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Ben Kweller

Berlin, Lido
11.05.2009

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Ben Kweller
Man kann sich wirklich nicht beschweren. Er war doch Ende des letzten Jahres erst hier und ein paar Monate später ist er wieder vorbeigekommen, um in der Hauptstadt zu spielen. Viel hat es auch dieses Mal nicht gebraucht, bis Ben Kweller das Berliner Publikum in seinen Bann gezogen hatte. Die obligatorische Begrüßung und vor allem sein auf mittlerweile vier Studioalben angewachsenes Repertoire, dazu noch ein bisschen Sinn für Humor und schon konnte der Abend beginnen.
Sein dieses Jahr erschienenes Werk "Changing Horses" hat ihn musikalisch gesehen wieder näher an seine Wurzeln geführt und die sind bekanntermaßen in Texas. Country Musik liegt also nahe und Ben Kweller hat es irgendwie geschafft auch eine Menge jüngerer Leute von dieser Art von Musik zu überzeugen. Zumindest verdichten sich die Anzeichen, wenn man sich die Vielzahl junger Gesichter im Lido ansieht, die sich an diesem Abend vor der Bühne eingefunden haben. Nur beim Kleidungsstil hatte die Band eindeutig die Nase vorn und lief fast im Einheitslook mit Karohemden, Jeans und Stiefeln auf. Da konnten die Zuschauer nicht ganz mithalten. Im Gegenzug dazu schenkten sie ihm aber ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und tanzten ausgelassen. Anlass genug gab es in Form von einem mit allerhand dynamischen Songs gespickten Set, das dem Kweller-Fan wohl einige Male das Herz höher hüpfen lassen sollte. Das gut gefüllte Lido wurde gleich zu Beginn der Show von den mitreißenden Klängen von "Fight" heimgesucht und auch im späteren Verlauf des Konzerts bewies Ben Kweller samt Band, dass das rhythmische Klopfen der Sohlen auf dem Parkett so einiges zur Stimmung beitragen konnte. Wahlweise das Standbein vom Tanzbein trennen und letzteres enthusiastisch von sich zu strecken, während der Gitarrenhals euphorisch zur Clubdecke zeigt, war auch eine gern gesehene Geste. Aber war das alles? Die Antwort lautet nein!
Vielmehr spielte sich Ben Kweller durch eine Bandbreite seiner bisherigen Alben und wollte selbst nach dem offiziellen Teil, der auf der Setlist vermerkt war, noch lange nicht den Rückzug antreten. Stattdessen forderte er das Publikum auf, eventuelle Songwünsche doch bitte an ihn zu richten. Zahlreich wurde sein Wunsch in die Tat umgesetzt. Das Resultat konnte sich u.a. mit Songs wie "Lizzy", "On My Way" oder "Wasted & Ready" sehen lassen. Vorab angekündigt, nahm er sich bei "Different But The Same" sogar die Freiheit, die bereits backstage verschwundene Band an die Songstruktur zu erinnern. Im Notfall könnten sie den Song immerhin noch schnell runterladen und ihn sich einprägen, bis er seine kleine Solovorstellung beendet hätte. Abwechslungsreich bescherte Kweller seinen Zuschauern ein Programm, das ihn immer wieder zwischen Piano und der Gitarre hin und her trieb. Ganz in seinem Element gab er an beiden Instrumenten eine gute Figur ab. Wer so schön spielt, hatte sich dann auch eine kleine Runde Jägermeister verdient, die durch einen aufmerksamen Hörer in die Hände der Band gelangte. Eine Kusshand später und ein zufriedenes Winken in den Zuschauerraum von seiten der Bühne aus und man konnte glücklich summend den Heimweg antreten.

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Surfempfehlung:
www.benkweller.com
www.myspace.com/benkweller
www.twitter.com/benkweller
Text: -Annett Bonkowski-
Foto: -Annett Bonkowski-


 
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