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Konzert-Bericht
 
Do you wanna party with Bonaparte? Yes, we wanna party with Bonaparte!

Bonaparte
Now, Now Every Children

Dresden, Beatpol
02.04.2009
Bonaparte
Sind die noch normal? Mag jemand denken, der die bunte Truppe um l'empereur Bonaparte zum ersten Mal sieht. Doch was ist schon normal? Eines kann man sagen: Diese Truppe hebt sich von der Masse ab. Sei es die kreative Kostümierung oder die dem Hedonismus frönende Bühnenshow. Mit ihren Songs haben sie das Publikum allemal mitgerissen. Selbst der kühlste Kopf schmilzt im Getümmel der tanzenden Meute dahin.
Die Einstimmung für einen Abend voller Elektrotrash lieferten die im Gegensatz dazu gefühlvolleren Now, Now Every Children aus Minneapolis. Mit ihrer fast zu schüchtern wirkenden Sängerin und Songs, die zwischen kindlicher Harmonie oder Melancholie schwankten, lieferten sie dem Publikum einen Auftakt, der erst einmal zum gemütlichen in das Getränkeglas schauen animierte. Wer einen Platz in der ersten Reihe ergattert hatte, konnte währenddessen einen Blick in den Backstage-Bereich erhaschen und die eiligen Vorbereitungen für den Höhepunkt des Abends verfolgen.

Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo vom Band und den letzten Handgriffen, schlich sich ein maskierter l'empereur Bonaparte auf die Bühne, um die alles entscheidende Frage zu stellen: "Do you wanna party with Bonaparte?" und ging direkt in den Opener "Tu Me Molas" über, der von einer sich burlesk räkelnden Mad Kate begleitet wurde. Spätestens beim zweiten Song war sich auch der letzte im Publikum sicher, dass die Bezeichnung Circus Show treffend gewählt ist. So lief Lulu Raffano verkleidet als eine überdimensionale Krähe zu "Wrygdwyl" über die Bühne und entpuppte sich im Anschluss als ungelenkes Skelett, um sich am Ende als Mensch wieder zu finden. Es wurde das gesamte Repertoire des ersten Albums gespielt mit Carlos Primero an der Gitarre, Beaux Art an den Drums und Caesar am Keyboard. Alle samt rissen sie das Publikum mit und brachten es bei "Too Much" endgültig zum mitgrölen. Unter den jungenhaft verschmitzten Blicken von Bonaparte wurde in der Zugabe dem ganzen die Krone aufgesetzt: "Gigolo Vagabundo" lockte die letzten Reserven hervor und verwandelte den Beatpol in einen kurz vor dem Überkochen stehenden Hexenkessel.

Ein Konzert, welches man zwischen verrückt und grotesk einordnen oder aber auch einfach als genial abstempeln kann. Denn wo sieht man schon einmal einen lebenden Kerzenständer oder eine tanzende Discokugel? Man kann gespannt sein, was diese international besetze Truppe noch hervorbringen wird! Eines steht fest: Dieser Abend war noch nicht "Too Much".
Surfempfehlung:
www.bonaparte.cc
www.myspace.de/findingbonaparte
www.lastfm.de/music/Bonaparte
www.myspace.com/nownoweverychildren
www.afternoonrecords.com/nownoweverychildren.html
Text: -Daniela Handke-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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