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Konzert-Bericht
 
Zum Teil großartig

Jimmy Eat World

Hamburg, Große Freiheit 36
30.01.2008
Jimmy Eat World
Auf Jimmy Eat World war bisher immer Verlass. Ihre Alben waren immer klasse bis großartig und auch auf der Bühne konnten die einstigen Emo-Vorbereiter regelmäßig überzeugen. Mit ihrer aktuellen, erneut mehr als gelungenen "Chase This Light"-Platte waren sie nun wieder unterwegs, nach dem Tourauftakt in Köln war auch die Show in der Hamburger Großen Freiheit 36 ausverkauft und einem großen Abend schien nichts im Wege zu stehen - denn was sollte an diesem Abend schief gehen?
Die Frage stellte sich anfangs natürlich keiner wirklich. Denn alle waren heiß auf Jimmy Eat World. Und nachdem die australischen Sparkadia im Vorprogramm einen soliden, aber alles anderen als aufregenden, und darum auch keinen erwähnungswürdigen Job hingelegt hatten, schien auch alles gut zu werden. Jim Adkins und seine Kollegen nämlich legten mit dem neuen "Big Casino" tatsächlich überragend los. Fetter Sound, deftiges Licht, massig Spielfreude und musikalisch gleich mal auf die Zwölf. Wahnsinn, Gänsehaut, Euphorie. Der Club tobte, die Band auch und alles war gut. Mit dem anschließenden "Bleed American"-Klassiker "Sweetness" wurde es dann sogar noch besser. Die Fans sangen, die Band lachte und wer nicht da war, der verpasste was.
Natürlich sind Jimmy Eat World mehr als Power, Hymne und Party, sie sind auch leise, dunkel, verspielt und langsam. Und natürlich will Fan auch diese Seite live erleben. Doch nach diesem furiosen Auftakt übertrieben es die vier Musiker anschließend und drückten mit Tracks wie "Work", "Always Be", "For Me This Is Heaven" oder "Carry You" ein wenig zu stark auf die Spaßbremse. Rein musikalisch war natürlich jeder Song ein großer, in dieser geballten Masse aber machten sie bei nicht wenigen ein bisschen die Stimmung kaputt. Da konnten auch die kurzzeitigen Ausreißer in Form von unter anderem dem famosen "Firefight" oder dem von Gitarrist Tom Linton gesungenen "Blister" nicht mehr viel retten. Aus dem großartigen Konzert wurde nur noch ein großes. Weil wir hier aber von Jimmy Eat World reden, jammern wir auch auf hohem Niveau. Auch ohne Fanbrille aber durfte man später enttäuscht sein, dass die Band nach knapp 50 Minuten bereits erstmals die Bühne verließ. Und mit Akustik-Klampfe und weiteren Kuschelrockern wie "In Your House" wiederkam. Erneut toll, aber weiterhin zu wenig mitreißend. Frühes Gehen war aber natürlich weiterhin verboten und das Ausharren sollte sich auch lohnen. Denn zum Ende holten sie mit "Pain" und "The Middle" noch zwei Granaten aus der Tasche, verwandelten die Große Freiheit in das Tollhaus vom Anfang und zeigten, zu was sie im Stande sind. Vermutlich zu allem nämlich...

Weitere Fotos vom Konzert gibt es auf www.malzkornfoto.de

Surfempfehlung:
www.jimmyeatworld.com
www.myspace.com/jimmyeatworld
www.malzkornfoto.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Stefan Malzkorn-


 
 

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