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Drei Münchner in Hamburg

Sportfreunde Stiller

Hamburg, Große Freiheit 36
29.05.2013
Sportfreunde Stiller
Es ist gerade eine gute Zeit für die Sportfreunde Stiller. Der FC Bayern räumte alles ab, die Band bekommt "Applaus Applaus" für ihr neues Album "New York, Rio, Rosenheim" und die dazu gehörige Tour ist voll, in Hamburg ist die Große Freiheit 36 ausverkauft. "Meisterschaft, Champions League, Große Freiheit - das ist unser Triple", sagt dann auch Sänger Peter Brugger. Denn erst ist Konzert, dann ist Pokalsieg. Und Konzert ist super.
Mit der neuen "Hymne auf Dich" geht es euphorisch los. Und bleibt euphorisch. Und genau das fällt auf. Denn ob sie nun einen neuen Song, einen alten oder einen von dazwischen spielen - die Leute singen "Wieder kein Hit" genau wie "Heimatlied" oder "7 Tage, 7 Nächte" mit. Letzteres wird heute übrigens durch einen kleinen Rap ergänzt: "Ich bin gespannt, ob alles bebt, wenn Flori auf die Pauke schlägt", sprechsingt Peter zum Beispiel. Und die Leute springen und alles bebt. Und das eben immer, das bei jedem Song und bei jedem Spruch. Von beiden gibt es heute reichlich. Und obendrauf noch eine Weltpremiere in Form von "Lederjacke", die Band spielt diesen Song hier zum ersten Mal. "Ich war fehlerfrei" sagt Flo. "Bis zum vierten Takt."
Auf dem großen Backdrop sieht man das aktuelle Cover, "Rosenheim" aber wurde mit Hamburg überklebt. Dazu gibt es Glühbirnen an den Mikrofonständern und Weißbier aus einem Weißbierglas für den Sänger. Was Flo zwar mit "Und wir müssen Alsterwasser saufen" kommentiert. An der kuschelig-gemütlichen Stimmung aber trotzdem nichts ändert. Ebenso wenig wie die Buhrufe der Leute während "1. Wahl", als es um die Bayern geht und Rüde daraufhin das "krasse Nord-Süd-Gefälle" anspricht, Flo seine Unschuld bekundet ("Als Drummer ist es schwer einen Job zu finden, ich brauch die 20 Euro pro Show") und es nur wenige Worte später um Biene Maja und den Stachel des Schlagzeugers geht. Oh ja, es passiert viel und es passiert so viel Gutes.

Bei "Ein Kompliment" singt kein einziger in der Halle NICHT mit und das klingt und sieht dann so beachtlich aus, dass sogar die Bierverkäuferinnen an der Bar ihre Smartphones zucken und das Spektakel filmen. Für "Es muss was wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)" bitten sie Ersatzgitarrist Nico auf die Bühne, weil aus Peter Pete The Beat Ballboa am Schlagzeug wird und Flo die Nummer singt und sie und sich zelebriert. Er tanzt einfach wie ein junger Gott. Für "Auf der gute Seite" schnappt er sich sein Keyboard zum Umhängen und gemeinsam spielt man das Ganze erst als Elektropopnummer. Und macht sie dann zum Punk. Peter springt in die Menge, surft in die Mitte, stellt sich hin, surft weiter, erklimmt den Balkon an der Seite, schüttelt Hände und springt wieder runter. In die Menge. Und surft zurück. Durchaus lässig, durchaus geil. Durchaus saustarkes Konzert, das erst nach einer ungeplanten dritten Zugabe sein Ende findet. Irgendwie symptomatisch.

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Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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