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Konzert-Bericht
 
Tod und Zerstörung

Alarma Man
Kam As

Köln, Blue Shell
20.11.2006
Alarma Man
Als "Labyrinth Mathpunk" bezeichnen die vier Schweden von Alarma Man ihre Musik. Jede Band, die dafür sorgt, den Coolnessfaktor der Mathematik zu steigern, hat sowieso von Vorneherein Anerkennung verdient. So ließ es sich Gaesteliste.de auch nicht nehmen, der Band dabei zuzuschauen, wie sie ihr diesem August auf dem Berliner Sinnbus-Label (wieder)veröffentlichtes Debutalbum, das die Kritiker hierzulande verwirrt und begeistert zugleich zurückließ, live präsentierten.
Unterstützt wurden sie dabei von ihren Berliner Labelkollegen von Kam As, die zwar schon einige Male den Osten Europas bereisten, für die dies aber einer ihrer ersten Ausflüge in die westlicheren Gefilde des Landes war. Ob es an kulturellen Unterschieden lag, dass Band und Publikum nicht wirklich warm miteinander wurden? Kam As überzeugten in ihren lauten Momenten mehr als in den leisen, und in ihren rein instrumentalen Passagen mehr als in denen, die durch an diesem Abend recht schwach klingenden Gesang unterstützt wurden. Zwischenzeitlich überlegte man sogar, ins Comedyfach zu wechseln, ohne das einem der Anwesenden, mit Ausnahme der Band, klar geworden wäre, was eigentlich so lustig ist. Aber Vorsicht – schlechte Witze werden zu oft zum Besten gegeben, da ist die Konzentration auf Musik sicherlich der bessere Weg.
Alarma Man
Nach der Umbaupause zögerten Alarma Man dann nicht lange – schließlich war laute Musik nur bis 11 Uhr erlaubt, und die Zeit bis dahin begrenzt. So wurde gleich beim ersten Lied losgelegt als wäre es bereits das letzte. Auf Aufforderung hin versammelte sich das überwiegend männliche Publikum vor der Bühne und bald verzeichnete sich auf so manchem Gesicht ein breites Grinsen. Der Geschmack ging eindeutig in die Richtung: Je kränker und durchgedrehter, desto besser. "The next song is about a bridge in Gothenburg", erklärte Bassist und Frontman Niklas Fors. "Midgets used to walk over it, now only cars drive over it. It's a shame." Diese Schande wurde dann auch angemessen vertont. Die Musik von Alarma Man war dabei aber nie einfach nur laut, sondern immer vertrackt und strukturiert zugleich, und dabei euphorisch mitreißend. "Sweden Sweden" behandelte natürlich die Heimat der vier Musiker – das Lied erwies sich als das mit den größten Hitqualitäten. Eine Chartsplatzierung kann es immerhin schon verbuchen: Es ist zurzeit auf Platz 7 der Downloadcharts bei tonspion.de und somit für die Konzertbesuchern auch das bekannteste. Ansonsten dominierten vor allem zwei Themen: Tod und Zerstörung. "The next song is about death and destruction" war eine der Standardansagen, und wurde sozusagen zum Running Gag des Abends. "It's all about death and destruction in Alarma Man." Das glauben wir natürlich gerne. Aber trotz der düsteren Thematik der zumeist instrumentalen Lieder schien die Band durchaus Spaß zu haben. Da das Publikum, obwohl das Konzert an einem Montagabend stattfand, nicht ausgeblieben war, wurde der Tag kurzerhand zu einem Samstag ausgerufen. Die Schweden bei ihrer hyperaktiven Bühnenshow, die des Öfteren auch spontan in den Bereich vor der Bühne verlagert wurde, zu beobachten sorgte für zusätzliches Vergnügen. Mit diesem war es leider nach einer dreiviertel Stunde auch schon wieder vorbei. Zugaben waren keine nötig, alles war gesagt, alles auf den Punkt gebracht. Genau so muss das sein.
Surfempfehlung:
www.alarmaman.com
www.myspace.com/alarmaman
www.comeus.de
Text: -Christina Ocklenburg-
Fotos: -Christina Ocklenburg-


 
 

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