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Kreisch!

The Films
The Rain

Hamburg, Molotow
29.10.2007

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The Films
Gekonnt verbucht, könnte man meinen. Schon im Vorfeld nämlich war das gemeinsame Konzert der amerikanischen Durchstarter The Films und der deutschen Newcomer The Rain ausverkauft. Eine lange Schlange also begrüßte die Besucher des Molotows, eine schon vor der Vorband herrschende Hitze bereitete einen auf den Abend vor, Horden an kleinen Mädchen sorgten bei manchem für Erstaunen. Denn sicher, The Films sind schon nicht übel und ihre Platte "Don't Dance Rattlesnake" ist es auch nicht. Doch haben wir da was verpasst? Sind The Films die neuen Mando Diao? Sind sie so hip wie die Arctic Monkeys? So sexy wie die Babyshambles? Nein, natürlich nicht. Aber sie haben sich durch ausgiebiges Touren mit unter anderem The Kooks oder dem Black Rebel Motorcycle Club und Auftritte beim Hurricane oder Highfield eine erhebliche Fanschar erspielt. Und von genau dieser profitierten auch The Rain.
Schon als das Trio auf die Bühne kam, herrschte vor dieser Gedrängel und Sänger und Gitarrist Lorenz Theuer durfte den Gig vor vielen gespitzten Ohren mit dem anfangs alleine vorgetragenem "Involver" beginnen. Es folgte eine schlicht charmante halbe Stunde einer ebenso schlicht sympathischen Band. Man merkte dem Trio an, dass sie bei uns zwar noch in den Startlöchern steckt, in England aber schon einiges erlebt und gelernt hat. Professionell, aber nicht verbissen, entspannt, aber nicht planlos wurde ihr in den härteren Momenten an aktuelle UK-Bands und in den leisen auch mal an Incubus erinnernden Tracks gespielt, locker und ebenso flockig wurde mit dem Publikum gescherzt, dieses nicht nur bei "Big Lie" kräftig mit einbezogen und als ein jemand aus dem Publikum rief, dass man "nur für euch gekommen!" ist, glaubte man das. Es war eben kein typischer Support-Gig, sondern eine schöne halbe Stunde mit drei Kerlen auf der Bühne, die nicht nur ihre komplette neue EP sowie einiges Tracks ihre im März auch in Deutschland erscheinenden erste Platte zum Besten gaben, sondern die auch so entspannt und natürlich – mal abgesehen von den weiß lackierten Fingernägeln von Basser Carlos Bruck - wirkten, dass man eigentlich viel lieber mit ihnen ein Bierchen trinken wollte, als sich mit Dutzenden von Mädels in den überheißen Club zu drängeln.
Doch watt mutt, datt mutt, und darum hieß es Licht aus, Kreisch an – herzlich willkommen The Films. Kaum waren die auf der Bühne, setzte sich der dann doch mit einigen Kerlen angereicherte Mob in Bewegung, es wurde geklatscht, gesprungen und gejubelt, die Digi- und Handycams gezückt und der Abend nahm seinen Lauf. Ein dann doch überaus gelungener Abend dank eines überzeugenden Quartetts übrigens. Denn man musste kein Fan von The Films sein, um sich das Ganze mit einiger Zufriedenheit anzusehen. Denn sicher, die Songs wurden auch auf der Bühne zu keinen Hymnen, aber was die Herren da boten, war nette Unterhaltung und genau das, was das Volk von ihnen erwartete. Enthusiastisch tobten sie sich durch ihr aktuelles Album, packten zwischendurch immer mal wieder neue, noch unveröffentlichte Lieder dazu und kaum sprachen sie zu ihren Fans oder zogen sich sogar aus, wurden das Jubeln und Kreischen noch lauter. Und so brachten sie den Club vielleicht nicht komplett zum Kochen, ihren Job aber erfüllten The Films zu vollster Zufriedenheit.

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Surfempfehlung:
www.the-films.com
www.myspace.com/thefilms
www.therainpage.com
www.myspace.com/therainrock
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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Mehr über The Films:
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