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Gut laut

Scumbucket

Frankfurt/Main, Dreikönigskeller
26.11.2000
Scumbucket
Ok, ok, zugegeben, die Überschrift ist geklaut. Aber was Andreas Neumeister in seinem gleichnamigen Buch auf Techno und DJ-Culture bezieht, trifft auch in diesem Fall den Nagel auf den Kopf. Scumbucket sind nicht nur gut, sondern bekanntermaßen verdammt laut! Und davon konnte man sich im wohnzimmergroßen Frankfurter Dreikönigskeller überzeugen. Ging es auf der ersten Veröffentlichung "Heliophobe" noch heavy zur Sache, so folgte mit "Batuu" und noch mehr mit dem aktuellen Longplayer "Finistra" eindeutig eine Entwicklung hin zu etwas, daß man vielleicht schon "Pop" im besten Sinne nennen kann. "Brachiale Beatles in Moll" habe ich mal irgendwo gelesen. Schöner kann man es nicht formulieren. Genauso klingen sie!
Die Koblenzer Band um den Blackmail-Gitarrist Kurt Ebelhäuser hat sich zwischenzeitlich mit BluNoise-Chef Guido Lucas am Bass verstärkt und man muß zugeben, das Ganze ist der Band, insbesondere in punkto Spielfreude, gut bekommen. Der Dreikönigskeller war gut gefüllt, was zugegebenermaßen nicht schwer ist. Auf eine Vorgruppe wurde verzichtet und los gings. Der Schlagzeuger warnte zunächst die Zuhörer in den ersten Reihen in Sachen Lautstärke und er sollte recht behalten! Schon der erste Song kam fett-brachial durch die Boxen. Zudem hatten die Jungs einen zweiten Gitarristen mitgebracht, den Kurt als unehelichen Sohn von Pete Townsend vorstellte. Die Ähnlichkeit ließ sich nicht leugnen. Die Koblenzer spielten eine großartige Show, in erster Linie natürlich Songs der aktuellen Platte, aber auch ältere Stücke. Und was auf CD manchmal fast schon weichgespült klingt, hat hier live wieder die Härte bekommen, die man von "Heliophobe" gewohnt war. Die Vier zeigten trotz der Enge der Bühne (ob sie das geahnt hatten!) enorme Spielfreude, soweit man das angesichts der eher melancholischen Grundstimmung der Songs sagen kann . Sichtlich gut gelaunt walzten sie einige Songs erstaunlich in die Länge, Feedback fast bis zur Schmergrenze! Herr Neumeister, das hier war laut! Gut laut! Ach ja, wer Scumbucket diesmal verpaßt hat muß nicht traurig sein. Im Januar sind sie schon wieder in Frankfurt, diesmal allerdings im Nachtleben, das es verdient hätte ganz voll zu werden - Also hingehen!
Text: -Carsten Wilhelm-
Foto: -Nois-O-Lution-


 
 

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