal wieder für einen kleinen Instrumente- oder Kamera-Check ins Studio. Das ist nicht größer als ein durchschnittliches Wohnzimmer und mit drei Musikern und drei Kameramännern bestens gefüllt. Schon beim Warmspielen erkennt man die Klasse von Nada Surf. Die Töne treffen, schon jetzt ist man begeistert. Der Soundcheck geht in das wirkliche Set über, "Imaginary Friends" ist der erste Song und gleich der erste Versuch sitzt. "Wir haben hier auch schon andere Künstler gehabt, da dauerte das alles etwas länger", sagen die AOLer. Songs mussten wiederholt werden, weil Musiker oder Manager nicht zufrieden waren. Anders bei Nada Surf, die folgenden "What Is Your Secret" und "Always Love" gehen ebenfalls in einem Rutsch durch. "Ich liebe solche Sessions", heißt es im Regieraum. Auch der Band scheint der Auftritt Spaß zu machen, sie flachsen herum und Caws vergleicht das Ganze mit einem "weird volleyball match: Musiker gegen Kameramänner." Die fuchelten mit ihren Geräten vor der winzigen Bühne und sind stets in Bewegung. Doch das Trio mit den Instrumenten lässt sich davon nicht irritieren und spielt wunderschöne Unplugged-Versionen von "Your Legs Grow" und "Concrete Bed". Auf das Album darf man sich freuen. Anfangs war von fünf neuen Songs die Rede, die wären hiermit gespielt. Doch man hatte Lust auf mehr, also stimmten Nada Surf noch ihren "Let Go"-Klassiker "Happy Kid" an und machten damit - dieser Kalauer sei erlaubt - alle glücklich. Und sicher auch bald die fleißigen Internet-Surfer, die die Session dann auf den AOL-Seiten bestauen können.
Surfempfehlung:
www.nadasurf.com
www.aol.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
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