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HOLIDAY-DAY-DAY

Vampire Weekend

Berlin, Astra
19.02.2010
Vampire Weekend
Was tun, wenn das Budget schreit, die Seele sich jedoch nach Erholung und Urlaub sehnt? Ganz einfach. Alle Pläne über Bord werfen, Zähne zusammenbeißen und abwarten bis Vampire Weekend in die Stadt kommen. Die vier Herren aus New York verbreiten nämlich an einem Abend genügend gute Laune und bringen das Publikum so zum Schwitzen wie die Sonne es vielleicht allerhöchstens im Hochsommer kann. Auf Abkühlung vom heiteren Treiben wartete man im Berliner Astra umsonst, denn die Band hatte es sich allen Anschein nach zur Aufgabe gemacht, durchgehend zu unterhalten.
Sonnenhungrige und auf Spaß eingestellte Gemüter drängten sich dicht an dicht, weit bevor Vampire Weekend die Bühne betraten, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Als es dann endlich soweit war, genügten die ersten Akkorde von "White Sky", um die langersehnte Erinnerung an die warme Jahreszeit ins Gedächtnis zurück zu rufen. Einige Zuschauer waren so sehr auf Vergnügen eingestellt, dass sogar die Sonnenbrillen auf den Nasen tanzten. Auch beim anschließenden "Holiday" brodelte die Stimmung und es wurde kräftig mitgetanzt bis das Getränk in der Hand nur so über den Becherrand schwappte.

Mit zwei Alben im Gepäck versorgten Vampire Weekend die feierwütige Menge am laufenden Band und mit ungebrochener Energie mit Tanzflächen füllenden Songs, die von Minute zu Minute das winterliche Trübsal in eine immer entferntere Ecke schubsten. Dabei hielten sich Stücke vom neuen Album "Contra" mit bereits bewährtem Material vom Vorgänger die Waage. Es stellte sich für den Großteil der Zuschauer nicht die Frage nach alt oder neu, sondern vielmehr danach, wie man es schaffen sollte, nicht außer Puste zu geraten. Wie gut, dass Vampire Weekend wenigstens ein kleines Einsehen hatten und Songs wie "Taxi Cab" ins Set einstreuten. Die meiste Zeit über forderten die New Yorker Spaßgaranten jedoch tanzende und schwitzende Fans, die sich gefälligst anständig verausgaben sollten. Ein Gruß an alle schwer beschäftigten und fleißigen Studenten ging "Campus" voraus und wurde vom studienträchtigen "Oxford Comma" abgelöst.

Was den musikalischen Spaß auf den beiden Alben einleitet, kam live hingegen im letzten Akt und so spielten Vampire Weekend zum großen Finale u.a. mit "Horchata" und "Mansard Roof" erneute Stimmungsbomben. Bedauerlicherweise fiel das wunderbare "I Think Ur A Contra" unter den Tisch. Vielleicht aus Bedenken, dass die ausgelassene Atmosphäre einen Dämpfer erlitten hätte, wobei es doch eine schöne Bereicherung zur sonstigen Unterhaltung hätte sein können. Nach Urlauben kennt man das Gefühl, irgendwann wieder in die graue Realität des Alltags zu gelangen. Nach dem vergnüglichen Kurztrip zu Vampire Weekend kann man sich zumindest ein Stück musikalischen Sonnenschein bewahren und ganz entspannt die Heimreise antreten.
Surfempfehlung:
www.vampireweekend.com
www.myspace.com/vampireweekend
Text: -Annett Bonkowski-
Foto: -Pressefreigabe-


 
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