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Bound For The Bar!

The Generators
Thee Merry Widows/ The Grit

Hamburg, Hafenklang (Exil)
14.10.2008

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The Generators
Um es mit einem Begriff zu sagen: Rock N Roll! Das Dortmunder People Like You-Label schickte drei seiner Bands auf die Bound For The Bar-Tour und mindestens zwei von denen gehören zur absoluten Firmen-Elite. The Grit haben sich mit ihrem letztjährigen "Shall We Dine?"-Album nach ganz oben gespielt und über The Generators muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Sie spielen Punkrock auf allerhöchstem Niveau und sind seit über einer Dekade eine Bank. In der Mitte des Billigs standen noch Thee Merry Widows, deren letzte Platte zwar etwas enttäuschte, die aber - das war schon vorher klar - optisch einiges zu bieten hatten.
Den Anfang machten die Insel-Barden von The Grit. Der Club war schon ordentlich gefüllt und es dauerte nicht lange, bis die Briten das Publikum überzeugt hatten. Wie schon auf ihrer Platte tobten sie sich durch mehrstimmigen Punkrock, Psycho- und Rockabilly und spielten sich mit ihrer einfach erfrischend entspannten und fröhlichen Art in die Herzen der Zuschauer. Da wurde gelacht, getanzt und gealbert, sich am Mikro abgewechselt und sich nicht nur durch die letzten Scheiben gespielt, sondern auch schon ein kleiner Ausblick auf die nächste Veröffentlichung gegeben. "Surrender" und "The Ones" aber waren natürlich die musikalischen Hightlights der Show. Später wurde dann der Bass bestiegen, das Publikum besucht und mit den Thee Merry Widows geflirtet, die sich das Spektakel in der ersten Reihe ansahen. Und so waren es äußerst kurzweilige 35 Minuten und ein toller Start in den Abend.

Mit den Thee Merry Widows war dann Frauenpower angesagt. Fünf Damen aus Oakland betraten die Bühne und alle Augen waren auf Frontlady Eva Von Slut gerichtet. Doch schnell hatte man genug gesehen und leider auch gehört, wie schon auf ihrem letzten Silberling konnte die Band nicht wirklich überzeugen. Zu unspektakulär war ihr Midtempo-Rockabilly, zu durchschnittlich Songs wie "Aileen" oder "Sexy And Seventeen". Dazu kokketierte die Band zu sehr mit ihrer Weiblichkeit, gab sich Küsschen und erzählte immer wieder von ihren Neigungen. Einmal schmunzelte man, beim zweiten Versuch war der Gag vorbei. Die natürlich kommenden "Ausziehen"-Rufe aus dem Publikum machte die Sache nicht besser und so verging die ähnlich lange Spielzeit wie der von The Grit deutlich träger.

Es konnte also nur besser werden und das wurde es auch. The Generators kamen und damit alle Leute nach vorne. Buddel hoch, Jacke aus, die Party ging los. Doch schnell gab es Probleme mit dem Sound und Doug Dagger machte mit gewohnt verstrahltem Gesichtsausdruck den Alleinunterhalter. Er sabbelte von seiner Breitheit ("Aber keine Sorge, es ist okay, ich penne hier nicht ein."), meckerte über sein Mikro ("Wenn wir schon aus Los Angeles nach Hamburg kommen, dann sollen die Leute mich auch verstehen.") und legte sich scherzhaft mit dem Publikum an. Ja, er ist ein Entertainer und machte die Pause zum kleinen Erlebnis. Nicht minder unterhaltsam ging es dann musikalisch weiter und die Band spielte sich einmal durch ihre Karriere. Da gab es das fulminante "30 Seconds", das aktuelle "The Great Divide", das von allen geforderte "City Of Angels", "Roll Out The Red Carpet" oder den Überhit "Who is Going To Save The World" - es war klasse. Der Höhepunkt aber war keine Generators-Nummer, sondern der alte Schleprock-Klassiker "Suburbia", der wunderbar ins Set integriert wurde und der Dagger und die Generators gleichzeitig als alte Säcke outete. Und so dauerte es nicht lange, bis schon die Zugabe auf den Programm stand und "Dying In A Rock & Roll Band" angestimmt wurde. Doch nicht nur einfach so, The Grit und auch Teile der Thee Merry Widows gesellten sich mit auf die Bühne und veranstalteten ein letztes großes Chaos auf der Bühne. Und zelebrierten alle zusammen den eingangs erwähnten Rock N Roll.

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Surfempfehlung:
www.the-generators.com
www.myspace.com/thegenerators
www.merrywidowsmusic.com
www.myspace.com/theemerrywidows
www.thegrit.net
www.myspace.com/thegrit
www.boundforthebar.com
www.myspace.com/boundforthebar
www.myspace.com/21365390
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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