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Far From Finished
Fightball

Hamburg, Hafenklang (Exil)
24.10.2007

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Far From Finished
Es gibt so Abende, da weiß man einfach nicht, was einen erwartet. Dieser Abend war so einer. Die großartigen Far From Finished sollten das Hamburger Exil-Hafenklang beehren und ihr neuestes Album "Living In The Fallout" vorstellen. Natürlich hätte man ihnen dafür eine volle Hütte gewünscht, doch da die Hanseaten einfach zu unberechenbar sind und weil auch noch der späte Beginn der Show (gegen 23 Uhr an einem Mittwoch) den ein oder anderen potentiellen Besucher verschrecken könnte, musste sich einfach überraschen lassen. Und wurde beim Eintreten tatsächlich bitterlich enttäuscht. Bevor der Berliner Support Fightball nämlich die kleine Kellerbühne erklomm, standen keine zehn Leute vor dieser. Auch an der Bar einen Stock weiter oben war es nicht wirklich voll. Dass es am Ende trotzdem ein zum Teil mitreißender Konzert-Abend wurde, war zu diesem Zeitpunkt also alles andere als abzusehen.
Den Jungs von Fightball aber war das alles recht egal. Sie holten von Anfang an die Punkrock-Keule raus, schroteten sich durch ihren zwischen Rancid, Social Distortion und Anti-Flag angesiedelten und meist mehrstimmigen Punkrock, sorgten jedoch nicht nur mit diesem für entspannte Stimmung unter den wenigen Zuhören. Die fünf Hauptstädter alberten herrlich entspannt herum, laberten über Bier und Diven, verspielten sich, nur um darüber zu lachen und machten einfach das Beste aus der Situation. Die vielleicht 30 Zuschauer hatten also ihren Spaß und hätte es im Club nicht diesen Duft gegeben, wäre tatsächlich alles in bester Ordnung.
All das aber war vergessen, als die Bostoner auf die Bühne kamen. Keine 50 Leutchen - darunter die komplette Fightball-Crew plus Anhang - positionierten sich vor der Bühne und freuten sich, dass es Far From Finished bis nach Hamburg geschafft hatten. Das stand einige Zeit in den Sternen, denn ihr eigentlicher Drummer Marc Cannata wurden nach dem Gig in Eindhoven wenige Wochen zuvor mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Als Ersatz sprang der hauptberufliche Ducky Boy Jay Messina ein und die Europa-Reise war gerettet. Und fand im hohen Norden einen weiteren Höhepunkt! Die Band um Sänger Steven Patrick Neary nämlich feuerte von Anfang an ein wahres Feuerwerk an Hits an, tobte über die Bühne, sang und schrie mit vollster Leidenschaft und bot eine Show, als ob sie vor 30.000 Leuten spielen würden. Diese Energie und dieser Enthusiasmus sprang glücklicher Weise recht schnell aufs Publikum über und schon bald feierte der kleine Kreis eine große Party. Alle gemeinsam tanzten zu alten Hits wie "Seasonal Patriot" oder "Roses And Razorblades" und neuen Krachern der Marke "Heroes And Ghosts", der leere Keller war längst vergessen, Neary besuchte das Publikum, die Orgel sorgte für Erheiterung und mit jedem weiteren Song wurde der Abend tatsächlich mitreißender. Und damit exakt so, wie man ihn sich gewünscht, aber eigentlich nicht wirklich erwartet hatte...

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Surfempfehlung:
www.farfromfinished.com
www.myspace.com/farfromfinished
www.myspace.com/fightball
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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