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Alicia Keys

Hamburg, o2 World
10.06.2013
Alicia Keys
Die Vorfreude ist groß. Ehrlich gesagt sogar riesig. Schließlich ist das kein gewöhnliches Konzert, wird das kein normaler Abend. Alicia Keys kommt, DIE Alicia Keys spielt in der o2 World Hamburg. DIE Alicia Keys, die mit "Girl Is On Fire" eines der tollsten Alben des vergangenen Jahres gemacht hat. Und auch sonst einfach mal super ist. Gleichzeitig ist eine gewisse Unsicherheit zu spüren. Wie wird das denn? Was wird es geben? Keys am Klavier oder macht sie etwa auf große Show?
Schnell wird klar: Show. Mittelgroß. Und das ist anfangs ziemlich stark. New York-Bilder auf einer Leinwand, "Empire State Of Mind" vom Band, helle Aufregung vor der Bühne. Und dann sie selbst. Auf einem Podest, eingerahmt von Band und Tänzern. Der erste Gänsehaut-Moment.

Mit dem auch schon zehn Jahre alten "Karma" geht es los und anfangs merkt man gar nicht, dass da immer so ein paar Kerle auf und ab hüpfen. Stört nicht. Auch nicht, als einer von ihnen ein telefonierender Statist bei "You Don't Know My Name" wird. Doch als dann sie dann selbst bei einer Nummer wie "Listen To Your Heart" oder dem neuen "Tears Always Win" links und rechts herum hoppeln und gar nicht mehr aufhören wollen, beginnt es zu stören. Weil es keinen Sinn gibt, weil es keinen Effekt hat.

Bei "Like You'll Never See Me Again" lassen sie Alicia Keys dann mal kurz in Ruhe. Und schon wird das Gesehene und Gehörte noch besser. Zurück lehnen, keine Ablenkung, einfach mal Musik. Für einen Moment, einen sehr schönen. Denn natürlich geht's danach wie vorher weiter. Was natürlich trotzdem irgendwie sehr gut ist, was große Klasse hat, weil Lieder wie "A Woman's Worth" einfach große Klasse haben. Aber wenn die eigentliche Hauptperson bei "Un-Thinkable (I'm Ready)" alleine in die Tasten haut, sich aber dabei plötzlich einer der Tänzer im Sitzen an ihrem Rücken reibt, dann wirkt das so albern wie doof.

Im Laufe des Abends spielt sich Alicia Keys einmal durch ihre Karriere. "Fallin'" gibt es mittendrin, davor das wunderbare "Diary", später das einfach nur fantastische "Brand New Me". Alleine für diese Nummer hat sich der Besuch der o2 World gelohnt. Die ist übrigens gar nicht so ganz voll, der Oberrang ist zum Teil sogar abgesperrt, manche Medien sprechen von 9.000 Leuten. Die Stimmung aber ist durchgehend gut, viele sind begeistert und am Ende sagt einer: "Beyonce hatte zu viel Show, heute war das doch nicht viel." Heute ist auch nicht so viel. Ein paar Leinwände, eine Treppe auf der Bühne und statt ihrer Outfits (siehe: Beyonce) wechselte Alicia Keys lieber ihre Instrumente: Klavier, Keyboard, Flügel. An dem sitzt sie auch, als sie mal wieder alleine gelassen wird und "If I Ain't Got You" singt und spielt. Wieder so ein Gänsehaut-Moment. Wieder so eines der viel zu wenigen wahren Highlights. Denn was wäre hier möglich gewesen...

Als Zugabe dann wird erst "Girl Is On Fire" zum Triumphzug, den jeder im Stehen, mit Euphorie, einfach glücklich genießt und erlebt, weil das einfach ein Killer von Song ist. Und dann taucht zum Abschluss ein riesiger Jay Z auf dem Vorhang auf und rappt das "Empire State Of Mind"-Intro, ehe Keys übernimmt und einen perfekten Rausschmeißer performt. Für die letzte Gänsehaut, bis zur nächsten Gänsehaut, bis sie wieder kommt und wir wieder dabei sein. Weil es eben DIE Alicia Keys ist.

Surfempfehlung:
www.aliciakeys.com
www.facebook.com/aliciakeys‎
de.wikipedia.org/wiki/Alicia_Keys‎
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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