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Konzert-Bericht
 
Dem Kapitalismus den Kampf ansagen

The (International) Noise Conspiracy
Yvonne/ Six By Seven

Bochum, Zeche
04.03.2002
The (International) Noise Conspiracy
Selbst Frontmann und Ex-Refused-Sänger Dennis Lyxzén war erstaunt, an einem Montag abend solch eine Menge gutgelaunter und ausgelassener Fans in der Zeche Bochum anzutreffen. Aber wen wundert es, hat sich doch spätestens seit ihrem letzten Album "Survival Sickness" längst herumgesprochen, was in Skandinavien bereits seit 1999 bekannt ist: The (International) Noise Conspiracy sind eine der wildesten und aufregendsten neuen Livebands. Die schwedischen 60s-Punk Rock-Soul-Politband ist dafür bekannt, einerseits mit Überzeugung die Presse und Musikindustrie zu benutzen, um die Menschen weltweit mit ihrer manchmal etwas zu radikal erscheinenden Art und Weise für politische Themen zu sensilibisieren. Andererseits ist es ihnen jedoch auch wichtig, einfach eine Menge Spaß zu haben. Mit diesem Konzept also und dem aktuellen Album "A New Morning, Changing Weather" im Gepäck war man gespannt, den "Kampf gegen den Kapitalismus", welchem sich die Band hauptsächlich zugeschrieben hat, in der Form eines Rock-Konzerts, zu erleben.
Etwas überraschend eröffneten Six By Seven den Abend, überraschend deswegen, weil man doch eher auf Yvonne eingestellt war, eine schwedische Band, die ihren eigenen Sound allerdings erst noch finden muß, trotzdem aber schon einige begeisterte Zuhörer bei ihrem Gig verbuchen konnte. Mit "Another Love Song" begannen Six By Seven ihren sehr kurzen, aber intensiven Set, gefolgt von "Ten Places To Die" und der grandiosen Single "I.O.U. Love". Die Zeit zwischen den Nummern nutzte Sänger Chris Olley, um ein wenig in deutscher Sprache mit dem Publikum zu plaudern - schließlich hat er einige Zeit hier in Deutschland gelebt, und um schneller zu seinen Buddies zu gelangen, die an der Bar auf ihn warteten, wurde mit den Songs "American Beer", "Cafeteria Rats", "Anyway", "Candlelight" und "The Way I Feel Today" der Auftritt beendet. Alles in allem zu kurz, aber dennoch sehr lohnenswert.
Gegen 22:15 Uhr stürmten dann The (International) Noise Conspiracy die Bühne. Wie zu erwarten, erschienen Dennis, Lars, Sara, Inge und Ludvig uniformiert und legten auch sofort los mit ihrem krachenden und energiegeladenen Sound. Besonders die vorderen Reihen konnten sich kaum noch halten, als die Noise Conspiracy gleich zu Beginn mit Songs wie "Break Out 2001" oder ihrer Singleauskopplung "Smash It Up" aus dem letzten Album "Survival Sickness" loslegten. Die kleinen Pausen zwischen den Songs nutzte Sänger Dennis, um einige davon zu erläutern, aber auch, um über die Korruptheit von Großkonzernen etwa aufzuklären."Smash It Up", berichtete Lyxzén, handle davon, daß ein Mensch aus einer gesellschaftlich unterprivilegierten Situation heraus keine Chance bekommt, wieder aufzusteigen. Weitere Highlights waren Songs wie "T.i.M.e.B.o.M.b.", "New Empire Blues" oder der Titelsong des letzten Albums, "Survival Sickness". Es war deutlich zu bemerken, daß die gesamte Band von der Energie des Publikums immer mehr mitgerissen wurde und besonders Sänger Dennis verausgabte sich mit seinen artistischen Einlagen bis zum Letzten. Zur Begeisterung des Publikums sang er auch zeitweilig aus deren Mitte. Der Höhepunkt aber wurde sicherlich erreicht, als The (International) Noise Conspiracy die aktuelle Single "Capitalism Stole My Virginity" anstimmten. Und auch hierzu gab Dennis eine Geschichte zum besten, bevor die Band loslegte. Er berichtete, daß eine rechte schwedische Zeitung diesen Song zum schlechtesten aller Zeiten über das Thema Frieden gewählt hätte, worüber sich Band und Publikum amüsierten.

Mit dem Titelsong von ihrem aktuellen Album "A New Morning, Changing Weather" beendetete die Noise Conspiracy dann zunächst ihr Konzert, um nach nicht enden wollendem Applaus schließlich noch mal einen neuen spektakulären Aufmarsch in neuer Uniformierung zu präsentieren und mit einer Improvisation nach und nach die Bühne wieder zu verlassen. Am Schluß blieb schließlich nur noch Schlagzeuger Ludvig über, welcher mit einem gekonnten Solo das Konzert abschloß.

Text: -Nadine Hefler-
Foto: -Pressefreigabe-

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