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Nada Surf

Hamburg, NDR Funkhaus
17.01.2008

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Nada Surf
Schon bevor am 01. Februar 2008 ihr neues Album "Lucky" erscheint und schon bevor es anschließend auch auf Club-Tour geht, waren Nada Surf auf Promotion-Reise durch Deutschland und spielten einige intime Radio-Gigs in ungewohnter Umgebung und vor wenigen Fans. In Hamburg machten sie im NDR Funkhaus Halt, um unter dem Motto "N-JOY Soundfiles Live" die knapp 100 Anwesenden mit neuen und alten Songs und natürlich ihrem ganz besondere Charme glücklich zu machen...
Zwischen Büros, Treppen, Glastüren und Garderoben hatte das Jugendradio des Norddeutschen Rundfunks eine kleine Bühne aufgebaut, ein paar Kameras und Scheinwerfer installiert und so eine recht ungewöhnlich Konzert-Location geschaffen. Zur Begrüßung wurden dann auch noch nicht-alkoholische Getränke gereicht und so war es tatsächlich wirklich gemütlich, als Matthew Caws, Daniel Lorca und Ira Elliot auf die Bühne kamen und der Sänger erstmal über die Stühle lachte. Es sollte ein guter Abend werden, das stand schnell fest. Los ging es mit dem alten, von allen geliebten "Concrete Bed" und damit war auch schon die Frage beantwortet, ob sich Nada Surf bei diesem Gig wohl nur auf ihre neuen Tracks konzentrieren oder auch in die Klassiker-Kiste greifen würden. Sie taten zweites und stimmten im Laufe der Show mit Akustik-Klampfe, E-Bass und Cajon und bei wirklich tollem Sound eine Reihe an Fan-Favoriten wie "What Is Your Secret", "Blizzard Of 77", "Happy Kid", "Always Love" oder "Killian's Red" an. Nur insgesamt vier neue Nummern mischten sich ins Set, von denen die erste Single "Whose Authority" und der tolle Album-Opener "See These Bones" besonders gefielen. "I Like What You Say" verlor aufgrund seiner Lyrics ein wenig und das von Caws alleine vorgetragene "Here Goes Something" klang in der Live-Version tatsächlich ein wenig langweilig. Es sollte die einzige Langeweile an diesem Abend bleiben.
Denn Nada Surf sind nicht nur außergewöhnliche Musiker, sie sind bei aller Zurückhaltung auch faszinierende Entertainer. Nahezu zwischen jedem Song wurde munter geplaudert und herrlich herum gealbert. So outeten sich Sänger Matthew und Drummer Ira als Plattensammler, die ihre Kollektionen nach Farben sortieren (Kommentar Daniel: "Und mit solchen Leuten verbringe ich mein Leben!"), was das Trio zu Überlegungen anregte, doch auch mal den Kühlschrank nach diesem Schema aufzuräumen. Etwas später diskutierten sie über die besten Möglichkeiten, Eier zu kochen, über Clubs in Hamburg, die keine Toiletten hätten und das Gefühl, wie kurz sich Amerikaner in Europa fühlen. Es war herrlich entspannt, es war irre gemütlich und der Soundtrack, den Nada Surf mit dem Faces-Cover "Ohh La La" erweiterten, stimmte auch. Es stimmte alles und so war es kein Wunder, dass die Fans nach einer Stunde noch nicht genug hatten. Nachdem alle zusammen laut und herzhaft – und live im Web übertragen – zu "Blankest Year" fluchten, wurden Nada Surf für eine Zugabe zurück auf die Bühne gejubelt. Diese hieß "Imaginary Friends" und zu diese beendete einen wirklich runden, schönen Abend, den man in dieser Form vermutlich nur selten erleben darf.

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Surfempfehlung:
www.nadasurf.com
www.myspace.com/nadasurf
de.wikipedia.org/wiki/Nada_Surf
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Michael Kellenbenz-


 
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