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Es lebe der...

Ill Nino

Hamburg, Logo
07.04.2008
Ill Nino
Als wir uns Ill Nino das letzte Mal in Hamburg ansahen, spielten sie noch in einer ausverkauften Markthalle. Diesmal, knapp viereinhalb Jahre später, gastierten sie im vielfach kleineren Logo und im Vergleich zu damals vor vielleicht einem Viertel an Zuschauern. Damals aber waren sie noch beim Riesen Roadrunner, heute veröffentlichen sie bei Cement Shoes Records. Damals war die Musik, die man NuMetal nannte, noch nicht von der Öffentlichkeit zu Grabe getragen worden, heute sind Ill Nino auf der Bühne, um eben diese wieder aus der Versenkung zu holen.
Der Club ist voll, der Club ist heiß und nachdem die britischen Metaller der Panic Cell dem Publikum bereits mächtig eingeheizt haben, ist eigentlich alles bereit für die Hauptact des Abends. Doch der kommt einfach nicht, sondern lässt sich Zeit. Und Zeit und Zeit und Zeit. Doch das stört die Fans nicht, die ticken lieber gleich mal komplett aus, als das Sextett dann doch irgendwann beginnt. Schnell wird es noch heißer und stickiger. Überall Menschen, Fäuste, Haare. Besonders auf der Bühne, vier der sechs Musiker tragen lange Rastas. Sieht gut aus. Klingt es aber nicht, der Sound ist anfangs trotz der ewigen Umpause grottig. Also singen die Zuschauer die melodischen Refrains lauthals und fehlerfrei mit und hören auch nicht damit auf, als sich der Klang mit der Zeit eingroovt.
Ill Nino
Mittelpunkt der Show ist natürlich Sänger Cristian Machado, der sich im Laufe des Abends nicht entscheiden kann, ob er das Publikum nun lieber beleidigen oder loben soll. Also macht er beides, labert sich einen Wolf und gönnt damit den Fans und vor allem auch sich selbst das ein oder andere Päuschen. Verdient hat er es sich, denn was der gute Mann da am Mikro macht und zwischen Gesang und Geschrei problemlos hin und her wechselt, ist schon große Kunst. Gleiches gilt natürlich für Percussion-Duelle zwischen Daniel Couto und Dave Chavarri, Gitarren-Meistereien von Ahrue Luster und den tollsten Songs aller Alben. Denn Ill Nino konzentrieren sich nicht nur auf das aktuelle "Enigma", sondern liefern eine Hit-durchtränke Best Of-Show ab. Von "If You Still Hate Me" und "Liar" über "This Is War" und "What You Deserve" bis natürlich zu "The Alibi Of Tyrants" und "Finger Painting (With The Enemy)" ist alles dabei. Nach 90 Minuten und feiner Unterhaltung stimmen Ill Nino ihren Rausschmeißer "What Comes Around" an – und alle gemeinsam feiern. Feiern Ill Nino und feiern den NuMetal. Als wäre er nie weg gewesen...
Surfempfehlung:
www.illnino.com
www.myspace.com/illnino
www.illninoworld.com
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
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