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Konzert-Bericht
 
Die Kunst des Unterhaltungsmoments

The Von Bondies
Hot Panda

Berlin, Magnet
20.04.2009

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The Von Bondies
Der erste Eindruck ist oftmals ausschlaggebend. Das dachten sich wahrscheinlich auch The Von Bondies aus Detroit, fassten sich ein Herz und schnappten sich ihre Instrumente, um die neuen Songs ihres Albums "Love, Hate And Then There's You" so schnell wie möglich live auszutesten. Ihr neuestes Werk steht gerade einmal ein paar Tage in den heimischen Regalen der Plattenläden und schon darf sich das deutsche Publikum über eine handvoll Konzerte freuen.
Montagabend in Berlin. Der erste Arbeitstag der Woche ist geschafft und man hat sich durchaus eine Belohnung verdient. Wie passend, dass The Von Bondies ausgerechnet an diesem frühlingshaften Tag in der Stadt sind und den Magnet Club samt Publikum in bester Manier mit ihrer Musik aus dem Alltagstrott herausreißen. Bevor sie aber die Bühne betreten, überlassen sie ihrem Support namens Hot Panda aus Kanada das Feld und die nutzen diese Gelegenheit ohne Umschweife. Es mag wohl vorher kaum jemand von ihnen gehört haben, aber mit Sicherheit wird sich zumindest ein Teil des Publikums hinterher an sie erinnern. Das liegt zum einen daran, dass sie gleich zu Beginn ihres Sets musikalisch offensiv und durchaus überzeugend wirkten. Zum anderen zogen sie das Publikum durch ihre sympathische Spielweise und unterhaltsamen Kommentare zwischen den einzelnen Songs recht schnell auf ihre Seite. So entpuppte sich gleich der Auftakt des Abends als eine freudige Überraschung.

Nach einer angenehm kurzen Umbaupause betraten The Von Bondies die Bühne des Magnets. Dass es auch während ihrer Show reichlich furios zugehen sollte, konnte man fast schon am Aufdruck des T-Shirts vom Sänger Jason Stollsteimer erahnen. Dies zeigte scharf gewetzte Zähne und konnte gerne als Anspielung auf ihre nicht minder angriffslustigen Songs verstanden werden. Es dauerte nicht lange und vor der Bühne hatte sich ein keines Moshpit gebildet, das sich ungehemmt und mit voller Begeisterung bei jedem gespielten Song auf's Neue euphorisch formierte. Nicht einmal die ungewollte Bekanntschaft eines Zuschauerkopfes mit dem Gitarrenhals von Jason Stollsteimer konnte die teils heftige Hingabe des Publikums beeinträchtigen. Ebenso auffällig an diesem Abend war die Tatsache, dass die brandneuen Songs der Von Bondies sich wunderbar neben dem älteren Material behaupten konnten. Lückenfüller im Set oder reservierte Gesichter seitens der Zuschauer gab es während der guten Stunde, die The Von Bondies das Berliner Publikum in Schach hielten, nicht. Stattdessen bewies die Band, dass ein Konzert mit allerhand neuen Stücken durchaus funktionieren und wirkungsvoll die Beine aller Anwesenden mobilisieren kann. Zwischendurch kamen kleine Verschnaufspausen höchstens in Form von amüsanten Tour Anekdoten oder dem Versuch eines Dialogs mit den Fans auf.

Neben der Demonstration ihrer Deutschkenntnisse, die noch im Anfangsstadium stecken, schaffte es vor allem Jason auf sehr humorvolle Art und Weise auch ohne musikalische Untermalung eine durchweg positive Resonanz zu erzeugen. Der Titel ihres Debüts "Lack Of Communication" darf also keinenfalls als Hinweis auf die rhetorischen Fähigkeiten der sympathischen Detroiter verstanden werden. Der Zugabenblock, der unter anderem das rasante "It Came From Japan" beinhaltete, garantierte ihnen genau den angemessenen Applaus, den sie für eine insgesamt so stimmige und hervorragende Show nur erhalten konnten. Eine Vorstellung, die zweifelsohne Spaß gemacht hat und man gerne ein weiteres Mal sehen würde.

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Surfempfehlung:
www.myspace.com/vonbondies
www.myspace.com/hotttpanda
Text: -Annett Bonkowski-
Foto: -Annett Bonkowski-


 
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