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Konzert-Bericht
 
Seeliges Spektakel

Soulfly

Hamburg, Markthalle
14.08.2007
Soulfly
Manchmal erweisen sich Entscheidungen, die einem anfangs gar nicht gefallen, als goldrichtig! Die Entscheidung, auch die mit Fotopässen ausgestatteten Fotografen an diesem Tage nicht in den kleinen Graben vor der Bühne zu lassen, um Soulfy zu knipsen, war so eine Entscheidung. Als die Ordner uns den Einlass verwehrten, reagierten wir natürlich noch enttäuscht und mit Unverständnis, schließlich wollten wir Max Cavalera dabei ablichten, wie er auf der Bühne steht. Und das möglichst aus der Nähe. Doch kaum begann dann die Show, wollte niemand mehr in den Fotograben.
In der rappeldicken vollen Markthalle nämlich brachen alle Dämme, die Massen flippten komplett aus und ein jeder schien in den kleinen Mob vor die Bühne zu drängen. Die Folge war, dass sich erst drei, dann vier und später noch mehr Ordner mit aller Kraft gegen das kleine Absperrungsgitter drückten, damit dieses nicht einfach umkippte. Der Band und allen voran Max Cavalera schien diese pure Euphorie jedoch zu begeistern. Glücklich lächelten sie von den Brettern, schüttelten massig Hände, hoben immer wieder die Daumen und boten eine schlichte Wahnsinns-Show. Von Anfang bis Ende und nur von einer kurzen Ansprache von Bassist Bobby Burns unterbrochen, mit der er die Ordner vor den Fans schütze...
Soulfly
Mit "Babylon" vom aktuellen "Dark Ages"-Album ging es los und auch wenn immer wieder Nummern des noch immer aktuellen Werkes auf der Setlist auftauchten, prügelte sich das Quartett jedoch meist durch die beeindruckende Historie der Band. Und so kamen die Fans aus dem Springen, Tanzen, Schwitzen und Jubeln gar nicht mehr heraus. Kaum hatten sie sich zu beispielsweise dem fulminanten "Prophecy" komplett verausgabt, ging es mit "Seek N Strike" schon ebenso kultig weiter. Und wer ein echter Soulflyer ist, der kann nicht in Ruhe sein Bierchen schlürfen, wenn die Band gerade Klassiker wie "Back To Primitive" oder das bekannte "Jumpdafuckup" / "Bring It"-Paket schnürt. Das muss gefeiert werden und das wurde es auch. Selbst in den hinteren Reihen, wo gewöhnlich die älteren, die gemäßigten Fans ausharren, wurde fleißigst gemosht und wer zuvor die Befürchtungen hätte, Max könnte aufgrund der aktuellen Arbeiten am neuen Projekt mit seinem Bruder Igor vielleicht Soulfly vernachlässigen oder hier nur halbherzig dabei sein, der sah sich zum Glück getäuscht. Es war ein Spektakel und es war wahnsinnig gut.

Manch ein Besucher hoffte natürlich auch auf Igor selbst. Natürlich vergebens. Doch an Stelle des ehemaligen Sepultura-Drummers gab es mit "Refuse / Resist" und "Roots Bloody Roots" zwei Kracher von eben diesen und mit den Gastvocals von Cavalera-Stiefsohn Richie bei "Bleed" trotzdem Familien-Besuch auf der Bühne. Obendrauf blickte Max während der Zugabe auf sein Projekt Nailbomb zurück, stimmten auch noch den Fan-Favroriten "Eye For An Eye" und machte mal wieder alles richtig. Genau so richtig, wie die Fotografen nicht in den Graben zu lassen.

Surfempfehlung:
www.soulflyweb.com
www.myspace.com/soulfly
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
 

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