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Konzert-Bericht
 
Befürchtung? Umsonst.

Youth Brigade
The Simpletones

Hamburg, Hafenklang
23.11.2010
Youth Brigade
Natürlich musste man sich im Vorfeld ein wenig sorgen. Würden es die Herren der Youth Brigade noch können? Sind ja nicht mehr die jüngsten Punkrocker. Und würde das überhaupt noch jemand sehen wollen? Denn wirklich präsent waren die Kalifornier in den letzten Jahren nicht mehr. Abgesehen von ihrer fantastischen "Let Them Know"-Dokumentation natürlich. Doch am Ende waren sämtliche Befürchtungen komplett umsonst. Die Band spielte eine klasse Show, das Hafenklang war voll und der Abend wurde ein großartiger.
Als Warmmacher wird auf zwei Leinwänden der "Let Them Know"-Film gezeigt. Und tatsächlich hocken sich viele auf den Boden und verfolgen die bewegten Bilder. Dazu ein Bierchen, ein Schnack und die Vorfreude steigt. Auf Live-Musik und guten Punkrock. Als erste Band spielen The Simpletones aus Kalifornien. Jay sieht mit offener Matte und Lederhose zwar eher aus wie ein Metaller, aber zusammen mit Gesangskollegin Guinness am Bass, Tier von Blut & Eisen am Schlagzeug und einem eher unauffälligem Simon am Keyboard haut er den Leuten manch kalifornischen Klassiker vor den Latz. Der größte ist natürlich "I Have A Date", die Nummer kennt hier jeder, die feiert jeder ab. Dazu gibt es tolle Sachen von damals ("I Like Drugs", "California") oder neue Songs vom "Simpletology"-Album - und die Simpletons haben ihren Job getan. Sie haben angeheizt und Spaß gemacht.
Und dann endlich Youth Brigade. Viele Jahre waren sie nicht mehr in Deutschland. Jetzt zeigen sie, dass sie es noch können. Besser als viele, stärker als andere, sympathischer sowieso. Eben erst stand Shawn Stern noch am Merchandise-Stand, jetzt spielt er "Fuck You". Man muss ihn mögen. Die Nummer ist nur eine von vielen Perlen, die die Kalifornier an diesem Abend zum Besten geben und mit denen sie das Völkchen zum Feiern bringen. "Violence", "Punk Rock Mom", "Not Gonna Take It", man kommt aus dem Spaßhaben gar nicht mehr raus. Es ist rappeldickelvoll, Leute von damals und heute sind gekommen, um die Brigade zu huldigen und die bedankt sich mit kleinen Schnackereien und Hits am Fließband. Ausfälle gibt es keine, unschlagbar aber wird der Dreierpack gegen Ende des Sets. "Let Them Know" von der Split mit den Swingin’ Utters, "I Hate My Life" und obendrauf noch die Hymne schlechthin: "Sink With California". Gänsehaut bei den einen, Heiserkeit bei den anderen. Fantastisch, viel besser kann ein Konzert nicht werden, viel aufregender können auch Youth Brigade nicht werden. Müssen sie auch nicht, sie haben gewonnen. Und sind hoffentlich schon bald wieder bei uns.
Surfempfehlung:
www.myspace.com/youthbrigadebyo
www.byorecords.com
www.letthemknowthemovie.com
www.myspace.com/simpletonia
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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