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Konzert-Bericht
 
Im (ganz) kleinen Kreis

Sam Berridge

Rees-Haldern, Studio Haldern
20.12.2021

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Sam Berridge
In Haldern waren sie im abgelaufenen Jahr einmal mehr erfinderisch. Die sommerliche Festivalsause wurde notgedrungen auf einige Kirchenkonzerte und Radwanderungen mit Live-Musik eingedampft, die Konzerte in der Pop Bar bisweilen kurzerhand auf die selbstgezimmerte Bühne im Garten verlegt und als das Wetter und die Coronaschutzverordnung selbst das nicht mehr zulassen, war das Konzertjahr noch nicht zu Ende. Zum Jahresabschluss ging es kurz vor Weihnachten ins Studio Haldern, wo sich 20 Glückliche "im kleinen Kreis" - so das treffende Motto des Abends - über den Auftritt von Sam Berridge freuen durften.
Der britische Singer/Songwriter, in einem früheren Leben mit der Band Flyte aktiv, stand schon im Sommer in Haldern auf der Gästeliste und trat auch beim Südtiroler Schwester-Festival in Kaltern auf, doch nicht nur deshalb ist der sympathische Troubadour weit gereist. Inspiration für sein mitten in der Umklammerung der Pandemie im Dezember 2020 veröffentlichtes Solodebüt "Lost & Found" sammelte er unter anderem bei einem Kolumbienaufenthalt, aufgenommen hat er die Platte in Spanien. Das Solo-Gastspiel am Niederrhein bestreitet er akustisch und bisweilen umweht von einem Hauch zeitlos schöner Nick-Drake-Melancholie, wenn sich seine Folksongs zwischen nachdenklichem Storytelling und feinsinniger Melodiosität langsam und leise entfalten. "Die Lieder sind alle während der Pandemie entstanden, deshalb sind sie so sanft", erklärt er entschuldigend, bevor er mit dem in luftige 70s-Pop-Vibes gehüllten "Save Me" eine der wenigen Uptempo-Nummern spielt.
Für Abwechslung sorgen auch gleich eine Handvoll Lieder am Studio-eigenen Flügel ("Auf Tour kann ich ihn ja nicht mitnehmen, deshalb muss ich das heute voll ausnutzen", verrät er lachend), bei denen sich in den besten Momenten wohliges Pathos einschleicht sowie einige Ausblicke auf Berridges zweites Soloalbum, das derzeit entsteht und mit "Gone" den vielleicht schönsten, ergreifendsten Song des Abends enthalten wird. Nach gerade einmal 50 Minuten hätten viele im Publikum gerne noch mehr gehört, doch die erhoffte Zugabe bleibt aus. Gehen soll man ja bekanntlich, wenn es am schönsten ist.

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Surfempfehlung:
www.instagram.com/samberridgemusic
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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