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Konzert-Bericht
 
Für Augen und Ohren

AFI

Hamburg, Große Freiheit 36
14.04.2010
AFI
Ein Gespräch am Tag nach dem Konzert. "Wie war's?" - "Super." - "Was sind das für Jungs?" - "Geschminkte, gestylte Poser." - "Tokyo Hotel?" - "Ja, aber für Erwachsene." Manche fanden das Auftreten von AFI in der gut gefüllten Großen Freiheit 36 ein wenig übertrieben, der Großteil aber war sehr zufrieden bis begeistert. Weil AFI eben nicht nur so da standen und ihre Songs runter spielten, sondern eine Show boten. Ein Genuss für Augen und Ohren.
Nach einer erschreckend durchwachsenen Darbietung von The Dear & Departed machten die Herren um Sänger und Mittelpunkt Davey Havok von Anfang an klar, worum es geht. Um Entertainment nämlich, um Bombast, aber auch um Punkrock. Die Mischung stimmte und der Rest auch. Silberne Podeste am vorderen Rand der Bühne, ein glitzernes Jacket für den Sänger, ein "Crash Love"-Logo auf Schlagzeug und den rosa Bändchen für die Fotografen. Und dazu eine mehr als stimmige, äußerst abwechslungsreche Setlist. Als ersten Track wählten sie das aktuelle "Medicate", gleich im Anschluss wurden mit "Girl's Not Grey" und "The Leaving Song Pt. II" zwei alten Hymnen ausgepackt. Gut gemacht, der Laden feierte und die Band tobte und poste. Nicht nur Havok, auch seine beiden Nebenmänner an Gitarre und Bass zelebrierten sich selbst.
AFI
Lange hatte man darauf warten müssen, nun waren sie endlich da. Neben einigen Festival-Auftritten spielten AFI in Hamburg ein exklusives Club-Konzert. Und schienen das zu genießen. Die Band haute auf die Kacke, der Frontmann sagte mal artig danke und stellte sich den Rest der Zeit dar. In allen Facetten. Da wurde sanft gelitten, zärtlich gesungen und im nächsten Moment wüst und wild ins Mikro geschrien und sich auf dem Boden gewälzt. Die Musik bot Platz für alles. Neues wie "Beautiful Thieves", "End Transmission" oder "Too Shy To Scream", fast schon Legendäres wie "Kill Caustic", "Miss Murder" oder "Dancing Through Sunday" und zwischendrin eine Uralt-Nummer wie "Perfect Fit". Hier wurde jeder fündig. Die Band, das Emo-Pärchen und Iro-Punk, der Altrocker und der Gothpop-Fan, der Normalo und der Rest. Die Masse hatte Spaß und hätte sich noch gerne etwas länger davon gehabt. Aber viel mehr als eine Stunde wollen AFI dann doch nicht auf der Bühne stehen. Schade.
Surfempfehlung:
www.afireinside.net
www.myspace.com/afi
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
 

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