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Konzert-Bericht
 
Keine Zeit!

Terminal Choice
Rabia Sorda

Duisburg, Pulp
29.04.2010

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Terminal Choice
Gehetzt wirkt er nicht, der Mann auf der Bühne. In aller Seelenruhe schraubt er seine Flasche zu, unterhält sich mit seinen Mitmusikern und wendet sich schließlich ans Publikum. "Wir haben heute keine Zeit, wir haben eine Zeitvorgabe bekommen. Heute habe ich nur insgesamt eine halbe Stunde zum Quatschen!" Doch um Chris Pohl quatschen zu hören, ist kaum jemand ins Pulp gekommen. Viel lieber wollen die rund 150 Gäste Musik hören - und zwar von Terminal Choice.
Doch bevor Terminal Choice schließlich die Bühne im Duisburger Pulp erobern, sorgt erst einmal der Hocico-Fronter Erk Aicrag mit seinem Projekt Rabia Sorda für Bewegung im Zuschauerraum. Das beste Vorbild ist dabei er selbst. Vom Opener "Save Me From My Curse" an bis zum Ende mit "Walking On Nails" steht der Mexikaner kaum einen Moment still. Erk rennt über die extrem vernebelte Bühne, tritt den Mikrofon-Ständer um, kniet sich hin, alles während er einen Querschnitt seiner Hits präsentiert. Seine Energie reisst auch das Publikum mit, sie tanzen, springen, schreien die Songs mit.
Nach der Umbauphase erklingt plötzlich eine Mischung aus Marschmusik, Sirenen und Katy Perrys "I Kissed A Girl". Derweil positionieren sich Louis, Gordon und Jens auf der Bühne. Sänger Chris Pohl erscheint, ebenso wie seine Mitstreiter trägt er eine uniformähnliche Jacke und hat ein rot gemaltes, jokerartiges Grinsen auf dem blassweiß geschminktem Gesicht. Die Berliner beginnen ihren Auftritt mit "We Are Back". "Throw your hands in the air and make some noise, everybody knows it's Terminal Choice” - die Fans folgen dem Aufruf der Band, reißen die Hände in die Höhe und machen richtig Lärm.

Was danach folgt, ist eine Mischung aus neuen Songs des aktuellen Albums "Übermacht" und alten Hits. Bei dem Yazoo-Cover "Don't Go" singen die Zuschauer begeistert mit, was von Chris prompt belohnt wird, und zwar in Form eines "noch älteren Stückes", "Injustice". Als der Sänger sich hierbei direkt auf die Bühnenkante stellt und Anstalten macht, sich nach vorn fallen zu lassen, steigt der Lautstärkenpegel im Publikum noch einmal beträchtlich an. Gerade die weiblichen Fans würden doch zu gerne einmal nähere Bekanntschaft mit dem Terminal Choice-Sänger machen.

Nach etlichen kraftvollen Songs kündigt Chris Pohl etwas zum Ausruhen an. "Free Again" ist an der Reihe, und die Stimmung wird durch die Bühnenausleuchtung noch betont. Lediglich ein Spot beleuchtet den Sänger von unten, der Rest der Bühne ist in dunkelblaues Licht getaucht. Zusammen mit reichlichem Nebeleinsatz sorgt das bei einigen Zuschauern direkt für eine Gänsehaut. Nach dieser kurzen Verschnaufpause geht es Schlag auf Schlag weiter, bis Louis um tatkräftige Unterstützung der Fans bittet. Was folgt, ist klar: "Collective Suicide". Danach verschwinden die Musiker zum ersten Mal von der Bühne. Was die Menge aber nicht gelten lässt und lautstark Zugaben fordert. Terminal Choice lassen sich nicht lange bitten. Zeit hätten sie zwar eigentlich keine mehr, aber "sie können uns ja nicht den Strom abdrehen!", merkt Chris zur Freude der Zuschauer an. Nach "Keine Macht" greift Basser Gordon zum Mikro und singt "Menschenbrecher", bevor der "Schwarze Mann" zum bejubelten Abschluss des Konzerts wird und Terminal Choice ihre Fans in die anschließend stattfindende Party entlassen.

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Surfempfehlung:
www.terminal-choice.de
www.rabiasorda.com
Text: -Regine Krüßmann / Esther Mai-
Foto: -Esther Mai-

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