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Konzert-Bericht
 
Live um Klassen besser als auf Platte

Faithless

Düsseldorf, Philipshalle
13.11.2001
Faithless
"It's amazing, Düsseldorf! I will never forget it!" Zum Ende des Konzertes rang Faithless Frontmann Maxi Jazz sichtlich nach Worten. Kein Wunder, denn für solch einen gelungenen Abend die richtigen Worte zu finden, ist gar nicht einfach. Überwältigt von einem enthusiastischen Publikum zog die englische Band jedoch ein Resümee: "Das war eines unserer besten Hallenkonzerte überhaupt." Jeder Song, selbst die etwas Unbekannteren, wurden von dem erstaunlich erwachsenen Publikum frenetisch gefeiert. Zwar war sicherlich jedem Konzertbesucher klar, daß die Live-Show von Faithless um Klassen besser ist, als ihre Platten, dennoch schienen viele Besucher von den Qualitäten der Band sichtlich überrascht zu sein.
Dabei fing der Abend in Düsseldorf alles andere als gut an. Zumindest für die Autofahrer. Zu wenige Parkplätze rund um die Philipshalle lösten ein Verkehrschaos aus, dem noch nicht einmal ortskundige Fahrer entgehen konnten. Dieser Mega-Stau, der sich durch mehrere Stadtviertel zog, schaffte bei manchen Faithless-Fans solch einen Unmut, daß sie sich gar nicht mehr die Mühe machten, einen Parkplatz zu suchen. Doch die Geduld der Anderen zahlte sich aus. Zwar verpassten viele bei ihrer Suche nach einem halbwegs legalem Parkplatz die großartige Vorgruppe Kosheen, doch bis die Londoner Formation die Bühne betrat, war die Halle bis auf den letzten Steh- und Sitzplatz ausgelastet. Kaum ging das Hallenlicht aus und die ersten elektronischen Klänge drangen aus den Boxen, gab es kein Halten mehr. Wer in den vorderen Reihen nicht tanzte, der wurde getanzt. Doch das schien nicht zu stören: Zwar war es eng im Zuschauerraum, jedoch sehr friedlich. Vielleicht lag das an der Ausstrahlung der Band: Zwar haben all ihre Songs Power, wirken jedoch nie aggressiv. Immer nur kraftvoll.
Auch die Setlist stimmte. Eine Mischung aus den drei Alben "Reverence", "Sunday 8 pm" und dem jüngsten Werk "Outrospective" schaffte eine sehr angenehme Atmosphäre, die durch eine ausgefeilte Lichtshow noch intensiviert wurde. Wechsel zwischen langsamen und schnellen Stücken waren harmonisch angepaßt. Und auch der Übergange zwischen den House-, Blues-, Soul-, Rap- und Folkelementen waren weich und fließend. Highlights der Show waren wie immer die Gassenhauer "Insomnia" und "We Come One". Doch auch die ruhigeren Stücke, wie "Not Enuff Love" oder "Dirty Old Man" kamen hervorragend beim Publikum an. Viel zu schnell waren Maxi Jazz und Sister Blizz schon bei der Zugabe angelangt und verabschiedeten sich mit einer grandiosen und absolut neuen Live-Version von "God Is A DJ" von den Düsseldorfer Fans. Ein Wahnsinnsabend, für den sich sogar die überhöhten Parkgebühren in Form einer Knolle lohnten.
Text: -Esther Mai-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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